Amazon will Obdachlosenhilfe nicht bezahlen und erpresst Seattle

Der Handelskonzern Amazon versucht derzeit seine Heimatstadt Seattle zu erpressen, um die Einführung einer neuen kommunalen Steuer zu verhindern. Die zusätzlichen Einnahmen sollen dazu dienen, das sich immer weiter verschärfende Wohnungsproblem in ... mehr... Usa, Geld, Dollar, Reichtum Bildquelle: Public Domain Usa, Geld, Dollar, Reichtum Usa, Geld, Dollar, Reichtum Public Domain

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Und das bei 1,6 Milliarden Gewinn. Pro Quartal!

Das ist bei 20-30 Millionen nicht die Portokasse des Unternehmens, sondern sogar nur die des Hausmeisters.

Sollten sich was schämen.

Und wenn Sie zur Kasse gebeten werden für das, was sie angerichtet haben, werden sie zur Heuschrecken und drohen damit, weiterzuziehen (zumindest interpretiere ich so die Drohung, Geschäftsneubauten nicht zu bauen).
 
@departure: Solchem Gebahren muss von Anfang an ein Riegel vorgeschoben werden. Es darf nicht sein, dass ein Großunternehmen sich Steuervorteile erpresst, während man es sich von den zahlreichen Kleinbetrieben, die sich nicht wehren können, holt. Soll Amazon doch gehen, die Erfahrung hat gezeigt, dass andere kommen und das Leben sowieso irgendwie weitergeht.
 
@departure: vorallem es geht um obdachlose die seattle mit dieser steuer helfen will, die wollen nicht amazon ausquetschen um sich paar neue strassen oder sonst was zu bauen, es geht um sie ärmsten und schwächsten bürger der stadt.
 
@Reude2004: Der Punkt dürfte eher der sein, das Amazon vermeiden möchte bzw. vermieden kriegen möchte, das sie der Öffentlichkeit bzw. dem Steuerzahler den Eindruck vermitteln, "einzusehen", das sie durchaus mit dran Schuld sind, das diese Steuer überhaupt erhoben werden "muss".
Sollte sich das nämlich ausdehnen auf weitere Städte, womöglich sogar ins Ausland, dann dürfte da nach Sicht von Amazon was "einreißen", was noch viel viel teurer werden könnte = die packen gleich und sofort die ganz dicke Keule gegen Seattle aus a la: wehret den Anfängen..
 
@DerTigga: Wenn meine Firma 1,6 milliarden $ in 3 Monaten einnehmen würde (gewinn nach allen steuern usw) dann würde ich jede 3 Monate voller stolz und freude 50 millionen spenden. Die Obdachlosen und die Stadt freuen sich, das gibt eine super PR und im nächsten Quartal habe ich wahrscheinlich nochmehr milliarden eingenommen.

Was gibt das jetzt für eine PR für Amazon?
 
@Reude2004: Keine Ahnung, ich hab beruflich nix mit Amazon zu tun und ne eigene Firma hab ich auch nicht. Und nicht das du mich mißverstehst: ich will Amazon damit nicht in Schutz nehmen und so.
Sollten die so denken, wie ich schrieb, fände ich das nicht okay, aber man sollte trotzdem fair bleiben und sich Gedanken drüber machen, aus welchen Beweggründen die evt. handeln könnten. Echte und nicht nur wutentbrannt zusammengetackerte meine ich.. ;-)
Und eben womöglich auch welche für existent halten, deren Zustandekommen "unser" Newstext hier unterschwiegen hat.
Mal einfach ins blaue reingesponnen: Amazon könnte ja theoretisch bzw. inzwischen 200 statt die 500 angeboten haben und die Stadt das rundweg abgelehnt haben..du verstehst ?
Oder es könnte so sein, das Herr Amazon Oberboss noch nicht vergessen hat, wie und das Trump neulich was heftig auf ihn los gegangen ist = alleine schon deswegen gabs das: nix iss.. ?
 
@Reude2004: Wenn Deine Firma 1,6 Mrd $ einnimmt - zusammen an zig Hunderten Standorten (allein in Deutschland über 2 Dutzend) - und 1 einzelner Standort will 30 Mio $... dann könnte das böse enden, wenn es Schule macht.
 
@Nunk-Junge: Naja deinen Gedankengang verstehe ich, allerdings die Standorte kannste so ja nicht vergleichen. Ein Paketzentrum in Dt. wird nicht annähernd so viele und vor allem hochbezahlte Leute haben wie Seattle und damit auch nicht annähernd die Auswirkungen.
 
@Reude2004: Das eigentliche Problem für Amazon ist, dass es sich, dass es sich dabei um ein börsennotiertes Unternehmen handelt. Als solches hat Amazon die Pflicht (kein Witz) jeglichen finanziellen Schaden von seinen Aktionären abzuhalten, da man sich sonst strafbar machen würde. Amazon muss sich solchen Zusatzsteuern also geradezu in den Weg stellen, ob es nun richtig ist, oder nicht steht auf einem ganz anderen Blatt.
 
@bamesjasti: Quatsch! weil

1. Wenn Amazon die Pflicht (kein Witz) hat,jeglichen finanziellen Schaden von seinen Aktionären abzuhalten, dann sollte Amazon mit der Zustimmung zu dieser Aktion seine soziale Verantwortung beweisen und damit ein positiveres Image erhalten, dies dient auch und besonders der Werbung und damit des Verkaufs und damit auch des Gewinns! Und dann schadet es eben nicht ! den Aktionären.

