Bund plant Online-Bürgerportal für 500 Millionen Euro

Das Bundesinnenministerium will die gesamte bundesdeutsche Ver­wal­tung auf einem neuen Online-Bürgerportal vereinheitlichen. Wie die Wirt­schafts­wo­che unter Berufung auf das Ministerium berichtet, soll das Bür­ger­por­tal eine halbe Milliarde ... mehr... Behörde, Formular, E-Government Bildquelle: Mattes (Public Domain) Behörde, Formular, E-Government Behörde, Formular, E-Government Mattes (Public Domain)

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Wir haben gerade nen neuen Developer eingestellt, der aus der Ukraine kommt. Der ist immernoch geschockt davon, wie rückständig vieles in Deutschland ist, wenn es um IT geht. Dazu gehören Bankdienstleistungen, Bezahlmöglichkeiten, Bürgerportale und die Geschwindigkeit der Netze und wir sitzen hier im Zentrum von Hamburg direkt an der Alster.
 
@noneofthem: Ja, gruselig. Ich habe auch mehrfach schon solche Reaktionen erlebt. Leute, die aus Ländern kommen von denen man hier eher glaubt, dass sie rückständig sind. Und diese Leute sind völlig perplex, dass man hier noch mit Methoden von vor 100 Jahren arbeitet. Behörden, die nicht vernetzt sind und auf Papier arbeiten, weswegen selbst simple Vorgänge schon mal Wochen oder gar Monate dauern können, wenn mehrere Behörden involviert sind. Telefonanschlüsse, die Wochen brauchen bis sie geschaltet werden, anstatt Minuten. Schulen, die eine gringe Anzahl 15 Jahre alter Rechner haben und einen langsamen Internetanschluss, der eine sinnvolle Nutzung ausschließt.
 
@Nunk-Junge: Haste nicht auch die vielen rückständigen Privatbetriebe vergessen aufzulisten?

Und nur digital weil es digital ist, ist auch nicht immer die reine Lösung. Manches muß auch noch in 30, 50 oder 100 Jahren vorhanden sein und belg- und kontrollierbar sein. Bist Du Dir da abolut sicher, dass das bei digital immer / ausreichend gegeben ist? Z.B. Urkunden, Urteile, Verträge.....
 
@Kiebitz: Digital ist nicht besser, nur weil es digital ist. Da hast Du recht. Aber wenn Akten in Gerichten Wochen brauchen, um zwischen Gerichtsteilen versand zu werden, dann ist klar, dass da etwas passieren muss. Da kann Digitalisierung helfen. Für Signierung und Archivierung gibt es schon lange Lösungen. Man muss sie nur mit einplanen.
 
@Nunk-Junge: Welche bitte für Archivierung? Wir wisen doch, dass elektronische Datenträger nur begrenzt haltbar / brauchbar sind trotz gewisser Fortschritte. Sei es von ihren physikalischen / elektronischen Eigenschaften her oder / und sei es von ihrer Abhängigkeit von Hard- / Software her. Wer garantiert, dass heute elektronisch gespeicherte Daten noch in z.B.100 Jahren abrufbar sind. Niemand! Auch keine private Firma!
 
@Kiebitz: Archivierung ist immer schwierig. Insbesondere wenn Du über Langzeitarchivierung sprichst. Papier ist da genauso wenig geeignet, denn es hält Deine geforderten 100 Jahre nicht. Das ging mit dem Papier früher, aber das Papier der letzten 100 Jahre unterliegt dem Säurefraß und daher sind die meisten Dokumente aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert bereits vernichtet. Damit liegt Papier sogar unter der vermuteten Haltbarkeit von CDs und DVDs (gepresst, nicht beschreibbar). Schlechter sind beschreibbare Datenträger wie CD-R, DVD-R, BD-R, Disketten, Magnetbänder. Und ganz schlecht sind Festplatten. Die Süddeutsche Zeitung hat ein großes Zeitungsarchiv seit 1945 und weil Zeitungspapier auch eine schlechte Haltbarkeit hat, hat man es digitalisiert. Das Gleiche hat die New York Times gemacht, damit die zeitungsinhalte nicht verloren gehen. Die Digitalisierung hat den Vorteil, dass man die Daten länger archivieren kann, da sie sich kopieren lassen.
 
