Glücksfall Outsourcing: US-Hersteller liefern fröhlich weiter an Huawei

Nach Außen hin wird zwar ordentlich getrommelt, wie sehr der Huawei-Boykott den Geschäften schadet, doch hinter den Kulissen liefern die US-Chiphersteller weiterhin große Mengen ihrer Produkte an Huawei. Ihnen kommt hier nun zugute, dass ein ... mehr... Chip, Halbleiter, Platine Bildquelle: Jiahui Huang / Flickr Chip, Halbleiter, Platine Chip, Halbleiter, Platine Jiahui Huang / Flickr

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"Made in USA" ist auch etwas vermessen, wenn das Produkt in anderen Ländern gefertigt wird. Davon ab ist eine Tochterfirma eines US-Konzerns, die beispielsweise in China registriert ist und dort fertigt, überhaupt ein amerikanisches Unternehmen (aus rechtlicher Sicht)?
 
@erso: Aus amerikanischer Sicht ja. Aus sicht der restlichen welt eher nicht.
 
@Bautz: Naja, es kommt auf das Firmenkonstrukt an. Bei Aktiengesellschaften mit Mehrheitsbeteiligungen (>50%) oder 100-Prozent-Tochtergesellschaften sieht auch die EU das nicht ganz so locker.

Etihad Airways durfte vor ein paar Jahren z.B. keine weiteren Aktien von Air Berlin erwerben, da AB sonst nicht mehr als europäische Airline durchgegangen wäre und damit nicht mehr am einheitlichen europäischen Luftraum hätte teilhaben dürfen (lies: innereuropäische Flüge durchführen).
 
@Stratus-fan: Das ist ja auch sinnvoll so ... die Amis sehen die firma aber ab 1% amerikanischer Beteiligung als Amerikanisch an. Jedenfalls was das Thema zugriff auf Daten angeht.
 
@erso: Puh... dann könnte man auch die Fragen stellen ob BMW oder VW Deutsche unternehmen sind... denn nur wenige Komponenten werden auch wirklich in Deutschland gefertigt und schon lange nicht mehr alle Autos.

Diese "Made in", hat für mich in Zeiten der Globalisierung so oder so keinen Relevanten Wert mehr.

> spannend wäre "Invendet in" oder "QA in" oder "Made for"

Enttäuschend für jenewelche auf Regional stehen, dennoch gibt es kaum noch Produkte aus "Regional" <- zumindest wenns in die Technik geht... bei Lebensmittel ist das nochmal was anderes...
 
@bear7: Dann mach mal eine Werksführung bei BMW mit, du wärst vermutlich überrascht wie viel in Deutschland gefertigt wird.
 
@Steppl: meinst du jetzt im Werk China oder das in London? ...

USA? ... jaja, in München steht auch n bisschen was, und es gibt sogar teile vom Zulieferer Bosch und vielen anderen aus Deutschland...
> Aber woher kommen denn eigentlich ALLE Chips auf der Elektronik? ups... selbst die meisten Platinen werden nicht hierzulande fertig gestellt...
 
@bear7: Ach komm, lass doch die Polemik. Ich rede von München, Dingolfing, Regensburg und Leipzig. Ein BMW Werk in London wär mir neu... Und die Chips kommen natürlich aus China, aber du hast behauptet das nur wenige Komponenten in Deutschland gefertigt werden und das stimmt so einfach nicht. Karosse, Motor und Innenraum wird in Deutschland gefertigt, das dürfte so ziemlich den Großteil eines Autos ausmachen.
 
@Steppl: Innenraum kommt hauptsächlich aus Rumänien. Trotzdem, BMW hat 65% der Wertschöpfung seiner Autos in Deutschland.
 
@bear7: BMW und VW sind da nicht die besten Beispiele, da gerade bei Autos doch noch sehr viel Deutschland drin steckt.
Wenn es aber um Technik generell geht bin ich da ganz deiner Meinung.
Ich wäre für "Developed in Germany" am besten mit einem schönen "DIG" Aufkleber.
 
Jetzt muss Huawei nur noch seine Patente aus den USA abziehen und dann wird es richtig lustig.
Huawei kann fröhlich weiter Produzieren (Auch wenn mit eigenem OS) und die USA dürfen deren Technik nicht mehr verwenden.
 
@sunrunner: das Problem ist (und soweit ich weiß, wurde das schon besprochen) Amerika hat LEIDER die Möglichkeit solche Patentschutzklagen zu ignorieren und so wie ich den Verein kenne, ggf. die Patente von Huawei sogar als ungültig zu erklären <- was wiederum bedeuten würde, die Patente stünden alle zur freien Verfügung.

Amerika ist leider nicht "Un"-mächtig. Und geb mal einen geistigen 12 Jährigen zu viel Macht (wobei ich hier nicht die 12 Jährigen beleidigen möchte, oftmals kommt hier "reiferes" zustande).
 
