Huawei installiert App ohne Einverständnis der Nutzer, die sind sauer
Der chinesische Hersteller Huawei ist sicherlich der Aufsteiger der letzten Jahre schlechthin, das Unternehmen schaffte es, vieles, wenn nicht sogar alles richtig zu machen. Skandale oder sonstige Fehler konnte man vermeiden, nun aber war es doch soweit. Denn Huawei hat auf diversen seiner Smartphones eine App installiert, ohne die Nutzer zu fragen.
Hersteller von Smartphones und Anbieter von Apps sind natürlich für die einwandfreie Funktionalität von Hard- und Software verantwortlich. Dazu gehört es auch, Firmware-und App-Updates auszuspielen. Da spielt es auch für kaum jemanden eine Rolle, dass hier ein gewisser Zugriff auf das Gerät des Anwenders passiert.
Und das ist jetzt Huawei passiert. Denn laut einem Bericht der niederländischen Seite Android Planet (via The Next Web) haben zahlreiche Nutzer von Huawei- sowie Honor-Smartphones eine neue App namens Quik auf dem Gerät gefunden und waren verwundert bis verärgert. Dabei handelt es sich um eine Anwendung des Kameraherstellers GoPro, mit der man einfach und schnell Videos editieren kann.
Bloatware
Wenn allerdings aus der Ferne und ungefragt eine App installiert wird, die man nicht ansatzweise als systemrelevant bezeichnen kann, dann fühlen sich die meisten in ihrer Privatsphäre verletzt und das sicherlich auch zurecht. Denn kaum etwas ist so verpönt wie so genannte Bloatware.Und das ist jetzt Huawei passiert. Denn laut einem Bericht der niederländischen Seite Android Planet (via The Next Web) haben zahlreiche Nutzer von Huawei- sowie Honor-Smartphones eine neue App namens Quik auf dem Gerät gefunden und waren verwundert bis verärgert. Dabei handelt es sich um eine Anwendung des Kameraherstellers GoPro, mit der man einfach und schnell Videos editieren kann.
"Interner Fehler"
Eine Erklärung bzw. Benachrichtigung, warum es zu dieser Installation gekommen ist, gab es nicht. Die App lässt sich trotz eines Verweises auf vermeintliche Systemrelevanz aber komplett vom Gerät löschen. Huawei hat mittlerweile nämlich mitgeteilt, dass es sich bei der automatischen Verteilung und Installation der App um einen "internen Fehler" gehandelt habe. Der chinesische Hersteller hat sich in einem Statement auch entschuldigt und mitgeteilt, dass man an einer Lösung arbeitet, Quik wieder von betroffenen Geräten zu entfernen.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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