Flixbus will Urteil gegen PayPal-Zusatzgebühr nicht akzeptieren

Gegen das Münchner Bus-Unternehmen Flixbus ist Ende vergangenen Jahres ein Urteil ergangen, nach dem das Unternehmen keine Zusatz-Gebühren für Bezahlungen mit Paypal und Sofortüberweisung verlangen darf. Das Urteil hatte Signalwirkung. mehr... Paypal, Streit, Gebühr, Flixbus Bildquelle: Flixbus Paypal, Streit, Gebühr, Flixbus Paypal, Streit, Gebühr, Flixbus Flixbus

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Die Gebührenhöhe von PayPal ist auch recht kräftig, ich verstehe Flixbus und alle Unternehmen die hier die Mehrkosten weitergeben
 
@0711: Nur für den Sender kostet Paypal - nicht aber für den Empfänger.
Oder hat sich da was geändert?
 
@PiaggioX8: Umgekehrt, der Empfänger zahlt. War schon immer so.
 
@PiaggioX8: ja, ist wie immer anders herum. Der geschäftliche Empfänger zahlt auch die Gebühren.
 
@eshloraque: Auch ein privater Empfänger zahlt.
 
@Link: Also laut AGB zahlt bei persönlichen Zahlungen der Sender. Und für Inlandszahlungen ist dies kostenlos.
 
@eshloraque: OK, das wüsste ich noch nicht, ist aber erst seit 2017 so bzw. seit 2014 mit einigen Einschränkungen.
 
@eshloraque: Genau so habe ich das in Erinnerung.
 
@Link: Geld an Freund und Bekannte senden (so heißt das glaube ich) ist kostenlos, dafür gibt es auch keinen Käuferschutz oder sonstige Absicherungen seitens PayPal. Geld senden für Waren oder Dienstleistungen kostet (ja nach monatlichem Umsatz) 0,35 ct und 1,9% (oder leicht darunter bei höheren Umsätzen), dafür steht PayPal aber mit diversen Leistungen ein, für Kunden z. B. der genannten Käuferschutz, für Händler eben die sofortige Bereitstellung des Geldes.
 
@PiaggioX8: Wo hat der Sender regulär Kosten über PayPal zu tragen?

Bei privaten Transaktionen gibt es keine Transaktionskosten.
Bei Transaktionen mit einem Unternehmen, zahlt regulär das empfangende Unternehmen Transaktionskosten an PayPal - teils lagern diese das dann auch auf Kunden um und schreiben dazu, dass dabei eine extra Gebühr anfällt.
Sollte dieses Grundsatzurteil bestehen bleiben, wird das Auswirkungen auf einige Online-Shops und Co. haben, die Stand heute bei Bezahlung per PayPal Zusatzgebühren verlangen.
B2B weiß ich nicht, wie das bei PayPal aussieht, wobei mir das auch nicht "üblich" vorkommt.
 
@Tical2k: DEa sagen die AGB aber was anderes.

Von Händlern nimmt PayPal eine Provision, die viele Händler füher auf die Kunden umlegten. Im Januar 2018 änderte PayPal jedoch seine AGB. Seitdem ist dies nicht mehr zulässig. Das Bezahlen mit PayPal in Euro ist also gebührenfrei.
Für Händler betragen die Gebühren für Verkauf und Geldempfang 1,9% + 35 Cent (innerhalb der EU).
Bei Mikrozahlungen (Höchstbetrag 5 Euro) zahlt der Verkäufer 10% + 10 Cent und bei Spenden gelten 1,5% + 35 Cent.
 
@PiaggioX8: Verstehe nun nicht ganz wo die Differenz in der Aussage ist?
Das was du daraus schreibst, entspricht doch genau dem, was ich sagte (Empfänger, Verkäufer, Händler hat zu zahlen).
Es gibt dazu Online Shops, die ihrerseits Gebühren beim Kunden aufrufen für die Bezahlmethode, um so die Kosten/Gebühren durch den Sender/Kunden übernehmen zu lassen - und dabei sind die PayPal AGB theoretisch erst mal uninteressant, außer PayPal würde mitteilen, dass dies widerrechtlich wäre bei Verwendung dieser Zahlungsgebühr, was ich nun nicht finden konnte.

Der Artikel oder das Grundsatzurteil beziehen sich auf die gesetzlichen Änderungen 2017, die am 13.01.2018 in Kraft getreten sind.
Ein gut verständlicher Artikel ist da z. B. https://www.it-recht-kanzlei.de/verbot-extra-kosten-kartenzahlungen.html
Bislang galt PayPal nicht in den extra bargeldlosen Zahlungsmitteln, was mit dem Grundsatzurteil zukünftig anders aussehen würde.
 
@Tical2k: Der Empfänger zahlt normalerweise nichts. Nur der Sender kann die Gebühren auf das Produkt aufschlagen.

Es zahlt aber immer der Sender erst mal - und nicht der Empfänger.
 
