Noch ein "nigerianischer Prinz" verhaftet, Schlag gegen Online-Betrug

Das ist jetzt sicher nicht überraschend: Der Polizei in New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana ist ein großer Schlag gegen die Online-Betrugsmasche der so genannten Nigeria Connection gelungen - der Verdächtige ist aber weder ein Prinz, noch kommt er aus Nigeria.
Infografik: Die Nigeria Connection heuteDie Nigeria Connection heute

Betrug und Geldwäsche

Die Polizei aus New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana hat über Facebook den Erfolg gegen die Nigeria Connection bekannt gegeben. Man verhaftete vor kurzem einen 67-jährigen Mann in der Nähe von New Orleans, der mit der Betrugsmasche eines "nigerianischen Prinzen" Menschen um Tausende von US-Dollar betrogen haben soll. Gegen den Mann wurde in 269 Fällen Anklage wegen Betrugs und Geldwäsche erhoben. Die Ermittlungen laufen noch, wie die New York Post jetzt von dem Fall berichtet.

Im Grunde läuft die Masche seit Jahren immer gleich ab. Es geht um eine Phishing-Versuch, bei dem per Email unter dem Vorwand Kontakt aufgenommen wird, dass ein Erbe gesucht wird.

Testaments-Eröffnung

Die Emails kommen dann zum Beispiel von einem angeblichen nigerianischen Beamten, der behauptet, der Angeschriebene sei in einem Testament als Begünstigter genannt worden und werde mindestens 1 Million US-Dollar erben. Das Opfer wird dann gebeten, persönliche Informationen zu senden - die werden dann genutzt, um Geld von dem Opfer zu stehlen, seine Daten zu verkaufen oder in seinem Namen Bestellungen aufzugeben.

Leichtgläubige Opfer

Das eigentlich erstaunliche dabei ist, ganz egal wie der Betrug nun genau aufgezogen wird, dass er noch immer auf leichtgläubige Opfer trifft und also tatsächlich funktioniert. Der jetzt verhaftete "nigerianische Prinz" soll als Mittelsmann bei solchen Betrügereien im großen Stil mitgemacht haben und Geld an seine Mitverschwörer in Nigeria überwiesen haben.

Siehe auch: Tausende Betrugsfälle: Keine Gruppe, sondern sehr fleißiger Nigerianer
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