Heute tritt das Geoblock-Verbot für Online-Shops in der EU in Kraft

Ab heute tritt eine neue EU-Verordnung in Kraft, die Geoblocking in der EU nun auch für Online-Shops verbietet. Kunden sollen so von gleich guten Preisen und einer identischen Produktauswahl in der gesamten EU profitieren können. mehr... Internet, E-Commerce, Online-Shop, Kreditkarte Bildquelle: CC0 / StockSnap Internet, E-Commerce, Online-Shop, Kreditkarte Internet, E-Commerce, Online-Shop, Kreditkarte CC0 / StockSnap

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"Kritiker befürchten bereit steigende Preise in einigen Bereichen, damit die nun verbotene geobasierte Preisgestaltung ausgeglichen werden kann." Ich dachte, das betrifft nur die Verfügbarkeit von Waren ansich und nicht den Preis.

Wenn es auch den Preis betrifft, frage ich mich gerade, wieso dann weiterhin geobasierte Preisgestaltung in der Offline-Welt erlaubt ist bzw. welchen Sinn das Onlineverbot von geobasierte Preisgestaltung ergibt?
 
Als Kleinunternehmen darf ich doch gar nicht ins EU Ausland verkaufen. Wie stellen die sich das denn vor?
 
@Eistee: Wieso sollst du das nicht dürfen?
 
@SeppN: Weil die Kleinunternehmer Regelung von der Umsatzsteuer befreit und nur noch innerhalb Deutschland Umsatzsteuer frei verkauft werden darf. Für das EU Ausland müsste man eine Umsatzsteuer Ident beantragen und regelmäßig Umsatzsteuervoranmeldungen machen was ja gerade die Kleinunternehmer Regelung vereinfacht.
 
@Eistee: Glaube kaum dass in .de Kleinunternehmer UST befreit sind, vielmehr werden Sie diese nicht abführen müssen. Sie zahlen diese beim Einkauf voll, dafür müssen Sie diese beim Verkauf aber auch nicht abführen. Sie können dadurch ins Ausland nicht UST frei verkaufen, klar weil Sie diese nicht abführen. Dies ist bei privaten Endkunden auch egal.
 
Bei Amazon heisst es bei immer mehr Artikeln "Versand nach Österreich nicht möglich". Da hilft mir der UMstand, dass ich im Prinzip denselben Preis bekäme wahnsinnig viel. Oder wird dieses Phänomen, das es laut Amazon als Antwort auf eine Beschwerde-Mail gar nicht gibt, jetzt mitbehoben?
 
@SeppN: Nope, der Verkauf ins EU Ausland ist nicht verpflichtend
 
@Eistee: Es betrifft dich, wenn du zusätzlich zu deinen deutschen Store noch z. B.ein Belgischen hättest. In diesen Fall dürftest du einen deutschen nicht automatisch auf deinen deutschen Store um leiten, wenn er eigentlich in deinen belgischen wollte
 
@Motverge: Aber ich darf ja nun auch nicht mehr sagen. Lieber Belge dir verkauf ich nichts.
 
@Eistee: So darfst du es nicht sagen. Du musst sagen "Lieber Belgier, dir verkauf ich es nur wenn du mir eine Lieferadresse in Deutschland nennst, wo ich die Ware hinschicken kann, denn ich bin nicht gezwungen dir meine Ware aus meinen DE-Store nach Belgien zu liefern". Anders ausgedrückt, du als Verkäufer bestimmst die Lieferbedingungen.
 
in Zeiten des "freien Warenverkehrs" innerhalb der EU dürfte das alles eigentlich keine Rolle mehr spielen! Mein Amazon-Posting, das sich leider in diesen Thread verirrt hat und das ich nicht mehr löschen konnte :), beschreibt, dass das Problem aber leider weiter besteht. Ausschreibungen für Öffentliche Aufträge MÜSSEN EU-weit erfolgen. Ein Verkäufer kann sich aber aussuchen, welche Länder innerhalb der EU er diskriminiert.
 
@Eistee: Wie kommst du den darauf?

Nur Waren wie Tabak wirds schwierig.
 