@PiaggioX8: Haben wir ein unterschiedliches Verständnis von Sender und Empfänger (redest du evtl. von der Ware, während die Antworten in Bezug [aufgrund des Artikelkontexts] aufs Geld sind)?
Du schreibst selbst, dass Händler und Verkäufer an PayPal zu zahlen haben.
Händler und Verkäufer sind regulär die Empfänger.
Ergo der Empfänger zahlt.
Kunden selbst zahlen nichts laut deiner Aussage.
Diese senden das Geld an den Händler/Verkäufer und sind somit der Sender.

Ein Kunde (der Sender) schlägt auch regulär keine Gebühren auf ein Produkt.
 
@Tical2k: Alter - was verstehst du nicht?

Wenn ich bei paypal eine Transaktion starte (also Geld überweise) so zahle ich Gebühren dafür. Und nicht der, der das Geld empfängt.

Und diese Gebühr wird in den Produktpreis mit eingepreist oder sonst irgendwie berechnet.

Wenn du im Jahr 1000 Transaktionen hast zu je 0,30 € dann versemmelst aber ein haufen Geld.

Das einzige was keine Gebühr kostet sind Mikrotransaktionen. Und die sind auf 5.-€ je Transaktion gedeckelt.

Wenn also jemand über ebay z.B. verkauft, so zahlt er:

-Einstellgebühr
-Provision
-Paypal-Gebühr
-Versandkosten

Und diese Positionen werden entweder in den Produktpreis mit eingepreist oder extra aufgeschlagen/ausgewiesen.

Wenn du das anders siehst, dann darfst dich nicht wundern wenn du pleite gehst, wenn du ein Geschäft führst.

Ähnlich ist es auch mit Kredit und EC-Karten.
Der Verkäufer den du bezahlst, zahlt für jede Transaktion eine Gebühr. Und diese wird in das Produkt eingepreist.
Alle Zahlsysteme (ausser Bargeld) funktionieren so.

Wer also Paypal als Zahlungsmethode bereit stellt, zahlt auch die Gebühren. Und die kann er sich nur vom Käufer wieder holen.
 
@PiaggioX8: "Wer also Paypal als Zahlungsmethode bereit stellt, zahlt auch die Gebühren. Und die kann er sich nur vom Käufer wieder holen."
Du scheinst damit ein ernsthaftes Verständnisproblem zu haben, genau deshalb wollte ich das oben aufklären.

Diese Extragebühren auszuschildern wäre laut dem Grundsatzurteil nicht mehr zulässig, was Stand heute eben noch einige Online Shops machen (reguläre Überweisung keine Extragebühr, bei PayPal x€).
Damit würde das Produkt also über alle Zahlungsmittel gleich viel kosten.

Verstehst du es nun?
 
@0711: Dann sollte man diesen Weg als Bezahlmethode aus dem Programm nehmen. Wenn sich genug Firmen gegen Paypal entscheiden, sinken die Gebühren automatisch. Es bleiben ja noch die klassische Kreditkarte oder Bargeld...
 
@Kobold-HH: Oh hilfe, marktwirtschaft... lass uns das lieber durch Gerichte klären!!!!
 
@Kobold-HH: Und warum sollte ein Marktteilnehmer die Gebühren nicht weitergeben dürfen? Weil die Menschen zu dumm sind selbst zu entscheiden? Ist ja nicht so dass die kosten hier irgendwo versteckt wären, es wird klar angezeigt was die kosten verursacht

Ich z.B. bin froh wenn ich das Zahlungsmittel wählen kann und wähle dann auch je nach bedarf
 
@0711: Es liegt an den Firmen, die Gebühren von Paypal zu akzeptieren - Oder eben nicht. Fa. Rossmann hat dies vor Jahren mal schön gezeigt, als sie Paypal den Mittelfinger zeigten, nachdem diese Zahlungen nicht mehr weitergeleitet hatten, weil eine DEUTSCHE Drogerie, Kubanische Waren verkaufte und die USA ein Embargo gegen Kuba betrieb. Das Deutschland und Kuba keine Probleme hatten, war dabei irrelevant.
 
@Kobold-HH: Warum aber muss ein Anbieter die Mehrgebühren einiger Zahlungswege akzeptieren ohne diese dem Kunden weitergeben zu dürfen? Manche Kunden sind froh die Wahl zu haben und können dann auch anhand der Gebühren entschieden welchen weg sie gehen wollen, wollen sie das die Überweisung sofort da ist, dann halt PayPal oder sofortüberweisung mit gebühr x...ansonsten halt standardüberweisung ohne gebühr oder Nachname mit gebühr (hier ist es komischerweise kein Problem)

Ob und wie man genau zu PayPal steht wäre ja noch mal was anderes aber es betrifft ja auch andere wege wie sofort...
 
@Kobold-HH: Musstest du Rossman erwähnen, nun hab ich die bescheuerte Radiowerbung von dem wieder im Kopf und muss immer an ein fettes Faultier denken was es den Stamm runtergeschafft hat.
 
