Fukushima: Roboter soll endlich erstes Kernschmelze-Material bergen
Der japanische Energiekonzern Tokyo Electric Power Company (TEPCO) könnte endlich einen Weg gefunden haben, die havarierten Kernreaktoren des Kraftwerks Fukushima zu räumen. Tests mit einem neuen Roboter sollen in diesem Jahr starten.
Manch einer wird sich noch an die Zeit kurz nach der Katastrophe im Jahr 2011 erinnern können, als TEPCO versuchte, mit Robotern in die zerstörten Reaktoren vorzudringen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Dies gelang nicht, da die Strahlung so stark war, dass die Elektronik bereits in einigem Abstand zum wichtigen Bereich durchbrannte.
Nun aber soll dem Konzern Mitsubishi Heavy Industries die Entwicklung eines neuen Systems gelungen sein, das der Aufgabe gewachsen ist, berichtet die Nachrichtenagentur AP. "Wir glauben, dass die bevorstehende Testentnahme von Brennelementtrümmern aus Block 2 ein bedeutungsvoller Schritt ist, um die zukünftigen Stilllegungsarbeiten kontinuierlich durchzuführen", sagte Yusuke Nakagawa, ein TEPCO-Gruppenleiter für das Programm zur Bergung von Brennelementtrümmern. "Es ist wichtig, dass die Testentfernung sicher und kontinuierlich durchgeführt wird."
Allerdings geht es bei der Probenentnahme vor allem erst einmal darum, analysieren zu können, womit man es im Inneren der Havarie-Reaktoren überhaupt zu tun bekommt. Auf dieser Basis soll dann ein Plan für die komplette Bergung des Materials entworfen werden. Die japanische Regierung und TEPCO haben sich für das Kraftwerk Fukushima Daiichi ein Sanierungsziel von 30 bis 40 Jahren gesetzt, was Kritiker allerdings als viel zu optimistisch bezeichnen.
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Komplette Bergung als Ziel
Das Unternehmen hat gestern ein System vorgestellt, mit dem es möglich sein soll, erstmals in den Kernbereich des 2011 zerstörten Kernkraftwerks vorzudringen und dort etwas von den in der Kernschmelze zerstörten Brennelementen zu bergen. Das Ziel ist es, irgendwann alle hochgradig strahlenden Materialien herauszuholen, um die Unfallstelle letztlich bereinigen zu können.Manch einer wird sich noch an die Zeit kurz nach der Katastrophe im Jahr 2011 erinnern können, als TEPCO versuchte, mit Robotern in die zerstörten Reaktoren vorzudringen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Dies gelang nicht, da die Strahlung so stark war, dass die Elektronik bereits in einigem Abstand zum wichtigen Bereich durchbrannte.
Nun aber soll dem Konzern Mitsubishi Heavy Industries die Entwicklung eines neuen Systems gelungen sein, das der Aufgabe gewachsen ist, berichtet die Nachrichtenagentur AP. "Wir glauben, dass die bevorstehende Testentnahme von Brennelementtrümmern aus Block 2 ein bedeutungsvoller Schritt ist, um die zukünftigen Stilllegungsarbeiten kontinuierlich durchzuführen", sagte Yusuke Nakagawa, ein TEPCO-Gruppenleiter für das Programm zur Bergung von Brennelementtrümmern. "Es ist wichtig, dass die Testentfernung sicher und kontinuierlich durchgeführt wird."
Erst einmal nur 3 Gramm
Der eigentliche Arbeitsteil des Roboters ist dabei ein Teleskoparm mit einem zangenartigen Greifinstrument. Mit diesem soll es in einem ersten Test, der bis Oktober durchgeführt werden soll, gelingen, weniger als 3 Gramm Material zu bergen. Angesichts dessen, dass sich in den Reaktoren noch etwa 880 Tonnen hoch radioaktiver, geschmolzener Kernbrennstoffe befinden, wäre dies bisher nicht einmal der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.Allerdings geht es bei der Probenentnahme vor allem erst einmal darum, analysieren zu können, womit man es im Inneren der Havarie-Reaktoren überhaupt zu tun bekommt. Auf dieser Basis soll dann ein Plan für die komplette Bergung des Materials entworfen werden. Die japanische Regierung und TEPCO haben sich für das Kraftwerk Fukushima Daiichi ein Sanierungsziel von 30 bis 40 Jahren gesetzt, was Kritiker allerdings als viel zu optimistisch bezeichnen.
Zusammenfassung
- TEPCO plant Tests mit neuem Roboter zur Beräumung der Fukushima-Reaktoren
- Neues System soll erstmals Zugang zum Kernbereich des zerstörten Kraftwerks ermöglichen
- Ziel ist die Bergung aller hochgradig strahlenden Materialien zur Bereinigung der Unfallstelle
- Frühere Versuche scheiterten an der starken Strahlung, die die Elektronik zerstörte
- Mitsubishi Heavy Industries entwickelte das neue, strahlungsresistente System
- Teleskoparm mit Greifinstrument soll in ersten Tests weniger als 3 Gramm bergen
- Probenentnahme dient zur Analyse und Planung der vollständigen Materialbergung
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