Zudem gilt die neue Regelung nicht beim Kauf digitaler Produkte wie Musik, Büchern oder Filmen.

Na toll -.-
genau das wäre interessant gewesen, uncuts aus Österreich o.ä zu bekommen ?
 
@DerZero: jepp. Oder die internationale Fassung von Spiele z.b. zum Preis aus der Ukraine
 
@Balder: Quake 3 Arena wird mir auch weiterhin nicht angezeigt bei Steam :(
 
@PatrickH: Hab' mir die Complete Collection einfach bei eBay UK für 7,49 Pfund besorgt.. Dieser Indizierungswahn hier in Deutschland geht mir gehörig auf den Sack..
 
@nurmalso: angeblich geht das doch nicht? das man den key dann on D eingibt. ich weiß zwar das man es sich schenken lassen kann für seinen account aber deine beschreibung war doch angeblich immer geblockt in steam?
 
@PatrickH: Doch, das funktioniert.. Vorher VPN aktivieren, dann Steam starten und den Key eingeben..
Edit: So habe ich z.B. auch Kingpin, Dying Light und andere "verbotene" Spiele aktiviert..
 
@nurmalso: Und da haben wir es VPN. Dachte das geht jetzt dann auch ohne ;)
 
@PatrickH: Wieso, ist doch kein Problem, gibt doch genug einfache und kostenlose.. Und so lange du über VPN nichts einkaufst, meckert Valve auch nicht..
 
Erstmal ist das auf den ersten Blick gut.

Frage mich aber ob ein "Preisvorteil" nicht durch die Portokosten aufgefressen wird?

Auch dar jeder Anbieter sich zurecht weigern darf, einen Geschäftsabschluss über Grenzen selbst im innerhalb EU abzuschließen, dürfte das ein ziemlich Zahnloser Papiertiger mit stumpfen Kanten sein.
 
@Gast11962: Musst es anders betrachten. Es hilft dabei schlicht dem Preisvergleich der Ware. Zudem wird über kurz oder lang es auch verhindern, dass Einzelprodukte in machen Ländern mit höherer Kaufkraft entsprechend gemolken werden können. Ich überlege mir drei mal, wenn im EU Ausland ein Produkt 20 Euro kostet und hier, nur weil wir es uns leisten können, 90-100 Euro. Das dürfte wohl auch sogenannte "Markenklamotten" böse treffen.
 
wie ist das in der Kfz Branche?

kann ich dann das Fahrzeug ohne großen tamtam importieren, anmelden und nutzen (gleich wie in DE)?
 
@bear7: das gibt es doch schon seit Jahrzehnetn und nennt sich Grau-Import. Gab ja mal deutsche Autos im benachbarten Ausland billiger als bei uns.
Kriegst sogar die Herstellergarantie und alles drum rum mit dazu.
Deutsche Gerichte haben hier gerade den deutschen Autoherstellern die Zähne gezogen, da die sich oft weigerten den Kundendienst an diesen Fahrzeugen hier in D durchzuführen.

Es ist bei fast allen Produkten so, dass deren Preise nach der unterschiedlichen Kaufkraft des jeweiligen Landes festgelegt werden.
Die reichen Konsumenten finanzieren die ärmeren mit.
 
Mich nervt es, dass das Online Erlebnis durch eu Richtlinien welche in meinen Augen völlig sinnlos sind, kaputt gemacht wird. Erst die Geschichte mit den Cookies, jetzt muss ich auf jeder Seite, die ich neu Aufrufe, erstmal akzeptieren, dass ich Cookies zulasse. Wieso gibt es in den Einstellungen von Browsern nochmal den Punkt "Cookies akzeptieren" wenn ich auf jeder Seite neu zustimmen muss. Jetzt das selbe mit Online Shops. Ich finde, es sollte möglich sein, den Shop auf Wunsch ändern zu können, aber man sollte trotzdem erstmal automatisch auf den Deutschen Shop umgeleitet werden, da die Transportzeiten und so weiter da besser für einen Wohnort in Deutschland geeignet sind. Wenn ich dann aber explizit in den Italienischen Store möchte, sollte das nicht blockiert werden dürfen. So wird es immer nerviger.
 
