Glasfaser-Ausbau: Gutscheine sollen Hauseigentümer weichklopfen

Glasfaser, Licht, Fiber Bildquelle: Alex Blackie
Um den Breitband-Ausbau voranzubringen, sollte man vielleicht nicht nur Provider, sondern durchaus auch Hausbesitzer in die Fördermaßnahmen einbeziehen. Das haben verschiedene Verbände in einer gemeinsamen Erklärung gefordert. Denn diese sind oft genug eine entscheidende Bremse bei der Verlegung von Glasfasern. Der mangelhafte Ausbau einer Glasfaser-Infrastruktur wird nicht nur von der Telekom ausgebremst. Ein weiteres Problem sind oft genug die Hausbesitzer, die mindestens die Genehmigung dafür geben müssen, dass Kabel gezogen und eventuell Wände durchbohrt oder gar aufgestemmt werden müssen. Das lässt sich über den Anreiz eines besseren Netzzugangs dann lösen, wenn der Besitzer auch selbst in der Immobilie wohnt - wenn nicht, muss es anders gehen.

Der Kommunalverband VKU, der Bundesverband Breitbandkommunikation und der Bundesverband Glasfaseranschluss haben daher laut einem Bericht von Teltarif angeregt, dass Hauseigentümer auch mit Prämien zu einer Zustimmung gebracht werden könnten. Vor allem in Städten, in denen der Ausbau kleinerer Bereiche am mangelnden Willen einiger Eigentümer scheitert, könnte ein Gutschein-System wahre Wunder wirken, ist man sich sicher.

Kleiner Anreiz genügt

Und dabei geht es nicht einmal um riesige Summen. Ein Betrag von bis zu 1500 Euro pro Hausanschluss könnte aus den bestehenden Fördertöpfen problemlos bestritten werden und würde bereits genügen, um so manchen zweifelnden Hausbesitzer auf Linie zu bringen. Denn zusätzlich zu allen anderen Argumenten, die für eine Verlegung von Glasfasern sprechen, wäre meist nur noch ein kleiner Anreiz erforderlich.

In aller Regel stehen Eigentümer entsprechenden Projekten aber durchaus positiv gegenüber, wenn sie hinreichend aufgeklärt werden. Das entscheidende Argument dürfte hier die Zukunftsfähigkeit sein. Denn seit Jahrzehnten ließe sich sicherlich keine Wohnung mehr vermieten, die nicht an das Strom- oder Abwassernetz angebunden ist - und ähnlich dürfte es sich in einigen Jahren mit einem Glasfaser-Anschluss verhalten.

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