Innenministerium regt Videoüberwachung von DHL-Packstation an
Das Bundesministerium des Inneren, kurz BMI, regt nach den jüngsten Erpressungsversuchen gegen DHL an, an öffentlichen Plätzen mit Packstationen nun rasch flächendeckende Videoüberwachungen zu installieren. Hintergrund ist die Vermutung, dass der DHL-Erpresser Packstationen für die Abgabe seiner Bomben-Pakete nutzt.
Da das Paket, das Anfang Dezember zur Räumung des Potsdamer Weihnachtsmarktes geführt hatte, über eine Packstation versendet wurde, werden nun wieder Stimmen laut, die eine "bessere" Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen fordern. Wie nun die WirtschaftsWoche in einer kurzen Online-Meldung mitteilt, liegt ihnen eine entsprechende Stellungnahme des BMI vor. Darin heißt es, dass der Einsatz von Videoüberwachung an öffentlich zugänglichen Packstationen aus Sicht des BMI präventiv wie repressiv einen wertvollen Beitrag dazu leisten könne, die Sicherheit der Bevölkerung zu erhöhen.
Der Einsatz von Kameras könnte außerdem dabei helfen, "die Ermittlungstätigkeit der Polizei effektiv zu verbessern", zitiert die WirtschaftsWoche weiter.
Wie wenig eine solche Überwachung aber von Erfolgen gekrönt sein kann, zeigte erst im Sommer wieder das Experiment zur Gesichtserkennung und Vollüberwachung am Berliner Bahnhof Südkreuz. Die Software zur Auswertung wird noch von zu vielen Faktoren gestört, sodass selbst eine klare Identifizierung der freiwilligen Tester des Systems nicht ausreichend glückte. Die Proteste gegenüber der Vollüberwachung laufen noch immer. Kriminelle dürften sich davon auch nicht abschrecken lassen.
Siehe auch: Stille Örtchen: Peking bekämpft Klopapierdiebe mit Gesichtserkennung
Der Einsatz von Kameras könnte außerdem dabei helfen, "die Ermittlungstätigkeit der Polizei effektiv zu verbessern", zitiert die WirtschaftsWoche weiter.
Entsprechendes Gesetz durchgewunken
Die Weichen für eine verstärkte Videoüberwachung sind dabei im Grunde schon gestellt. Im Frühjahr wurde der Entwurf für ein entsprechendes Gesetz durchgewunken. Eine Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes lässt jetzt zu, dass Kameras an "öffentlich zugänglichen großflächigen Anlagen" angebracht werden - das dürfte im Grunde dann auch auf zahlreiche Packstationen anwendbar sein.Wie wenig eine solche Überwachung aber von Erfolgen gekrönt sein kann, zeigte erst im Sommer wieder das Experiment zur Gesichtserkennung und Vollüberwachung am Berliner Bahnhof Südkreuz. Die Software zur Auswertung wird noch von zu vielen Faktoren gestört, sodass selbst eine klare Identifizierung der freiwilligen Tester des Systems nicht ausreichend glückte. Die Proteste gegenüber der Vollüberwachung laufen noch immer. Kriminelle dürften sich davon auch nicht abschrecken lassen.
Siehe auch: Stille Örtchen: Peking bekämpft Klopapierdiebe mit Gesichtserkennung
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