@JonteE: also ich hab in Chrome irgendwas eingestellt danach muss ich nix mehr akzeptieren. Hatte es gegooglet jetz grad keine Ahnung wo die Einstellung war. Vll hilft es dir ja. Fand das auch sehr nervig..

Würde. Nach gucken aber grad nur am Handy
 
@JonteE: "Ich finde, es sollte möglich sein, den Shop auf Wunsch ändern zu können, aber man sollte trotzdem erstmal automatisch auf den Deutschen Shop umgeleitet werden, da die Transportzeiten und so weiter da besser für einen Wohnort in Deutschland geeignet sind. Wenn ich dann aber explizit in den Italienischen Store möchte, sollte das nicht blockiert werden dürfen."
Wenn ich hinten .it statt .de schreibe, dann braucht mich die Seite nicht erst auf die deutsche Version umleiten, ich werde mir wohl schon was dabei gedacht haben. Bei einer .com-Domain wäre das sicher sinnvoll, aber sonst nicht.
 
@Link: Du glaubst also, dass die Mehrheit der Menschen die Adresszeile benutzt? ;-)
 
@tedstriker84: Es ist völlig irrelevant, was die Mehrheit macht oder nicht.
 
@tedstriker84: nein, die meisten googlen selbst nach bekannten Adressen. Aber ich finde es trotzdem gut dass das jetzt so ist. Viele Dinge sind im europäischen Ausland, trotz Versandkosten billiger als hier. Da kotzt einem die Meldung man solle den deutschen Shop nutzen schon extrem.
 
Genau - die berühmten, sperrigen Digitalgüter. Die nimmt man zurecht von dieser Regel aus.

Die konkrete Regelung ist mal wieder mehr als fragwürdig, siehe Cookie-Richtlinie. Es gibt weiterhin 28 Shops in verschienenen Sprachen. Das heißt wenn der im Beispiel erwähnte italienische Shop auf der italienischen Seite günstiger ist als auf der deutschen muss der Kunde das 1. mitkriegen und 2. sich damit rumschlagen, die italienische Seite zu nutzen.
 
@DRMfan^^: zum Einkaufen reicht doch die Standart Übersetzung von Chrome z.b. Addons gibt es sicherlich auch für Firefox usw
 
@HansJ2: Ja - einkaufen zu unbekannten Bedingungen weil anderes Land und damit andere Rechtslage und dann kannst du auch noch die AGB nicht lesen bzw. durchsuchen, weil die Überstzung unverständlich ist.
 
@DRMfan^^: ja das mit AGB stimmt. Bin jetz nur von kaufen ausgegangen. Aber 95% liest sich eh keine AGBs. Hauptsa He billig :p
 
@DRMfan^^: "Das heißt wenn der im Beispiel erwähnte italienische Shop auf der italienischen Seite günstiger ist als auf der deutschen muss der Kunde das 1. mitkriegen und 2. sich damit rumschlagen, die italienische Seite zu nutzen."
Das ist aber dein Problem und kein Grund dafür dem Shop-Betreiber zu erlauben, allen italienisch sprechenden Leuten (oder solchen, die sich anders zu helfen wissen) in Deutschland auf seiner italienischen Seite das Einkaufen zu verbieten. U.U. kann das sogar für den einen oder anderen einfacher sein, je nach dem was er denn so für Sprachen beherrscht.
 
@Link: Korrekt. Nur wenn das Gesetz nicht regelt, dass die unterschiedlichen Sprachversionen (Bis auf Lieferkosten, offensichtlich) identisch sind, dann bleibt effektiv eine Verzerrung da. Zum anderen ist es verständlich, wenn in Rumänien und Finnland das Preisniveau nicht identisch ist...
 
@DRMfan^^: "Zum anderen ist es verständlich, wenn in Rumänien und Finnland das Preisniveau nicht identisch ist"
Genauso verständlich ist es, dass in manchen Ländern die Produktion billiger ist und jedes Unternehmen zögert keine Sekunde sie dorthin zu verlegen, wenn es sich irgendwie realisieren läßt. Da brauchen die sich hinterher nicht zu beschweren, wenn die Kunden die gleichen Vorteile nutzen möchten.
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