"Nigerianischer Prinz" ist zurück - und dank KI schwieriger erkennbar
Der so genannte Vorschussbetrug, dessen sicherlich berühmtester Vertreter die Masche mit dem "nigerianischen" Prinzen ist, gehört zum kriminellen Inventar des Internets. Zuletzt tauchte das zwar seltener auf, nun feiert der Trick ein Comeback - auch mit KI-Hilfe.
Die auch als "Nigeria Connection" bekannte Masche gibt es in einer großen Anzahl an Variationen, die Betrüger arbeiten dabei mitunter mit Social Engineering, passen die Lock-E-Mails also zielgerichtet an die möglichen Opfer an, und zwar indem sie Informationen aus sozialen Medien verwenden. Allerdings bedeutet das einen erheblichen Aufwand, zumal es immer schwieriger wird, selbst weniger erfahrene Nutzer in diese Falle zu locken.
Das bedeutet aber nicht, dass der "nigerianische Prinz" heute tot ist, im Gegenteil: Wie das Sicherheitsunternehmen Abnormal Security schreibt (via BetaNews), feiert derartiger Betrug derzeit ein kleines Comeback. Abnormal konnte eigenen Angaben nach kürzlich mehr als tausend Angriffe auf Unternehmen aufdecken, die mindestens 70 einzigartige E-Mail-Adressen verwendeten. Die Sicherheitsforscher schreiben, dass es diese Betrugsversuche aus einem Grund nach wie vor gibt: Weil sie immer noch funktionieren.
Die Betrüger nutzen die Möglichkeiten einer textgenerierenden KI, um die Mailtexte leicht und effektiv anzupassen. Entsprechend sind es mittlerweile nicht nur die nigerianische Prinzen und ihre angeblichen Vertreter, die solche Mails verschicken, sondern angebliche Vertreter der Vereinten Nationen, Personen aus der Ukraine, der Elfenbeinküste, der Schweiz und sogar aus den Vereinigten Staaten.
Zudem richten sich solche Betrugsversuche mittlerweile immer häufiger an Unternehmen, Privatpersonen sind hingegen immer seltener das Ziel. Man sollte also weiterhin vorsichtig sein und solche Mails auch nur beim geringsten Verdacht ignorieren bzw. blocken.
Siehe auch:
"Nigeria Connection" ist über 20 Jahre alt
Die Scams, also Betrugsversuche, bei denen Internet-Nutzer eine Mail von einem angeblichen "nigerianischen Prinz" bekommen, gehen auf die 1990er-Jahre zurück. Bei diesem Vorschussbetrug werden den potenziellen Opfern hohe Beträge versprochen, wenn diese zu einer finanziellen Vorleistung in deutlich geringerer Höhe bereit sind. Geld sehen die Betrogenen natürlich nie.Die auch als "Nigeria Connection" bekannte Masche gibt es in einer großen Anzahl an Variationen, die Betrüger arbeiten dabei mitunter mit Social Engineering, passen die Lock-E-Mails also zielgerichtet an die möglichen Opfer an, und zwar indem sie Informationen aus sozialen Medien verwenden. Allerdings bedeutet das einen erheblichen Aufwand, zumal es immer schwieriger wird, selbst weniger erfahrene Nutzer in diese Falle zu locken.
Das bedeutet aber nicht, dass der "nigerianische Prinz" heute tot ist, im Gegenteil: Wie das Sicherheitsunternehmen Abnormal Security schreibt (via BetaNews), feiert derartiger Betrug derzeit ein kleines Comeback. Abnormal konnte eigenen Angaben nach kürzlich mehr als tausend Angriffe auf Unternehmen aufdecken, die mindestens 70 einzigartige E-Mail-Adressen verwendeten. Die Sicherheitsforscher schreiben, dass es diese Betrugsversuche aus einem Grund nach wie vor gibt: Weil sie immer noch funktionieren.
KI hilft heute
Grund dafür ist, dass die betrügerischen E-Mails immer besser werden und nicht mehr so einfach erkennbar sind. So waren derartige Nachrichten (die zuletzt den Betreff "GREETINGS" haben) früher beispielsweise voller Rechtschreibfehler, heute sind sie von einer echten Mail kaum zu unterscheiden. Das liegt daran, dass die dafür Verantwortlichen mit KIs wie ChatGPT arbeiten, die solche Texte generieren.Die Betrüger nutzen die Möglichkeiten einer textgenerierenden KI, um die Mailtexte leicht und effektiv anzupassen. Entsprechend sind es mittlerweile nicht nur die nigerianische Prinzen und ihre angeblichen Vertreter, die solche Mails verschicken, sondern angebliche Vertreter der Vereinten Nationen, Personen aus der Ukraine, der Elfenbeinküste, der Schweiz und sogar aus den Vereinigten Staaten.
Zudem richten sich solche Betrugsversuche mittlerweile immer häufiger an Unternehmen, Privatpersonen sind hingegen immer seltener das Ziel. Man sollte also weiterhin vorsichtig sein und solche Mails auch nur beim geringsten Verdacht ignorieren bzw. blocken.
Siehe auch:
- Nigeria Connection: Viele Opfer bekommen aktuell ihr Geld zurück
- Die Nigeria Connection ist erfolgreicher und effizienter als je zuvor
- Noch ein "nigerianischer Prinz" verhaftet, Schlag gegen Online-Betrug
- Tausende Betrugsfälle: Keine Gruppe, sondern sehr fleißiger Nigerianer
- Nigeria Connection hat sich entwickelt und macht Milliarden-Beute
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