Kein Spielzeug: Verletzungen mit Elektro-Rollern nehmen drastisch zu
Im Frühjahr 2019 sollen auch in Deutschland E-Scooter im Straßenverkehr erlaubt sein. Doch in den USA zeigt eine neue Studie: Bei den Fahrern der bis zu 30 Stundenkilometer schnellen Roller häufen sich die schweren Unfälle. 40 Prozent der verunglückten Personen erlitten Kopfverletzungen. Nur 4 Prozent trugen Helm, so die Untersuchung.
Forscher der University of California in Los Angeles (UCLA) werteten die Daten von 249 Personen aus zwei Notfallstationen aus. Die Verunglückten im Zeitraum 1. September 2017 bis 31. August 2018 hatten dort nach E-Scooter-Unfällen medizinische Hilfe in Anspruch genommen, das berichtet das US-Technik-Magazin CNet.
Der Mediziner beschrieb die schweren Verletzungen: "Das sind nicht nur kleinere Einschnitte und Kratzer. Das sind echte Brüche." Von den Gesamtverletzungen waren 40 Prozent Kopfverletzungen, 32 Prozent Knochenbrüche und die restlichen 28 Prozent Schnittverletzungen, Verstauchungen und Blutergüsse.
Die Forscher der UCLA fanden heraus, dass die häufigsten Verletzungen durch Stürze (74 Prozent) verursacht wurden, während 10 Prozent der Unfälle auf Kollisionen mit Gegenständen zurückzuführen waren. Die große Mehrheit der Verletzten waren Rollerfahrer, etwa 8 Prozent der Verletzten waren Fußgänger, die entweder von einem Roller angefahren oder über einen gestolpert waren.
Doch auch hierzulande fehlt es an ausreichend Studien für die neuen Fahrzeug-Typen im Straßenverkehr. In den USA haben die beiden größten Roller-Unternehmen Bird und Lime die Verantwortung für Unfälle komplett an ihre Kunden abgegeben. Sie geben lediglich Tipps für sicheres Fahren, fordern aber keine Helmpflicht für den Gebrauch ihrer leisen Flitzer.
In Deutschland könnten ähnliche Szenarien folgen. Auch wenn die Höchstgeschwindigkeit hierzulande bei 20 Stundenkilometer liegen, es eine Kennzeichenpflicht geben soll und ausschließlich auf Radwegen gefahren werden darf, wird es vermutlich ebenfalls keine Helmpflicht geben.
E-Roller weisen für ihre Nutzer - neben dem Coolness-Faktor - eine ganze Menge an Vorteilen auf: Sie sind leicht und wendig, unkompliziert und ohne Führerschein zu fahren und produzieren keine Abgase. Bei Nichtgebrauch sind sie einfach zu transportieren, passen in einen Rucksack, eine Parkplatzsuche entfällt. Vor allem auf Kurzstrecken - von der Haustür bis zur Bushaltestelle oder die drei Kilometer zur Uni oder zum Büro in der City - sind E-Roller geeignet.
Nur 4 Prozent aller Verletzten trugen Helm
Die Statistiken ergaben, dass nur 4 Prozent der E-Roller-Nutzer, die eine Verletzung erlitten hatten, einen Helm trugen. Das Ergebnis sei bei der Geschwindigkeit besorgniserregend, so Dr. Tarak Trivedi, Notarzt an der UCLA und Hauptautor der Studie.Der Mediziner beschrieb die schweren Verletzungen: "Das sind nicht nur kleinere Einschnitte und Kratzer. Das sind echte Brüche." Von den Gesamtverletzungen waren 40 Prozent Kopfverletzungen, 32 Prozent Knochenbrüche und die restlichen 28 Prozent Schnittverletzungen, Verstauchungen und Blutergüsse.
Die Forscher der UCLA fanden heraus, dass die häufigsten Verletzungen durch Stürze (74 Prozent) verursacht wurden, während 10 Prozent der Unfälle auf Kollisionen mit Gegenständen zurückzuführen waren. Die große Mehrheit der Verletzten waren Rollerfahrer, etwa 8 Prozent der Verletzten waren Fußgänger, die entweder von einem Roller angefahren oder über einen gestolpert waren.
Bislang keine Helmpflicht
Die ersten E-Roller, entwickelt und betrieben von der Sharing-Firma Bird, gingen im September 2017 in Santa Monica an den Start. Inzwischen rollen die mobilen Alternativfahrzeuge in 100 weiteren Städten der USA und haben auch in Europa schon eine große Fan-Gemeinde. In Deutschland dürfen die Fahrzeuge bislang nur auf Privatgeländen genutzt werden, doch im Frühjahr 2019 wird sich das ändern.Doch auch hierzulande fehlt es an ausreichend Studien für die neuen Fahrzeug-Typen im Straßenverkehr. In den USA haben die beiden größten Roller-Unternehmen Bird und Lime die Verantwortung für Unfälle komplett an ihre Kunden abgegeben. Sie geben lediglich Tipps für sicheres Fahren, fordern aber keine Helmpflicht für den Gebrauch ihrer leisen Flitzer.
In Deutschland könnten ähnliche Szenarien folgen. Auch wenn die Höchstgeschwindigkeit hierzulande bei 20 Stundenkilometer liegen, es eine Kennzeichenpflicht geben soll und ausschließlich auf Radwegen gefahren werden darf, wird es vermutlich ebenfalls keine Helmpflicht geben.
E-Roller weisen für ihre Nutzer - neben dem Coolness-Faktor - eine ganze Menge an Vorteilen auf: Sie sind leicht und wendig, unkompliziert und ohne Führerschein zu fahren und produzieren keine Abgase. Bei Nichtgebrauch sind sie einfach zu transportieren, passen in einen Rucksack, eine Parkplatzsuche entfällt. Vor allem auf Kurzstrecken - von der Haustür bis zur Bushaltestelle oder die drei Kilometer zur Uni oder zum Büro in der City - sind E-Roller geeignet.
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