IBM kauft Red Hat für 34 Mrd. $:
Warum der Mega-Deal so wichtig ist
Die jüngsten Veränderungen in der Tech-Branche haben nun auch ihre Mega-Übernahme nach sich gezogen: IBM kauft den Linux-Distributor Red Hat. Satte 34 Milliarden Dollar will Big Blue in die Akquisition investieren. Der Hintergrund dessen ist natürlich das rasant wachsende Geschäft mit Cloud-Technologien.
Angesichts dessen, dass Red Hat im letzten Geschäftsjahr gerade einmal einen Umsatz von 2,92 Milliarden Dollar einfuhr, geht es bei der Akquisition zu diesem Preis nicht einfach darum, dass IBM sich eine neue stabile Säule unters Dach stellen will. Immerhin hat man es hier mit der drittgrößten Übernahme in der IT-Industrie der USA überhaupt zu tun. Und niemals zuvor hat IBM selbst so viel Kapital für einen Zukauf in die Hand genommen.
Und wie so oft in solchen Fällen, birgt die Akquisition Vorteile für beide Seiten. Red Hat kommt hier beispielsweise in eine Position, aus der heraus sehr viel mehr potenzielle Kunden erreicht werden können - denn die Dienste des Linux-Spezialisten werden fest in das Portfolio der IBM-Vertriebsleute integriert, die seit Jahrzehnten wohl den weltweit besten Zugang in die Managements der Unternehmen in aller Welt haben.
IBM will sich hingegen als wichtigster Anbieter von Technologien im Hybrid-Cloud-Sektor positionieren. Dieser stellt im Grunde die langweiligere, aber längerfristig lukrative Version des aktuellen Cloud-Booms dar und wird mit hoher Sicherheit in den meisten Unternehmen den Kern der zukünftigen Strategie für die Weiterentwicklung der eigenen IT-Infrastruktur darstellen.
Und IBM ist seit jeher der unangefochtene Experte, wenn es um letztere geht. Allerdings fehlte dem Konzern jetzt die Kontrolle über eine eigene Linux-Plattform, die bei den Nutzern bewährt und verankert ist. Red Hat hat genau diese zu bieten und ist bereits länger der etablierteste Anbieter von Linux-Lösungen im Enterprise-Sektor. Die Kombination von Hardware und Dienstleistungen IBMs mit der Software und den Services von Red Hat ist derzeit aus Sicht eines IT-Managers in einem großen Unternehmen kaum zu überbieten.
Insofern ist die Übernahme auch nicht als Kampfansage an die großen Cloud-Betreiber Amazon und Microsoft zu verstehen. IBM positioniert sich mit dem Deal eher direkt daneben und kann am Ende sogar dafür sorgen, dass die Geschäfte der beiden genannten zusätzlich beflügelt werden.
Siehe auch: Linux setzt sich jetzt auch auf Microsofts eigener Cloud-Plattform durch
Und wie so oft in solchen Fällen, birgt die Akquisition Vorteile für beide Seiten. Red Hat kommt hier beispielsweise in eine Position, aus der heraus sehr viel mehr potenzielle Kunden erreicht werden können - denn die Dienste des Linux-Spezialisten werden fest in das Portfolio der IBM-Vertriebsleute integriert, die seit Jahrzehnten wohl den weltweit besten Zugang in die Managements der Unternehmen in aller Welt haben.
IBM will sich hingegen als wichtigster Anbieter von Technologien im Hybrid-Cloud-Sektor positionieren. Dieser stellt im Grunde die langweiligere, aber längerfristig lukrative Version des aktuellen Cloud-Booms dar und wird mit hoher Sicherheit in den meisten Unternehmen den Kern der zukünftigen Strategie für die Weiterentwicklung der eigenen IT-Infrastruktur darstellen.
Keine Konkurrenz für Microsoft
Dass die verschiedenen Cloud-Optionen für Unternehmen extrem lukrativ sind, zeigte zuletzt vor allem auch die Entwicklung Microsofts in dem Bereich. Der Vorteil für die Unternehmen liegt hier darin, dass die Nutzung von Cloud-Ressourcen flexibler und günstiger möglich ist, als der Ausbau der eigenen Rechenzentren. Allerdings gibt es auch Anwendungen und Daten, die hochgradige Geschäftsgeheimnisse darstellen und die man um keinen Preis der Welt in irgendein externes Datenzentrum verschieben will. Hier kommt dann die so genannte Private Cloud - also das Hosting auf der eigenen Infrastruktur ins Spiel.Und IBM ist seit jeher der unangefochtene Experte, wenn es um letztere geht. Allerdings fehlte dem Konzern jetzt die Kontrolle über eine eigene Linux-Plattform, die bei den Nutzern bewährt und verankert ist. Red Hat hat genau diese zu bieten und ist bereits länger der etablierteste Anbieter von Linux-Lösungen im Enterprise-Sektor. Die Kombination von Hardware und Dienstleistungen IBMs mit der Software und den Services von Red Hat ist derzeit aus Sicht eines IT-Managers in einem großen Unternehmen kaum zu überbieten.
Insofern ist die Übernahme auch nicht als Kampfansage an die großen Cloud-Betreiber Amazon und Microsoft zu verstehen. IBM positioniert sich mit dem Deal eher direkt daneben und kann am Ende sogar dafür sorgen, dass die Geschäfte der beiden genannten zusätzlich beflügelt werden.
Siehe auch: Linux setzt sich jetzt auch auf Microsofts eigener Cloud-Plattform durch
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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