@bear7: Naja, ob Trump nun geistig unterwentwickelt ist sei mal dahingestellt (mMn JA) aber das große Problem ist einfach:
Der Typ ist ein Wirtschaftler. Er behandelt die USA nicht wie ein Land, sondern wie eine riesige Firma.... Scheiß auf die Mitarbeiter, hauptsache der Profit stimmt, egal mit welchen Mitteln...
 
@sunrunner: Ein Wirtschaftler der schon etliche Male pleite war. Was meinste warum der seine Steuererklärung nicht Offenlegen will? Außerdem wäre aus ihm nix geworden, wenn sein Vater ihm nicht die ganzen Immobilien und das Geld hinterlassen hätte.
 
@NixWieWeg: Um genau zu sein, 3 mal ist er pleite gewesen. Er hat es aber immer wieder geschaftt, Milliardär zu werden...meines Wissens nach der einzige auf unserem Planeten, der dies geschafft hat. Über seine Politik kann und muss man streiten, aber was das Wirtschaftliche angeht, weiß er ganz genau, was er tut.
 
@tommy1977: Er war ja nie privat Bankrott, sondern nur seine Firmen. Das ist ein riesiger Unterschied ;)
 
@DaveDamage: Wenn man das nun überträgt, würde es dann bedeuten dass die amerikanischen Firmen unter gehen aber der Staat nach seiner Amtszeit gerade so im Geld schwimmt ;)
 
@SimpleAndEasy: Nö, er wird reicher dadurch die USA geht pleite..
Den die USA ist ja gerade seine nächste Pleitefirma.
 
@bear7: Wenn sich die USA das rausnehmen können, dann könnte die EU als größte Wirtschaftsmacht der Welt oder China das schon lange. Das gute ist doch, dass alle 3 Spieler ungefähr auf Augenhöhe agieren und jeder auf den anderen angewiesen ist. Die Wirtschaftsmächte sind viel zu sehr miteinander verflochten, so dass jedes Embargo oder jede Zollanhebung direkt wieder zu Gegenreaktionen führt.
 
@ijones: Mit der EU hast du aber was komplett falsch verstanden.
Die EU ist der größte gemeinsame Wirtschaftsraum weltweit.
Das hat absolut nichts mit Wirtschaftsmacht zu tun. Es nichts anderes als die Verbindung von 28 Staaten zu einem Raum mit angeglichen Wirtschafts-, Zoll- und Währungsregelungen. Jeder Staat ist weiterhin zu großen Teil in jeglicher Hinsicht autonom.
Um zur einheitlichen Wirtschaftsmacht zu werden, müsste es eine Regierung, einen gemeinsamen Haushalt etc. geben. Das wäre dann ein Staat mit mehren Unionsstaaten, wie jetzt z.B. die USA, die ehemalige UdSSR und zum Teil noch immer Russland.
Beispiele für andere Wirtschaftsräume wären z.B. APEC, CFA, EFTA und OAS.
 
@Abzdef: Nicht was die Wirtschaft angeht. Jeder Staat oder jeder andere Staatenzusammenschluss kann nur wirtschaftlich mit der EU als Ganzes in Verbindung treten. Nach außen hin treten die EU-Länder mit einer Stimme auf und es gibt keine bilateralen wirtschaftlichen Beziehungen nur zu einem Staat innerhalb der EU.
Nach dem Brexit beispielsweises kann Großbritannien nur mit der EU wirtschaftliche Verträge aushandeln. Mit einem einzelnen Mitgliedsstaat der EU (z.B. Deutschland) geht das nicht. Die EU tritt wirtschaftlich nach außen immer nur geschlossen auf.
Die EU ist daher nicht nur der größte Wirtschaftsraum sondern auch die größte Wirtschaftsmacht der Welt. Politisch und militärisch betrachtet gebe ich dir hingegen recht. Wirtschaftlich betrachtet ist dieses Ziel bereits erreicht.
 
Huawei sollte ebenso die Geschäfte mit den USA nur noch über eine Zwischenfirma in Europa abwickeln, dann wäre das ganze Drama auch schon erledigt :)
 
@citrix no.4: das tut Huawei ja bzw ist eine allgemeine Machart von großen Firmen. Deshalb wurden neben Huawei auch 50 andere Firmen auf die Liste gesetzt die mit denen in Verbindung stehen.
 
Aus dem Glücksfall kann ganz schnell ein Trauerfall werden, wenn China genau diesen Spieß umdreht.
 
Wenn das Gesetz wirklich so formuliert ist, dass Tochterfirmen von US-Konzernen das einfach umgehen dürfen, dann ist der Gesetzgeber auch selber schuld.
 
Solche Embargos sollen ja auch nicht die US Wirtschaft schädigen, sondern wenn schon dann andere, wie z.B. die EU. In Deutschland ist man immer sofort bereit solche Einschnitte hinzunehmen. Übrigens heute (26.6.2019) ein klasse Beitrag im Handelsblatt, der zeigt, dass deutsche Konzerne die Negativ-Spitze beim Ergebnis innehaben (-16,6% über die Top 500) während die US Konzerne kräftig zulegen. Der Plan geht leider auf.
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