Glücksfall Outsourcing: US-Hersteller liefern fröhlich weiter an Huawei
Nach Außen hin wird zwar ordentlich getrommelt, wie sehr der Huawei-Boykott den Geschäften schadet, doch hinter den Kulissen liefern die US-Chiphersteller weiterhin große Mengen ihrer Produkte an Huawei. Ihnen kommt hier nun zugute, dass ein wesentlicher Teil der Fertigung längst in anderen Ländern angesiedelt ist.
Offiziell dürfen US-Unternehmen keine Produkte an den chinesischen Konzern exportieren. Trotzdem kann man bei Huawei weiterhin mit den benötigten Komponenten arbeiten. Denn US-Firmen wie Intel und Micron vermeiden es einfach, ihre Waren als "Hergestellt in den USA" zu kennzeichnen - immerhin erfolgt die Produktion ja oft auch in anderen Ländern. Das berichtet die US-Tageszeitung New York Times unter Berufung auf vier verschiedene Quellen, die mit den Vorgängen vertraut sind.
Es dauerte allerdings etwas, bis die internen Prozesse in den Unternehmen so umgestellt wurden, dass das nun schon länger bestehende Embargo umgangen werden kann. Seit gut drei Wochen sollen allerdings ganz offiziell Tochterfirmen im Ausland die entsprechenden Produkte produzieren lassen und verkaufen sie dann an Huawei, ohne dass der jeweilige US-Konzern formal daran beteiligt wäre. Es geht dabei um die Bedienung von Aufträgen mit Volumina von mehreren Millionen Dollar.
Die US-Behörden wissen über die Vorgänge durchaus Bescheid, sind sich aber wohl noch unschlüssig, wie zu verfahren sein sollte. Denn die bestehenden Regelungen werden sehr wohl verletzt - immerhin ist es nicht einfach nur der genaue Wortlaut, sondern auch der Sinngehalt eines Gesetzes, nach dem zu verfahren ist. Andererseits ist aber eben auch klar, dass man den eigenen Unternehmen massiv schaden würde, wenn man alle Geschäfte mit Huawei unterbindet - immerhin kauft der chinesische Konzern jährlich für rund 11 Milliarden Dollar bei US-Unternehmen ein.
Siehe auch: Huawei-Hardware: Microsoft verspricht, dass der Support weitergeht
Es dauerte allerdings etwas, bis die internen Prozesse in den Unternehmen so umgestellt wurden, dass das nun schon länger bestehende Embargo umgangen werden kann. Seit gut drei Wochen sollen allerdings ganz offiziell Tochterfirmen im Ausland die entsprechenden Produkte produzieren lassen und verkaufen sie dann an Huawei, ohne dass der jeweilige US-Konzern formal daran beteiligt wäre. Es geht dabei um die Bedienung von Aufträgen mit Volumina von mehreren Millionen Dollar.
Behörden sind unschlüssig
Wie aus dem Bericht hervorgeht, haben die Anwälte der fraglichen Firmen im Grunde mit einem sehr bequemen Zeitpolster Wege gefunden, wie sich das Embargo juristisch einwandfrei umgehen lässt. Denn die anfänglichen Klagen haben ja dazu geführt, dass der Export-Bann nicht sofort vollumfänglich greift, sondern bis Mitte August nur in recht milder Form.Die US-Behörden wissen über die Vorgänge durchaus Bescheid, sind sich aber wohl noch unschlüssig, wie zu verfahren sein sollte. Denn die bestehenden Regelungen werden sehr wohl verletzt - immerhin ist es nicht einfach nur der genaue Wortlaut, sondern auch der Sinngehalt eines Gesetzes, nach dem zu verfahren ist. Andererseits ist aber eben auch klar, dass man den eigenen Unternehmen massiv schaden würde, wenn man alle Geschäfte mit Huawei unterbindet - immerhin kauft der chinesische Konzern jährlich für rund 11 Milliarden Dollar bei US-Unternehmen ein.
Siehe auch: Huawei-Hardware: Microsoft verspricht, dass der Support weitergeht
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Christian Kahle
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