@0711: tja, Problem war, dass einige findige Geschäftsmänner aus den Gebühren ein Zusatsgeschäft gemacht haben.
 
@eshloraque: Was ja ansich nicht verwerflich ist, wenn man dem einen riegel vorschieben will (ohne Nachteile für die Kunden) kann man ja auch einfach sagen, es dürfen maximal die tatsächlich anfallenden gebühren weitergegeben werden oder "es muss eine kostenlose Zahlungsvariante" angeboten werden oder oder oder
Die aktuelle Regelung lässt ja weiterhin zu das diese findigen Geschäftsmänner Geld verdienen, erheben sie einfach üfr alle zahlungswege die gleichen gebühren.
 
@0711: "Zugrunde liegt dabei eine EU-Richtlinie, die seit 2018 den Aufschlag von Gebühren bei bestimmten Zahlungsmethoden untersagt." Deswegen muss ein Anbieter dies akzeptieren. Weil es das Gesetzt so vorschreibt.
Warum muss ich GEZ bezahlen, obwohl ich keinen Fernseher habe? Weil es so im Gesetz steht und man mich damit zwingt. Akzeptieren will ich das auch nicht. Nur interessiert das den Gesetzgeber nicht.
 
@Kobold-HH: Auch Kritik an aktuellen Gesetzen kann über den Rechtsweg geschehen.
 
@0711: Was im oben beschriebenen Fall auch gerade geschieht. Was gibt es sonst noch neues?
 
@Kobold-HH: Manchmal tauscht man in Kommentaren Meinungen aus...
 
@0711: Ein Hausgemachtes Problem. Dank Mangel an Möglichkeiten, da sich die Banken untereinander neben Kreditkarten nicht einig werden, machen eben andere das Geld. Als Kunde ist das aber nicht mein Problem. Für viele ist Kreditkarte keine Option. Da bleibt nicht viel.
 
@c[A]rm[A]: Naja Bankeinzug ist für mich in den allermeisten fällen mehr ausreichend und der anbieter kann sogar wählen zwischen "sicher" (prüfen ob Deckung gegeben) und unsicher (darauf vertrauen das der kunde es schon bezahlen kann), mit unterschiedlich hohen gebühren. Das hat zumindest in Deutschland jeder, schlussendlich macht PayPal in den meisten fällen ja genau das, ist also nur ein Durchlauferhitzer.
 
Ganz ehrlich PayPal ist auch das letzte Unternehmen... so oft wie die Zahlungen einfrieren versteh ich jedes Unternehmen das mit PayPal nicht zusammenarbeiten möchte.
 
Egal wie man zu PayPal steht oder nicht, PayPal ist wie eine Kreditkarte zu behandeln, letzendlich ist das auch so. Anbieter, die Kreditkarten als Zahlungsmittel akzeptieren, müssen auch Transaktionsgebühren zahlen. Ob das jedoch genau so hoch ist wie bei PayPal weiß ich nicht.
 
@winman3000: Auch bei Lastschrift müssen die anbieter gebühren bezahlen, die von PayPal sind aber weit drüber
 
Flixbus muss halt seine Preise neu kalkulieren. Man nennt sowas auch Mischkalkulation. Wird woanders doch auch gemacht. Kann doch nicht so schwer sein.
 
Warum bezahlt man nicht einfach mit Bargeld? Bargeld ist das einzuge gesetzliche Zahlungsmittel.
 
@WieAusErSieht: Das ist mir neu. FIAT ist gesetzliches Zahlungsmittel. Bargeld ist nur eine mögliche Form von FIAT, neben Transaktionen zertifizierter Banken und Zahlungsdienstleistern.
 
@Bautz: In Deutschland ist Bargeld das einzige gesetzliche unbeschränkte Zahlungsmittel
https://de.wikipedia.org/wiki/Zahlungsmittel#Deutschland
 
@0711: Dann geh mal zum Finanzamt und lass dir deine Steuerrückerstattung in Euro geben. Viel Glück.
 
@Bautz: Wenn mans drauf anlegt, Finanzämter lassen das meist über eine Bank laufen bei der man dann ausgezahlt wird (oder einzahlen kann). Auf vielen Finanzämtern läuft das holprig aber es ist möglich und darf vom Finanzamt auch nicht abgelehnt werden

Rechtliche Tatsachen sind nun mal Tatsachen, ob sich jeder daran hält ist eine andere Frage, es lässt sich aber rechtlich erzwingen. Auch die GEZ/Beitragsservice hat sich versucht dagegen zu wehren, erfolglos.
 
@0711: Und das Geld hat der Finanzbeamte dann vorher in Bar bei der Bank hinterlegt?
 
@ZappoB: wie es da hin kommt ist egal, sie müssen einen Weg bereit stellen damit sie oder du deine schuldigkeit mit Bargeld begleichen kannst. An dem Fakt das Bargeld das einzige uneingeschränkte Zahlungsmittel ist
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