Bitcoin & Co.: China lässt die Ressourcen-Fresser nicht mehr gewähren

Die Bereitstellung enormer Ressourcen für den Betrieb von Kryptowährungen wird in China zunehmend ungern gesehen. Bisher ließ der Staat die Nutzer dabei noch weitgehend in Ruhe, doch das ändert sich jetzt. Das Mining von Bitcoin & Co. landen jetzt auf einer Liste von verschwenderischen und gefährlichen Aktivitäten. Die Sammlung umfasst auch rund 450 andere Dinge, die vom Staat möglichst ausgemerzt werden sollen. Das geht aus einem Bericht der South China Morning Post hervor. Grundsätzlich sind Bitcoins und andere digitale Währungsmodelle in China ohnehin illegal, doch wenden die Behörden bisher eher keine Anstrengungen auf, um wirklich gegen die entsprechenden Aktivitäten vorzugehen. Entsprechend konnte das Land zum wichtigsten Standort des Mining-Geschäfts werden.

Die Nationale Kommission für Entwicklung und Reformen hat in einem neuen Bericht allerdings herausgearbeitet, dass Kryptowährungen der wirtschaftlichen Entwicklung des Staates eher im Weg stehen als dass sie nutzen würden. Daher sollen sie nun direkt in einen Status versetzt werden, nach dem eine möglichst schnelle Beseitigung dieses Bereiches angestrebt wird. Der fragliche Bericht unterliegt allerdings noch bis zum 7. Mai einer öffentlichen Begutachtung, in deren Rahmen auch Stellungnahmen von anderen Seiten eingeholt werden.

Riesiger Stromverbrauch

Das Kernproblem sehen die chinesischen Behörden darin, dass inzwischen wirklich enorme Mengen an Energie in die Kryptowährungen investiert werden. Hier geht es nicht um Dimensionen, wie man sie im Sinn hat, wenn beispielsweise Straßenlaternen nachts einige Stunden abgeschaltet werden, um Strom zu sparen. Vielmehr lässt sich der Verbrauch der großen Mining-Farmen eher in einzelnen Kraftwerken messen. Dadurch fließen durchaus signifikante Anteile der Volkswirtschaft in einen Bereich, der kaum einen Nutzen hervorbringt.

Allerdings müssen die Betreiber von Mining-Datenzentren nun nicht damit rechnen, dass plötzlich die Polizei vor der Tür steht und ihre Unternehmungen zwangsweise dicht macht. Vielmehr reagiert der Staat von der wirtschaftlichen Seite her - insbesondere mit deutlichen Steigerungen der Energiepreise für die professionell betriebenen Farmen, so dass diese schlicht nicht mehr lukrativ sein werden.

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