Studie: Bargeld fast immer schneller & billiger als andere Zahlungsmittel

Geld, Steuern, Euro, Banknoten Bildquelle: Pixabay
Gerade im Hinblick auf moderne Zahlungsmittel wollen Kritiker dem Bargeld das Klischee anheften, ineffektiv zu sein. Mit einer neuen Studie will die Bundesbank jetzt solide Anhaltspunkte schaffen, anhand derer eine zielführende Diskussion rund um die Effizienz von Bargeld möglich wird. Das Ergebnis gibt Befürwortern von Scheinen und Münzen recht: Kartenzahlungen dauern meist länger und verursachen im Handel mehr Kosten.


Infografik: Barzahlung ist günstig und schnell Barzahlung ist günstig und schnell

Mit Bargeld bezahlen die Deutschen im Durchschnitt am schnellsten

Eines hat sich auch mit dem Aufkommen immer neuer Zahlungsmitteln nicht geändert: Eine Mehrheit der Deutschen zahlt am liebsten mit Bargeld. Diese Tatsache kann auch die Deutsche Bundesbank in ihrer neuen Studie "Kosten der Bargeldzahlung im Einzelhandel" (via heise) bestätigen, die zusammen mit dem Handelsinstitut EHI erstellt wurde. Bei 20 Milliarden Transaktionen, die der Einzelhandel hierzulande jährlich verzeichnet - das entspricht insgesamt 220 Einkäufen pro Kopf sowie knapp 470 Einkäufen pro Haushalt und Jahr - greifen die Konsumenten demnach in rund drei von vier Fällen zu Scheinen und Münzen.

Wie die Bundesbank ermittelt, wirkt sich die Höhe des Zahlungsbetrags deutlich auf die Dauer des Vorgangs aus. "Im Allgemeinen steigt die Bezahldauer mit zunehmender Betragshöhe, das gilt insbesondere für Barzahlungen", so die Studienmacher. Bis zu einem Betrag von 100 Euro liegt Bargeld dabei vor fast allen anderen Zahlungsmitteln. Da der durchschnittliche Einkaufsbetrag in Deutschland bei 21 Euro liegt, kann sich für Bargeld oft ein Zeitvorteil ergeben: "Eine Kartenzahlung dauert im Schnitt rund 29 bzw. 39 Sekunden, je nachdem ob die Zahlung mit PIN oder Unterschrift erfolgt. Bargeldzahlungen kommen im Schnitt auf knapp 22 Sekunden", so das Ergebnis der Studie.

Allerdings: Da die Studie auf Daten fußt, die 2017 erhoben wurden, konnten die Macher laut eigener Aussage noch keine repräsentativen Zahlen von kontaktlosen Kartenzahlungen messen, und entsprechend nur eine Simulation anstellen. Und hier zeigt sich: Bei Zahlungen unter 25 Euro, die keine Eingabe der Pin erfordern, sinkt die durchschnittliche Bezahlzeit "auf zehn bis 15 Sekunden". Kartenzahlungen in dieser Form machen dem Bargeld in Sachen Effizienz also auf jeden Fall Konkurrenz und sollten die Ergebnisse laut Bundesbank in neuen Studien verändern.

Kosten sprechen für Bargeld

Doch die Studie liefert noch ein weiteres Argument für Bargeld-Befürworter: geringere Kosten für den Handel. Hier fasst die Bundesbank Faktoren wie Backoffice, Bargeldentsorgung und Versorgung, Terminals sowie Transaktionsgebühren zusammen. "Pro Transaktion kostet eine Zahlung mit Bargeld rund 24 Cent, eine Debitkartenzahlung etwa 34 Cent. Kreditkartenzahlungen liegen bei knapp einem Euro", so das Ergebnis. Geld, Steuern, Euro, Banknoten Geld, Steuern, Euro, Banknoten Pixabay
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