IBM-Chefin hofft bei Eindämmung von Facebook & Google auf die EU
Apple-Chef Tim Cook steht in der US-Tech-Branche mit seiner Haltung zum neuen europäischen Datenschutzrecht nicht allein da. Auch IBM-Chefin Ginni Rometty hat die Stoßrichtung der Datenschutz-Grundverordnung bei einem Besuch in Brüssel begrüßt und eine schärfere Regulierung der üblichen Verdächtigen gefordert.
Rometty nannte zwar keine konkreten Namen, dürfte allerdings mit ziemlicher Sicherheit unter anderem Facebook und Google gemeint haben, als sie von "einer Handvoll verbraucherorientierter Plattform-Unternehmen, die unverantwortlich mit persönlichen Daten umgehen" sprach. Für IBM wäre es demnach von Interesse, wenn diese einer stärkeren Kontrolle unterliegen würden, weil ihr Verhalten das Vertrauensverhältnis der Nutzer zur gesamten Tech-Branche unterhöhlt.
Rometty ist sich aber auch bewusst, dass der Umgang mit den fraglichen Firmen keine triviale Sache ist und einfache Lösungen schlicht nicht existieren. "Um das Problem wirklich anzugehen, benötigt man eher ein regulatorisches Skalpell als einen Vorschlaghammer", sagte sie laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Denn ansonsten käme es zu Kollateralschäden bei jenen Teilen der Digitalwirtschaft, die mehr Verantwortung an den Tag legen.
Für die IBM-Chefin kann das durchaus auch so weit gehen, dass den Plattform-Betreibern dann doch eine Haftung dafür zugeschrieben wird, was auf ihren Diensten erscheint. Bisher sind selbst illegale Inhalte erst dann ein Problem, wenn der Anbieter der Plattform über sie informiert worden ist und noch immer nicht aktiv wird.
Siehe auch: Tim Cook outet sich als Fan der DSGVO und will noch strengere Regeln
Rometty ist sich aber auch bewusst, dass der Umgang mit den fraglichen Firmen keine triviale Sache ist und einfache Lösungen schlicht nicht existieren. "Um das Problem wirklich anzugehen, benötigt man eher ein regulatorisches Skalpell als einen Vorschlaghammer", sagte sie laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Denn ansonsten käme es zu Kollateralschäden bei jenen Teilen der Digitalwirtschaft, die mehr Verantwortung an den Tag legen.
Enorm viel Meinungsmacht
Es geht, so führte Rometty weiter aus, aber nicht nur um die Nutzerdaten, sondern um die gesamte gesellschaftliche Rolle der fraglichen Konzerne. "Die dominanten Online-Plattformen haben mehr Macht, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, als es Zeitungen oder das Fernsehen je hatten." Und bisher gebe es kaum eine Regulierung oder irgendeine Sanktion, mit der ein größeres Verantwortungsbewusstsein durchgesetzt werden könnte.Für die IBM-Chefin kann das durchaus auch so weit gehen, dass den Plattform-Betreibern dann doch eine Haftung dafür zugeschrieben wird, was auf ihren Diensten erscheint. Bisher sind selbst illegale Inhalte erst dann ein Problem, wenn der Anbieter der Plattform über sie informiert worden ist und noch immer nicht aktiv wird.
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