@Nunk-Junge: Na! Nun sind Zeitungen nicht unbedingt das beste Beispiel für zu archivierende Dokumente wie Urkunden, Verträge usw.

Übrigens ist der Säurefrass nicht nur durch die neuere Papierherstellung bedingt sondern auch durch (unsachgemäße) Lagerung.

Ferner hat man die Gefahr erkannt und Forderungen an die Eigenschaften von altersbeständigem Papier und für dessen Verwendung aufgestellt, etwa die "Frankfurter Forderungen zur Verwendung alterungsbeständiger Papiere für die Buchherstellung". Anforderungen an alterungsbeständiges Papier sind unter anderem in der DIN EN ISO 9706 definiert. Also auch hier arbeitet man daran.

Übrigens war das Ziel der Digitalisierung bei der Süddeutschen Zeitung nicht die Archivierung im Sinne einer Langzeitarchivierung, sondern der Zugang und die Vernbreitung über digitale Medien (Internetportal der Süddeutschen Zeitung).

Und Du bist wirklich der Überzeugung, das Behörden, Unternehmen usw. die Digitalisierung mittels gepresster, nicht beschreibbarer CDs und DVDs betreiben? Also einer relativ aufwendigen und teuren Methode? Ich nicht. Und ich kann versichern, dass das in der Regel eben auch nicht der Fall ist. Denn z.B. die Süddeutsche Zeitung wirbt für sich mit dem Aufbau modernster elektronischer Archivierungssysteme. Und die sind gaaanz sicher nicht mittels gepresster CDs / DVDs gespeichert, sondern mittels den gängigen Methoden.

Und zum Abschluß noch. Du schreibst "... Die Digitalisierung hat den Vorteil, dass man die Daten länger archivieren kann, da sie sich kopieren lassen...". ABER nur, wenn man die entsprechende Soft- und Hardware dafür zur Verfügung hat. D.h. also auch noch in z. B. 50 Jahren. Oder es bleibt nicht beim digitalen kopieren, sondern es muß fortlaufend konvertiert werden für / auf neueste Speichermedien, Soft- und Hardware. Denn wir sind uns sicher einig, Datenspeicher und Soft- und Hardware unterliegen einer laufenden Veränderung (ob immer zum Besten?). Und eine direkte 1 zu 1 Kopierung wird nicht auf längere Zeit möglich sein.
 
@Nunk-Junge: Gerade die Zeitungen haben es vor gemacht, zwar noch analog aber genau so kann man auch digitale Dokumente für lange Zeit archivieren. Microfiche werden dafür seit 1839 eingesetzt und sind immer noch zu gebrauchen.
 
@otzepo: Richtig! Auch Microfiche ist eine häufig und sehr verbreitet anzutreffende Methode der Archivierung, sowohl bei Printmedien als auch bei staatlichen Archiven.
 
@otzepo: Microfiche sind sehr haltbare Medien. Man sagt, dass sie bis 500 Jahre halten können, also viel länger als Papier. Daher waren Microfiche auch das vorgeschriebene Archivierungsmedium vor der Entwicklung revisionsicherer digitaler Systeme zur Archivierung. Leider haben Microfiche nur eine sehr sehr geringe Datendichte und sind daher für Massendaten wenig geeignet. - Und bei allen Medien gilt natürlich, dass sie unter geeigneten Bedingungen gelagert werden müssen. Üblicherweise heißt das 20 Grad, 50 % Luftfeuchtigkeit. Die meisten Medien kann man ganz schnell vernichten, wenn man sie in die Sonne legt. Papier, CD oder Microfiche sind so nach wenigen Tagen / Wochen hinüber.
 
