Darum ist die Tonne voll: Online-Versand verstopft die Müllentsorgung
Was im Alltag viele spüren, ist jetzt auch offiziell: Der Inhalt der Papiertonne hat sich in den letzten Jahren durch den Boom des Online-Handels verändert und sorgt nicht nur für verstopfte Behälter. Eine Untersuchung zeigt: Ein großes Problem ist der Unwille, Versandkartons zu zerkleinern. Die Papiertonne ist schneller voll, obwohl weniger drinnen ist.
Dabei kann der VKU auch klar einen Punkt festmachen, der für überfüllte Tonnen sorgt: "Oft landen die Pappkartons - so wie sie sind - in der Papiertonne, ohne zerrissen oder zusammengefaltet zu werden", teilt der Verband mit. "Die Folge: Die Papiertonne ist schneller voll, obwohl weniger drinnen ist - mehr Volumen, weniger Gewicht." Wie die Studie aufzeigt, waren im Untersuchungsgebiet Verpackungsanteile für 29 bis 34 Prozent des Gewichts verantwortlich, machten aber zwischen 64 und 71 Prozent des Volumens aus.
Verpackungshersteller zahlen an das Duale System Lizenzgebühren, die diese Kosten in einem Abrechnungssystem mit den lokalen Entsorgern decken sollen. Wie die VKU erläutert, gilt beim Altpapier, dass hier eine Kostenteilung vorgenommen werden soll - die dualen Systeme zahlten hier aber im Schnitt nur 15 bis 20 Prozent. "Viel zu wenig also in Anbetracht des enorm gestiegenen Verpackungsanteils", so VKU-Vizepräsident Patrick Hasenkamp. "Das wirkt sich auf die Müllgebühren aus, die die Bürger zahlen müssen. Sie zahlen derzeit doppelt für die Entsorgung von Verpackungen aus Papier und Pappe. Das kann nicht sein." Für die Entsorgung von Verpackungen inklusive Plastik zahlt jeder Bürger aktuell etwa 13 Euro im Jahr.
Die Lösung, die der VKU vorschlägt: "Die dualen Systeme müssen einen Weg finden, die Versandhändler in angemessener Höhe an den Kosten für die Altpapiersammlung zu beteiligen". Das Ergebnis des Gutachtens solle hier als Richtschnur für eine realistische Abrechnung dienen. In Kürze werde man mit entsprechenden Verhandlungen beginnen.
Die Papiertonne bewegt sich immer mehr auf die chronische Verstopfung zu
Die Zeiten, in denen Papiertonnen hauptsächlich mit alten Briefen und Zeitungen gefüttert wurden, sind lange vorbei. In den letzten Jahren hat der Online-Handel dafür gesorgt, dass die Sammelbehälter immer mehr mit Versandkartons befüllt werden. Der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) - auch Vertreter der städtischen Entsorger - hat jetzt laut heise genau untersuchen lassen, wie es um die Zusammensetzung des Papier-Abfalls bestellt ist. Das Ergebnis: Bis zu 71 Prozent des Inhaltsvolumens sind Verpackungen.
Dabei kann der VKU auch klar einen Punkt festmachen, der für überfüllte Tonnen sorgt: "Oft landen die Pappkartons - so wie sie sind - in der Papiertonne, ohne zerrissen oder zusammengefaltet zu werden", teilt der Verband mit. "Die Folge: Die Papiertonne ist schneller voll, obwohl weniger drinnen ist - mehr Volumen, weniger Gewicht." Wie die Studie aufzeigt, waren im Untersuchungsgebiet Verpackungsanteile für 29 bis 34 Prozent des Gewichts verantwortlich, machten aber zwischen 64 und 71 Prozent des Volumens aus.
Problem mit Dualen System
Der Anstieg von Verpackungen im Altpapier stellt kommunale Entsorger auch vor komplizierte logistische Herausforderungen, die sich auf die Finanzierung auswirken. Eigentlich sind diese nur für Zeitungen, Magazine und Papierabfall verantwortlich, Verpackungen fallen dagegen den dualen Systemen zu, die sich auch um Gelben Sack und Gelbe Tonne kümmern. Das offensichtliche Problem: Beide Müllarten landen in der gleichen Tonne.Verpackungshersteller zahlen an das Duale System Lizenzgebühren, die diese Kosten in einem Abrechnungssystem mit den lokalen Entsorgern decken sollen. Wie die VKU erläutert, gilt beim Altpapier, dass hier eine Kostenteilung vorgenommen werden soll - die dualen Systeme zahlten hier aber im Schnitt nur 15 bis 20 Prozent. "Viel zu wenig also in Anbetracht des enorm gestiegenen Verpackungsanteils", so VKU-Vizepräsident Patrick Hasenkamp. "Das wirkt sich auf die Müllgebühren aus, die die Bürger zahlen müssen. Sie zahlen derzeit doppelt für die Entsorgung von Verpackungen aus Papier und Pappe. Das kann nicht sein." Für die Entsorgung von Verpackungen inklusive Plastik zahlt jeder Bürger aktuell etwa 13 Euro im Jahr.
Die Lösung, die der VKU vorschlägt: "Die dualen Systeme müssen einen Weg finden, die Versandhändler in angemessener Höhe an den Kosten für die Altpapiersammlung zu beteiligen". Das Ergebnis des Gutachtens solle hier als Richtschnur für eine realistische Abrechnung dienen. In Kürze werde man mit entsprechenden Verhandlungen beginnen.
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