Die Nigeria Connection ist erfolgreicher und effizienter als je zuvor
Der normale Nutzer bekommt von der berüchtigten Nigeria Connection mit ihren betrügerischen E-Mail-Kampagnen kaum noch etwas mit. Doch sind die afrikanischen Kriminellen keineswegs aufgrund von Misserfolgen ruhiger geworden - im Gegenteil: Sie erbeuten Beträge in zuvor nie erreichter Höhe.
Die Täter sind dabei über die Jahre immer hartnäckiger geworden und haben ihre Methoden weiter verfeinert. So sind sie heute im Grunde extrem effizient, berichtet das US-Magazin Wired, das sich auf diverse Experten beruft, die die Szene seit vielen Jahren im Auge behalten. Im Gegensatz zu anderen kriminellen Strukturen ist es hier aber keineswegs so, dass großartige Programmierkenntnisse hinzugekommen wären. Man setzt vielmehr weiter auf das sehr bewährte Social Engineering und führt vor allem Mitarbeiter in Firmen hinters Licht.
Während die Nigeria-Scammer es früher mit ihren Betrügereien immer wieder schafften, einzelnen Nutzern einige hundert bis tausend Dollar aus der Tasche zu ziehen, liegen die Beträge inzwischen weitaus höher. Seitens der US-Bundespolizei FBI schätzt man, dass rund 40.000 Fälle weltweit einen Gesamterlös von etwa 5,3 Milliarden Dollar einbrachten - was einem Durchschnitt von über 130.000 Dollar entspricht, was natürlich mit Privatpersonen kaum zu machen wäre.
Die Nigeria Connection hat sich also inzwischen auf den so genannten Chef-Betrug spezialisiert. Dabei geben sich die Täter gegenüber Mitarbeitern in der Buchhaltung als Vorgesetzte aus und bringen diese dazu, hohe Überweisungen in Auftrag zu geben. Das funktioniert oft nur mit viel Vorbereitung: Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die Betrüger mit klassischen Kombinationen aus Phishing und Malware erst einmal Zugang zu einem PC des angepeilten Mitarbeiters verschaffen und sich dann Monate Zeit lassen, um dessen Kommunikation und Arbeitsweise zu studieren.
So bleibt die Beute der Nigeria Connection bis heute ein nennenswerter Teil des Bruttoinlandsproduktes des afrikanischen Landes. Beobachter beschreiben, dass die Szene dort durchaus wie die Mafia organisiert ist - und die führenden Köpfe ein ziemlich luxuriöses Leben führen. Die Täter, die aufgrund ihrer früheren Opfer-Vorliebe auch Yahoo Boys genannt werden, sind in ihrer Heimat dabei sogar so angesehen, dass sie in Liedern besungen werden.
Während die Nigeria-Scammer es früher mit ihren Betrügereien immer wieder schafften, einzelnen Nutzern einige hundert bis tausend Dollar aus der Tasche zu ziehen, liegen die Beträge inzwischen weitaus höher. Seitens der US-Bundespolizei FBI schätzt man, dass rund 40.000 Fälle weltweit einen Gesamterlös von etwa 5,3 Milliarden Dollar einbrachten - was einem Durchschnitt von über 130.000 Dollar entspricht, was natürlich mit Privatpersonen kaum zu machen wäre.
Die Nigeria Connection hat sich also inzwischen auf den so genannten Chef-Betrug spezialisiert. Dabei geben sich die Täter gegenüber Mitarbeitern in der Buchhaltung als Vorgesetzte aus und bringen diese dazu, hohe Überweisungen in Auftrag zu geben. Das funktioniert oft nur mit viel Vorbereitung: Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die Betrüger mit klassischen Kombinationen aus Phishing und Malware erst einmal Zugang zu einem PC des angepeilten Mitarbeiters verschaffen und sich dann Monate Zeit lassen, um dessen Kommunikation und Arbeitsweise zu studieren.
Mafia mit Heldenstatus?
Es gab auch schon Fälle, in denen mehrere Beschäftigte einer Firma ins Visier genommen wurden - von einem bekam man irgendwann ein Blanko-Dokument mit dem offiziellen Briefkopf des Managements, mit dem dann beim Buchhalter Eindruck gemacht wurde. Es wurden sogar schon Transaktionen per Videochat bestätigt - wobei man auf irgendwo gefundene Mitschnitte des Vorgesetzten zurückgriff und stockende Verbindungen schlechter Qualität vortäuschte.So bleibt die Beute der Nigeria Connection bis heute ein nennenswerter Teil des Bruttoinlandsproduktes des afrikanischen Landes. Beobachter beschreiben, dass die Szene dort durchaus wie die Mafia organisiert ist - und die führenden Köpfe ein ziemlich luxuriöses Leben führen. Die Täter, die aufgrund ihrer früheren Opfer-Vorliebe auch Yahoo Boys genannt werden, sind in ihrer Heimat dabei sogar so angesehen, dass sie in Liedern besungen werden.
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Christian Kahle
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