@Nunk-Junge: Da die Microfiche sehr dünn sind ist die Speicherdichte gar nicht so gering, okay, man bekommt da nur 9GB auf einen Bogen (wie groß sind die? geschätzt 10x15cm) aber wie viele kann man übereinander legen bis der Stapel 1cm hoch ist? Ein paar TB sind das schon. Da nehmen Festplatten auch nicht wirklich weniger Platz weg.
 
@noneofthem: Ich hatte einen Kollegen, der war die letzten 20 Jahre als Ingenieur im Ausland, ich glaube für Shell. Südafrika, VAE, dieser ganze Kram wo es vorwärts geht. Die ganzen Stories was die Leute da so sagen und denken darf man natürlich nicht wiedergeben wegen PC. Der is nach seiner Deutschland-Rückkehr nur etwas über ein Jahr geblieben, hat alles was er hier noch hatte verkauft und jetzt weg nach Norwegen bis Lebensende weil er hier voll die Krise gekriegt hat ^^
 
Das Projekt wird nichts werden!!! Ich habe schon mehrfach Digitaliserungsprojekte in Behörden, Gerichten und öffentlichen Institutionen erlebt. Viele sind gescheitert, weil die Komplexität sehr hoch ist und die Gelder zu gering waren. Die geplanten 500 Millionen sind lächerlich wenig für so ein Projekt und niemals ausreichend. Ein Zeitraum von 5 Jahren ist auch völlig unrealistisch. Da hat man offensichtlich echte 'Experten' angestellt. Ein Beispiel: Die Umstellung des Polizeifunks von analog auf digital hat mehr als 1 Milliarde gekostet und 20 Jahre gedauert - und war trotzdem nicht wirklich erfolgreich.
 
@Nunk-Junge: Ja natürlich dauert es länger und wird teurer. Das ist wie bei den Bauprojekten. Würde man gleich mit realen Zahlen arbeiten würde das Projekt nie genehmigt werden. Wenns dann aber erst mal halb fertig ist kann man nicht mehr aufhören und es muss durchgezogen werden. Das ist doch der Trick an der Sache.
 
@Nunk-Junge: Aha! Und wie sieht das bei privaten Firmen, Institutionen usw. aus. Die ziehen alle Digitaliserungsprojekte schnellstens, erfolgreich und ohne Probleme durch?! Das ich nicht lache..............
 
@Kiebitz: Da ich schon Jahrzehnte mit der Provatwirtschaft arbeite, kann ich durchaus sagen, dass sie in der regel viel weiter sind. Aber dort werden keine unrealistischen Großprojekte erträumt, sondern kleine Projekte auch wirklich realisiert. Beispiele wären Einführung eines CRM, eines Shop-System, eines Dokumentenmanagements, ... Natürlich gibt es auch dort nicht nur erfolgreiche Projekte. Es besteht wenigstens die Chance, dass sie etwas werden. Die Chance, dass das oben beschriebene Projekt unter den Bedingungen etwas wird, sehe ich als erfahrener Projektleiter bei nahezu null.
 
@Nunk-Junge: Nun ja! Aber bei staatlichen Projekten geht es ja oft nicht nur um kleine Projekte. Wenn Behörden nur eines Landes, an den Bund noch gar nicht mal zu denken, einheitliches Datenmanagement betreiben wollen, möglichst auch offen für spätere Erweiterung mit anderen Behörden anderer Länder / des Bundes, dann sind das eben keine kleinen Projekte. Können es gar nicht sein. Es werden automatisch Großprojekte. Sonst würde ja wieder jede einzelne Behörde, jede einzelne Kommune, jedes einzelne Land wieder ihre eigenen "Dinger" machen und das Ziel des vereinheitlichten Datemmanagements wäre dahin.
 
