Fukushima: Gigantische Mauer aus Eis dämmt die Katastrophe ein
In wenigen Tagen jährt sich der GAU des Kernkraftwerkes im japanischen Fukushima zum achten Mal. Über die Jahre hinweg ist die Katastrophe weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden - vor Ort ist man aber immer noch damit beschäftigt, die Folgen halbwegs in den Griff zu bekommen.
Eines der nach wie vor drängendsten Probleme besteht darin, zu verhindern, dass immer mehr Radioaktivität in das unmittelbar benachbarte Meer gelangt und sich von dort um die ganze Welt verbreitet. Kurzfristige Maßnahmen wie der Einbau einer Stahlwand in die Erde zwischen zerstörtem Kraftwerk und Küstenlinie halfen nur sehr bedingt. Die aktuelle Lösung besteht in einer unterirdischen Mauer aus Eis, wie die Kollegen von CNet nach einem Besuch in der Anlage berichten.
Die Reaktoren und Abklingbecken in dem havarierten Kraftwerk bedürfen weiterhin einer beständigen Kühlung mit Wasser und noch immer treten auch aus den am schlimmsten betroffenen Bereichen strahlende Stoffe ins Erdreich aus. Da man dies nicht unterbinden kann, versucht man seit Längerem zumindest zu verhindern, dass es eine immer weiter fortschreitende Vermischung mit dem von Außen kommenden Grundwasser gibt. Denn dieses spült die strahlenden Stoffe kontinuierlich immer weiter in den Ozean.
300 Millionen Dollar hat allein der Bau dieses gigantischen Kühlsystems gekostet, durch das zumindest kein oder nur wenig Grundwasser aus der Umgebung in den unmittelbaren Gefahrenbereich sickert. Das funktioniert halbwegs, doch auch beim Kraftwerksbetreiber Tepco spricht man von einer nur vorübergehenden Lösung.
Zumindest trägt die Eis-Barriere dazu bei, dass nicht noch mehr kontaminiertes Wasser entsteht. Denn schon die ständig notwendige Kühlung der Reaktoren und Abklingbecken lässt immer mehr verseuchtes Wasser anfallen. 1,1 Millionen Tonnen wurden bereits aufgefangen. Diese lagern nun in 900 großen Silos. 2020 werden die Kapazitäten vor Ort erschöpft sein. Da ist es schon ein Vorteil, wenn dieser Termin aufgrund des zusätzlichen Grundwassers schneller nach vorn rückt.
Siehe auch: Pokémon Go-Spieler könnten sich in Fukushima in Gefahr begeben
Die Reaktoren und Abklingbecken in dem havarierten Kraftwerk bedürfen weiterhin einer beständigen Kühlung mit Wasser und noch immer treten auch aus den am schlimmsten betroffenen Bereichen strahlende Stoffe ins Erdreich aus. Da man dies nicht unterbinden kann, versucht man seit Längerem zumindest zu verhindern, dass es eine immer weiter fortschreitende Vermischung mit dem von Außen kommenden Grundwasser gibt. Denn dieses spült die strahlenden Stoffe kontinuierlich immer weiter in den Ozean.
30 Meter Eis
Seit einiger Zeit wird das, zumindest so gut es geht, von einer Mauer aus Eis unterbunden. Diese reicht 30 Meter tief in den Untergrund und verläuft auf einer Länge von 1500 Metern um die Reaktorblöcke eins bis vier herum. In den Boden wurden hier zahlreiche Rohre eingezogen, durch die -30 Grad kaltes Kühlmittel strömt, das so ein Volumen von 70.000 Kubikmetern Erde tiefgefroren hält.300 Millionen Dollar hat allein der Bau dieses gigantischen Kühlsystems gekostet, durch das zumindest kein oder nur wenig Grundwasser aus der Umgebung in den unmittelbaren Gefahrenbereich sickert. Das funktioniert halbwegs, doch auch beim Kraftwerksbetreiber Tepco spricht man von einer nur vorübergehenden Lösung.
Zumindest trägt die Eis-Barriere dazu bei, dass nicht noch mehr kontaminiertes Wasser entsteht. Denn schon die ständig notwendige Kühlung der Reaktoren und Abklingbecken lässt immer mehr verseuchtes Wasser anfallen. 1,1 Millionen Tonnen wurden bereits aufgefangen. Diese lagern nun in 900 großen Silos. 2020 werden die Kapazitäten vor Ort erschöpft sein. Da ist es schon ein Vorteil, wenn dieser Termin aufgrund des zusätzlichen Grundwassers schneller nach vorn rückt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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