US-Militär löscht Webseiten zu den Navajo Code Talkers wegen Trump
Das US-Verteidigungsministerium hat Webseiten über die Native American Code Talkers des Zweiten Weltkriegs entfernt. Grund ist Trumps Anweisung zur Entfernung von DEI-Inhalten. Die Löschung dieses Geschichtskapitels ist an Idiotie kaum zu überbieten.
Die Navajo Code Talkers waren maßgeblich an allen größeren Operationen des Marine Corps im Pazifikkrieg beteiligt. Bei der Schlacht um Iwojima übermittelten sechs Code Talkers mehr als 800 Nachrichten - fehlerfrei und für den Feind unknackbar. Grund dafür war, dass die Navajo-Sprache, die weder schriftlich festgehalten noch außerhalb der Stammesgebiete verwendet wurde, sich für die japanischen Streitkräfte als unknackbares Verschlüsselungssystem erwies.
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Wie Axios berichtet, rechtfertigt Pentagon-Sprecher John Ullyot die Löschungen mit der neuen Politik des Verteidigungsministeriums: "DEI gibt es Verteidigungsministerium nicht mehr. Wir sind erfreut über die schnelle Umsetzung der Richtlinie zur Entfernung von DEI-Inhalten auf allen Plattformen." Er fügte hinzu, dass in Fällen, in denen Inhalte außerhalb des klar definierten Rahmens der Richtlinie entfernt wurden, entsprechende Anweisungen erfolgen würden.
Die Situation enthält eine besondere Ironie: Dieselbe US-Regierung, die jahrzehntelang versuchte, indigene Sprachen zu unterdrücken, profitierte im Krieg von genau diesen Sprachen. Viele Code Talkers hatten in ihrer Jugend Strafen erlitten, weil sie ihre Muttersprache in staatlichen Internaten gesprochen hatten. Dennoch dienten Native Americans überproportional häufig in der US-Armee - mit einer Rekrutierungsrate, die fünfmal höher lag als im nationalen Durchschnitt.
Die Entfernung der Code-Talker-Geschichten ist Teil einer größeren Kampagne. Auch andere historische Beiträge über wichtige Minderheiten in der US-Militärgeschichte sind betroffen, darunter Artikel über afroamerikanische Einheiten, Krankenschwestern aus dem Bürgerkrieg und die Women Air Force Service Pilots des Zweiten Weltkriegs.
Kritiker werfen der Trump-Regierung blanken Rassismus vor. Zusätzliche Ironie ist natürlich, dass der Kampf gegen Einwanderung aus Sicht der Native Americans einen besonderen Beigeschmack hat - und verloren gegangen ist.
Was denkt ihr über den Umgang mit diesem Teil der US-Militärgeschichte? Teilt eure Meinung zur Löschung dieser historischen Dokumente in den Kommentaren mit uns.
Siehe auch:
Historische Dokumente nicht mehr verfügbar
Mindestens zehn Artikel über die legendären Native American Code Talkers sind auf den Webseiten der US-Armee und des Verteidigungsministeriums seit Kurzem nicht mehr abrufbar. Die URLs wurden mit dem Zusatz "DEI", also der Abkürzung für "Diversity, Equity, Inclusion" (Vielfalt, Gleichberechtigung, Inklusion) gekennzeichnet und führen zu Fehlermeldungen. Die Löschung betrifft zentrale historische Dokumente über den Einsatz indigener Sprachen für die militärische Kommunikation im Zweiten Weltkrieg.Die Navajo Code Talkers waren maßgeblich an allen größeren Operationen des Marine Corps im Pazifikkrieg beteiligt. Bei der Schlacht um Iwojima übermittelten sechs Code Talkers mehr als 800 Nachrichten - fehlerfrei und für den Feind unknackbar. Grund dafür war, dass die Navajo-Sprache, die weder schriftlich festgehalten noch außerhalb der Stammesgebiete verwendet wurde, sich für die japanischen Streitkräfte als unknackbares Verschlüsselungssystem erwies.
Auf YouTube ansehenWie Axios berichtet, rechtfertigt Pentagon-Sprecher John Ullyot die Löschungen mit der neuen Politik des Verteidigungsministeriums: "DEI gibt es Verteidigungsministerium nicht mehr. Wir sind erfreut über die schnelle Umsetzung der Richtlinie zur Entfernung von DEI-Inhalten auf allen Plattformen." Er fügte hinzu, dass in Fällen, in denen Inhalte außerhalb des klar definierten Rahmens der Richtlinie entfernt wurden, entsprechende Anweisungen erfolgen würden.
Die Situation enthält eine besondere Ironie: Dieselbe US-Regierung, die jahrzehntelang versuchte, indigene Sprachen zu unterdrücken, profitierte im Krieg von genau diesen Sprachen. Viele Code Talkers hatten in ihrer Jugend Strafen erlitten, weil sie ihre Muttersprache in staatlichen Internaten gesprochen hatten. Dennoch dienten Native Americans überproportional häufig in der US-Armee - mit einer Rekrutierungsrate, die fünfmal höher lag als im nationalen Durchschnitt.
Die Entfernung der Code-Talker-Geschichten ist Teil einer größeren Kampagne. Auch andere historische Beiträge über wichtige Minderheiten in der US-Militärgeschichte sind betroffen, darunter Artikel über afroamerikanische Einheiten, Krankenschwestern aus dem Bürgerkrieg und die Women Air Force Service Pilots des Zweiten Weltkriegs.
Kritiker werfen der Trump-Regierung blanken Rassismus vor. Zusätzliche Ironie ist natürlich, dass der Kampf gegen Einwanderung aus Sicht der Native Americans einen besonderen Beigeschmack hat - und verloren gegangen ist.
Was denkt ihr über den Umgang mit diesem Teil der US-Militärgeschichte? Teilt eure Meinung zur Löschung dieser historischen Dokumente in den Kommentaren mit uns.
Zusammenfassung
- US-Militär entfernt Webseiten über Native American Code Talkers
- Die Löschung betrifft zentrale historische Dokumente des Zweiten Weltkriegs
- Code Talkers nutzten indigene Sprachen für unknackbare Kommunikation
- Pentagon rechtfertigt Löschungen mit neuer Anti-DEI-Politik
- Auch andere Beiträge über Minderheiten in der Militärgeschichte betroffen
- Kritiker werfen Trump-Regierung Rassismus vor
- Ironie: USA profitierten im Krieg von zuvor unterdrückten Sprachen
Siehe auch:
- Brain-Drain in den USA: Immer mehr Wissenschaftler flüchten vor Trump
- KI-Konzerne fordern von Trump: Alle Daten für uns!
- Trump will Angriffe auf Tesla als "Inlands-Terrorismus" einstufen
- Tesla-Parade vor dem Weißen Haus: Trump wird zum Auto(ver)käufer
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