@Kiebitz: Das ist aber genau das was seit vielen Jahren schon gemacht wird. Jede Kommune treibt mehr oder weniger die Digitalisierung ihrer Verwaltung voran. Das geschieht schon sehr lange und trotzdem sind die meisten noch nicht sehr weit gekommen. Ein elektronischer Datenaustausch zwischen Kommunen, Kommunen und Ländern, Ländern und Bund funktioniert wenn überhaupt nur sehr eingeschränkt, da es keine standardisierten Verfahren und einheitliche Daten gibt. Jetzt ein Portal für Deutschland anzukündigen, das wenig kostet und schnell fertig sein soll, kann nur eine Wahlkampflüge sein. Das ist reine Volksverarschung.
 
@Nunk-Junge: Nun nun?! "... kann nur eine Wahlkampflüge sein. Das ist reine Volksverarschung..." Wenn Du das so siehst.

ABER auch Du "...Ein elektronischer Datenaustausch zwischen Kommunen, Kommunen und Ländern, Ländern und Bund funktioniert wenn überhaupt nur sehr eingeschränkt, da es keine standardisierten Verfahren und einheitliche Daten gibt..."

Eben, eben. Aber warum soll man nicht den Schritt wagen, diesen Weg zu gehen. Ist aber natürlich KEIN Blitzprojekt. Das ist ja klar.
 
@Kiebitz: Ich bin auch nicht gegen so ein Projekt. Überhaupt nicht. Ich würde es mir sogar wünschen. Aber das klappt niemals unter den vorgegebenen Bedingungen.
 
@Nunk-Junge: Den Zuschlag bekommt eben der billigste, auch wenn er unrealistische Zahlen nennt. So ist es doch bei allem, was die Behörden entscheiden. Und dann kommt der Entscheidungsträger und behauptet er hätte so entscheiden müssen, weil er überhaupt keinen Plan hat was er ablehnen darf.
 
@otzepo: Das mit dem billigsten ist ein Gerücht. Leider ein FALSCHES Märchen. Erstens gilt so etwas sowieso nur für die öffentliche Hand. Die Privatwirtschaft kann entscheiden wie sie Lust hat. Das kann auch der Nasenfaktor sein. Zweitens gilt für die öffentliche Hand die Verdingungsordnung für Leistungen (VOL) und die besagt:
§ 18
Zuschlag
(1) Der Zuschlag ist auf das unter Berücksichtigung aller Umstände wirtschaftlichste Angebot zu erteilen. Der niedrigste Angebotspreis allein ist nicht entscheidend.
 
@Nunk-Junge: Genau das meine ich ja. Ich kenne es tatsächlich von der Gemeindeverwaltung auf dem Dorf, die kennen oft die Verordnungen leider nicht und entscheiden irrational nach dem Preis. Die haben auch nur ein sehr niedriges Budget und denken die wären toll, wenn sie so billig bei weg kommen und fallen jedes mal auf die Nase aber lernen nicht dazu.
 
Und jeder der sich das e-Goverment-Gesetz durchliest, sollte sofort schrein, denn das ganze Ding ist eine einzige Katastrophe. Aber was erwartet man von unseren Politikern, denn dort ist die IT ja noch NEULAND.

Zur Zeit stimme ich etwas zu, indem ich meine Unterschrift drunter setze (Willensbekundung). In der Elektronischen Variante, übernimmt diese Aufgabe der Provider. Weiterhin werden alle Haftungen auf den Bürger abgewälzt
Das steht leider wirklich so drin und der ganze Mist wird schon bei DE-Mail in dieser Form umgesetzt. Diese wird z.B. ein Rechtsgültiges Dokument, wenn der Provider diese für mich signiert (warum kann ich diese nicht selber signieren, denn das wäre dann auch meine Willensbekundung).

Zusammenfassend kann man hierbei nur sagen, dass ganze e-Goverment ist eine richtige Bombe und der Bürger ist am Ende immer der Dumme.

Ich erinnere immer gerne an dem Vortrag von Linus Neumann (30C3): https://youtu.be/p56aVppK2W4
 
@basti2k: Meine Fre.......! Immer der gleiche dumme Spruch mit "...von unseren Politikern, denn dort ist die IT ja noch NEULAND...". Bist Du wirklich davon überzeugt, dass alle Chefs in den Führungsetagen der privaten Firmen absolut perfekte und volle Ahnung von IT haben? Ich nicht!

