Verhütungs-App nach 37 ungewollten Schwangerschaften gemeldet
"Du, Schatz, wir müssen reden." Diesen Satz dürften Nutzer einer App namens Natural Cycles des Öfteren zu hören bekommen, jedenfalls legen das die Erfahrungen eines schwedischen Krankenhauses nahe. Denn dieses hat sich bei Behörden über die App, die mittels der so genannten Temperaturmethode verhüten will, beschwert.
Die Temperaturmethode ist eine Art der natürlichen Empfängnisverhütung, bei der anhand der Schwankungen der Körpertemperatur der Frau der Eisprung errechnet wird. Daraus lassen sich Rückschlüsse fällen, wann Geschlechtsverkehr "sicher" ist und wann nicht. Diese Methode gilt zwar als relativ zuverlässig, eine Garantie gegen eine ungewollte Schwangerschaft ist sie aber keinesfalls.
Eine Garantie haben die Macher der Natural Cycles-App zwar sicherlich auch nicht abgegeben, dennoch haben sich wohl Nutzer zu sehr auf die Anwendung verlassen. Natural Cycles ist mehr als nur eine App, denn für die Nutzung ist auch ein Thermometer erforderlich. Dieses wird mit einer Smartphone-App gekoppelt und bei täglicher Messung bekommen die Nutzerinnen dann eingeblendet, ob sie fruchtbar sind oder nicht.
Denn zwischen September 2017 und Ende des Vorjahres habe man 37 ungewollte Schwangerschaften gezählt, bei denen die Frauen als "Ursache" die Natural Cycles-App angegeben haben. Die schwedische Medical Product Agency will sich die Funktionsweise der Anwendung in einer Studie nun näher ansehen.
Natural Cycles teilte mit, dass es keine Verhütungsmethode gebe, die hundertprozentig sicher ist und sich ein gewisser Anteil an Schwangerschaften auch nie verhindern lasse. Man will aber dennoch mit den Behörden zusammenarbeiten, um nähere Erkenntnisse zu erhalten.
Eine Garantie haben die Macher der Natural Cycles-App zwar sicherlich auch nicht abgegeben, dennoch haben sich wohl Nutzer zu sehr auf die Anwendung verlassen. Natural Cycles ist mehr als nur eine App, denn für die Nutzung ist auch ein Thermometer erforderlich. Dieses wird mit einer Smartphone-App gekoppelt und bei täglicher Messung bekommen die Nutzerinnen dann eingeblendet, ob sie fruchtbar sind oder nicht.
Beschwerde
Diese Voraussage kann in beide Richtungen verwendet werden, also zur Verhütung wie auch zur Erfüllung eines Kinderwunsches. In Bezug auf das erste Szenario hat das aber wohl nicht ganz so gut geklappt. Denn laut des schwedischen Mediums SVT (via 9to5Mac) hat sich das Stockholmer Krankenhaus Södersjukhuset bei der zuständigen schwedischen Behörde über die App beschwert.Denn zwischen September 2017 und Ende des Vorjahres habe man 37 ungewollte Schwangerschaften gezählt, bei denen die Frauen als "Ursache" die Natural Cycles-App angegeben haben. Die schwedische Medical Product Agency will sich die Funktionsweise der Anwendung in einer Studie nun näher ansehen.
Natural Cycles teilte mit, dass es keine Verhütungsmethode gebe, die hundertprozentig sicher ist und sich ein gewisser Anteil an Schwangerschaften auch nie verhindern lasse. Man will aber dennoch mit den Behörden zusammenarbeiten, um nähere Erkenntnisse zu erhalten.
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