UND zu "...warum kann ich diese nicht selber signieren, denn das wäre dann auch meine Willensbekundung...", weil vielleicht eben nicht jeder Bürger das kann weil er das nicht kennt, nicht die Hard-/Software dafür hat und..und... ! Ist eben noch für sehr viele Bürger "NEULAND"!!!
 
@basti2k: Ganz einfach: Es reicht eben nicht aus, dass DU Dir sicher bist, dass Du ein Dokument signiert hast, sondern der EMPFÄNGER muss sich dessen sicher sein.

Deshalb muss er sich auf Zertifikate verlassen, deren Herausgeber er vertraut, und wird sich nicht auf Hinz und Kunz und Lieschen Müller verlassen, die von tuten und blasen und öffentlichen und privaten Schlüsseln keine Ahnung haben.
 
@rallef: Die Bundesregierung probiert jeden den ePerso anzudrehen, den man gut mittels einen Induktionsherd für immer deaktivieren kann :D. [1]

Auf diesen könnte man ein Zertifikat installieren und den öffentlichen Tel des Schlüssels könnte man bei der Registrierung aus diesem auslesen und mit den Account verknüpfen. Dabei könnte der Anbieter meinen öffentlichen Schlüssel mit seinen privaten signieren (Trustchain -> Auf so was basiert das ganze SSL-CA-System).

Das größte Problem ist es, dass diejenigen, die diese Gesetzte schreiben keine Ahnung von IT haben und meistens nur auf Ihre Lobby hören (die hatten sich sogar Linus Neumann vom CCC eingeladen und der sagte auch, dass dieses System der totale Mist ist, aber keiner hatte auf Ihn gehört). Das echte Fachpersonal wird meistens großzügig ignoriert[2].

Am Ende einigt man sich immer auf das billigste oder einfachste System, jedoch ist dieses meistens in Sachen Sicherheit zu 95% eine Katastrophe. Dieses Verhalten sieht man aber leider nicht nur in der IT-Branche, sondern überall[3].

[1] - Wie gut das meine alte eingeschweißte Pappkarte noch bis 2020 gültig ist.
[2] - https://youtu.be/p56aVppK2W4 in dem Video von 20:10-20:50, da erklärt er wie es bei der Gesetzgebung abgeht.
[3] - Leider wird nicht das wirtschaftlichste Projekt umgesetzt, sondern immer das billigste.
 
@basti2k:NUN! Merkst Du was in Deinem eigenen Kommentar?

Tipp siehe "...Connected Drive von BMW: Die Steuerdaten für die Fahrzeuge noch nicht mal per SSL gesichert waren..."!

ODER wie wäre es bei Dir auch damit :"...- Bau: Hier gewinnt immer das billigste Angebot, wobei dann hier auch an diversen Stellen dieser nicht richtig ausgeführt wird, weil man z.B. am Material spart...", teils richtig, aber eben nicht nur bei Politikern / Behörden sondern auch bei anderen Institutionen wie Banken, Vereine, auch bei privaten Bauherren usw.!

ALSO nochmal die Frage merkst Du was? Bei Deinen Beispielen handelt es sich nicht (nur) um Politik / Behörden. Folglich kann es auch kein typisches Politiker- / Behörden"problem" sein, wie Du unterstellst.
 
Wie sieht es den eigentlich mittlerweile mit dem E-Personalausweis aus? Hat sich da schon mehr getan? Mein letzter Wissenstand von vor X-Jahren ist der, das es Bundesweit grad mal 5 oder 6 Städte/Dörfer gab, bei denen man was mit dem E-Perso machen konnte. Danach hab ich nie mehr was gehört davon.
 
@karlo73: Was man damit machen kann? Schau mal hier: http://www.personalausweisportal.de/DE/Buergerinnen-und-Buerger/Anwendungen/Buergerdienste/Buergerdienste_node.html
Genau hier habe ich aber die größten Bedenken bei dem ganzen Vorhaben. Ich meine man braucht dafür ein Lesegerät. Lass mich mal so raten, dieses Bürgerportal benötigt aber einen Pero mit ID Funktion und ein Lesegerät?
 
@Lastwebpage: Stichwort Lesegeräte. Ich kann mich erinnern, "damals" (Zum Start des E-Perso) gab es nur 2 Geräte. Ein Exorbitant Teures, auch nicht wirklich sicheres; und ein billiges, das so schlecht war, das sogar der Hersteller vor dessen Benutzung gewarnt hat...
Auch von neuen Geräten habe ich nie mehr was gehört oder gelesen davon.
Nachtrag:
Beim Stöbern auf deinem Link bin ich zufällig auf einen Artikel vom Dezember 2014 gestoßen, das die Stadt Worms 25.000 Lesegeräte kostenlos ausgab. Das ist doch mal ein feiner Zug. Allerdings kein Wort dazu um was für Geräte es sich handelte.

Und wenn man die Bundesländer einzeln aufmacht hält sich der Umfang generell arg in Grenzen.
Eigentlich das Totale Armutszeugnis überhaupt...
 
@karlo73: ich hatte neulich gelesen, dass ab diesen Monat oder so die Funktion nun standardmäßig aktiviert ist und nicht erst vom Bürger aktiviert werden muss. Also hat sich da wohl was getan ;)
 
@otzepo: Ja, mein Perso ist relativ neu, so ein halbes Jahr alt. Ich hätte es wohl explizit ablehnen können. Da ich aber nicht zu der Fraktion der Bedenkenträgern gehöre, ist es bei mir aktiviert, vielleicht ist es ja doch mal für irgendwas nützlich. Und bevor jemand fragt, mit dem Perso alleine kann man so nichts anfangen, man braucht zusätzlich eine PIN Nummer (Die erste PIN Nummer wird von der Bundesdruckerrei vergeben. Bei der ersten Benutzung soll man eine eigene wählen).
 
@Lastwebpage: Ach dann hat sich da was geändert. Bei mir wurde ich gefragt und wollte es aktivieren und der Sachbearbeiter hat mich schief angesehen und mir dringend davon abgeraten. :D
Das Kennwort von der Bundesdruckerei habe ich bei jemandem schon gesehen, es handelte sich um ein zusammengesetztes Wort wie Sülzfleisch - sind die jetzt auf eine PIN umgestiegen?
 
@otzepo: Also bei mir ist das eine 6 stellige PIN, eine 6 stellige PUK, wenn man die PIN 3 mal falsch eingegeben hat und ein Kennwort, was nur du selber und die Bundesdruckerrei kennt, und nicht veränderbar ist, wenn man den Perso komplett sperren lassen möchte, wenn man ihn verliert.
 
@Lastwebpage: Ah, dann meine ich wohl dieses persönliche Kennwort.
 
Nelson: "HaHa"
 
Für Bürger und Unternehmen. Des Esel nennt sich selbst zuerst :D

Spaß bei Seite: Ich hoffe, das ein ordentlicher Teil des Budgets für die Sicherheit eingeplant ist....
 
@DRMfan^^: Wessen Sicherheit meinst Du?
 
@DRMfan^^: Sicherheit, naja glaube ich nicht dran - Datenschutz wird ein noch schwerwiegenderes Problem werden.

Aber ich kann jetzt schon mit Gewissheit sagen, dass die sich bei "5.500 Ver­wal­tungs­ver­fah­ren" verzählt haben und es viel mehr sind und denen der ganze Versuch um die Ohren fliegen wird.

Die haben es nicht mal hinbekommen bei zum Beispiel dem Arbeitsamt alle Verfahren zu kombinieren, ein Vermittlungsvorschlag kann nicht mal eben per E-Mail verschickt werden etc. (ca 16 verschiedene Anwendungen sind unvernetzt in Verwendung)
Das Projekt "Robaso" sollte den Missstand beseitigen, hatte sechs Jahre Entwicklung, hat 60 Mio EUR gekostet und wurde komplett in die Tonne getreten.

http://www.sueddeutsche.de/digital/it-panne-sechs-jahre-millionen-euro-aber-keine-software-fuer-die-arbeitsagentur-1.3382464
 
@otzepo: Sicherheit schließt Vertraulichkeit und damit Datenschutz mit ein. Interessante Geschichte.
 
@DRMfan^^: Nein, ich meine damit so Sachen wie, dass das Amt für Wohnungswesen gar nicht mit der Arbeitsagentur vernetzt werden bzw auf deren Datensätze zugreifen darf. (Kommune, Land, Bund wird in Deutschland auch strikt getrennt.)
 
@otzepo: Auch das ist Vertraulichkeit. Um Datenschutz zwischen Abteilungen oder Ämtern würde ich mir am wenigsten Sorgen machen. An der Uni musste ich mir vom einen Büro ne Bescheinigung holen, dass ich dort studiere, um mich im anderen Büro um eine studentische Stelle zu bewerben - weil sie keinen entsprechenden Datenzugriff hatten aus Datenschutzgründen.....
 
@otzepo: Du schreibst da bei (re:2) etwas von "...Die haben es nicht.....". Wer ist DIE ? Ich vermute, Du meinst Politik / Politiker / Behörden? Nur die machen sowas ja gar nicht selbst. Die ziehen sogenannte Fachleute / Fachfirmen usw. dazu heran mittels öffentlicher Ausschreibungen, meistens empfohlen und beeinflußt von Lobbyisten. Im Endeffekt sind es also allermeist private Unternehmen, die das umsetzen (sollen, versuchen). Von daher müßte mit "DIE" private Firmen gemeint sein.
 
@Kiebitz: Ich kann gerade nicht nachvollziehen was du meinst, warum antwortest du nicht direkt auf den Post von mir?

Ich sprach weiter oben von "den Entscheidungsträgern", ich vermute darauf willst du hinaus.

Stell dir vor eine Gemeinde will einen stabilen Drahtzaun aufstellen, in der Ausschreibung steht vielleicht sogar die Qualität des Stahls - nun kommt eine Firma und bietet stattdessen einen Maschendrahtzaun PVC-ummantelt an, einen Meter niedriger und viel billiger, die Entscheidungsträger in den Gemeindeverwaltungen prüfen dann das Angebot oft nicht und geben den Zuschlag, da sie denken sie müssten das billigste Angebot annehmen. So ist es aber nicht.
1. Das Angebot muss gleichwertig zur Ausschreibung sein
2. die preiswertesten drei Firmen dürfen den Zuschlag bekommen, es muss nicht der billigste gewählt werden.

Oder auch schon erlebt, es werden Regale für eine Bibliothek benötigt, die neigbaren und brandhemmenden Regale kosten ein Vermögen, stattdessen werden fixe Regale aus dem "Baumarkt" gekauft, die aus Brandschutzgründen überhaupt nicht benutzt werden dürften (Bücher brennen leichter, daher ja auch etwas sinnlos, aber es gibt halt Verordnungen, die den Einsatz verbieten) und von Traglast und Funktion ungeeignet sind. Es wird am falschen Ende gespart und dann Geld direkt für den Müll ausgegeben. In diesem Beispiel wurde sogar noch die Kompetenz überschritten und die legitime Bestellung der zugelassenen Möbel (Besteller war Kompetent und bevollmächtigt) storniert. Jetzt stehen die illegalen Regale in der Bibliothek und der Bürgermeister hat keine Konsequenzen daraus gezogen.

DIE sind die Entscheidungsträger und Verantwortlichen, die nicht auf die Experten hören und überhaupt nicht wissen wie eine Ausschreibung funktioniert oder die Angebote nicht prüfen. Es mögen schwarze Schafe sein, aber davon gibt es leider sehr sehr viele. (Oder sie geben einfach ihrem "Schwager" den Zuschlag)
 
Ich seh schon, das wird bestimmt sauBER umgesetzt ;)
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