2. Wenn Amazon ein Gesetzt / eine Verordnung nicht einhält und eventuell Strafgelder zahlen müßte, schadt das den Aktonären doch wohl viel mehr.

4. Dieses Verhalten Amazons (Verweigerung) schadet auch den Image und kann / wird die Gewinne vermindern.

5. Außerdem, wer sagt, daß die Aktonäre sich ihrer sozialen Verantwortung entziehen wollen. Wurden die von Amazon-Bossen gefragt? Nein!

6. Und wer sind denn die Amazon-Aktionäre in erster Linie? Naaaa? Richtig die dortigen führenden Bosse. Soooo ist das nämlich.

7. Und wen wundert ein solches Verhalten eigentlich bei Amazon? Doch wohl niemanden! Oder?

8. Und trotzdem werden die meisten Amazon weiter nutzen! Auch diejenigen (außer mir !!!), die hier Amazon kritisieren und jammern! So ist das Leben. Was kümmern mich Andere, solange ich meine ! Vorteile habe!
 
@Kiebitz: Du hast ja im Kern Recht, aber es gibt in der Aktionärswelt keine soziale Verantwortung. Es zählen nur nackte Zahlen. Amazon verweigert ebenfalls nicht die Zahlung der Steuer, sondern stellt sich gegen deren Einführung.
 
@Kiebitz: Amazon hat eine so marktbeherrschende Stellung, daß ihnen ihr Ansehen gegenüber den Verlierern der Gesellschaft ungeschadet egal sein kann. Sie sind nur den Aktionären verpflichtet. Und die wissen, warum sie in Amazon investieren.
Ich denke da nur an Nestlé... über die gibt's auch im sozialen Bereich nix gutes zu berichten, trotzdem wachsen die weiter.
Willkommen im real existierenden Kapitalismus!
 
@Roehre: So ist es leider tatsächlich+ Aber wenn mehr Verbraucher / Käufer sich informieren, sich Gedanken machen und Amazon meiden, würde das schon Einiges bewirken. Es ist halt so, wie ich oben bei mir unter Punkt 8. schrieb von wegen " So ist das Leben. Was kümmern mich Andere, solange ich meine ! Vorteile habe!",
 
@departure: Was hat denn Amazon bitte angerichtet? Haben die die Preise erhöht? Nein. Das sind die raffgierigen Geschäfteinhaber, die raffgierigen Vermieter usw.

Amazon könnte das Problem auch anders lösen: Sie verlegen ihr Unternehmen in eine andere Stadt.
Dann dürften die Lebenshaltungskosten wieder sinken. Allerdings parallel auch die Arbeitslosenquote. Ob das nun besser ist?

Das sind halt typisch die USA. Erst nichts machen, dann wenn das Kind im Brunnen gefallen ist will man doch etwas tun und dann weiß niemand, wie man die Hilfe finanzieren soll. Also will man es sich von denen holen, die am meisten haben und eh schon am meisten geben.

Das Problem liegt an dem nicht vorhanden Sozialen Absicherungen in den USA, also am Staat selber und nicht an Amazon!
 
Schämt euch Amazon und vorallem deren Kunden da ohne Kunden Amazon nie so gross werden konnte.

gibt mir ruhig minus aber ich finde es eine schande das eine Firma die mehrere milliarden einnimmt zu solchen mitteln greift.
 
@Reude2004: Ich muss dir zustimmen. Obwohl Ich auch bei Amazon kaufe finde ich ihr Verhalten in der letzten Zeit immer unverschämter. Vor allem bei den immensen Gewinnen die sie momentan einfahren.
 
@Reude2004: Wieso ? Sie müssen !!!! Schaden von ihren Aktionären abhalten,ganz egal was da kommt,sonst machen sie sich strafbar !! Schon mal überlegt ehe du sowas schreibst ? Sicher ist das nicht richtig,aber der 300 % Gewinn orientierte Ammerikaner kennt da keine Gnade. Stell dir mal vor sie geben das Geld, was meinst du wohl wenn weltweit jeder jetzt von denen Geld will wo sie eine Niederlassung haben ?
 
Das hat nichts mit der Kundschaft zu tun. Amazon hat das Geld und sie könnten es sich leisten (DAS hat mit der Kundschaft zu tun) - und sie sollten sich schämen, sich so aufzuführen. Aber ohne Kundschaft könnten sie auch die 30 Millionen extra nur schwer aufbringen. Finde aber definitiv, dass der Gesetzgeber solcher Geschäftsgebarung einen Riegel vorschieben sollte!
Solange die Grosskonzerne (Amazon, Apple, Google, MS etc.) es sich richten können, werden sie es auch tun. Dafür ist der Gesetzgeber da - klarerweise geht das im Endeffekt nur über internationale Regeln (aber das wollen viele auch nicht...).
 
Amazon könnte bzw. sollte da schon etwas tun.

Jedoch das Hauptproblem ist eher an anderer Stelle zu suchen und da gilt es einen Riegel vorzuschieben:

Wer zwingt denn die Vermieter die Preise derart anzuheben, nur weil da 45.000 potentiell etwas mehr verdienen? Seattle hat 700k Einwohner und ich denke, das nicht mehr als 30k wirklich in der Stadt leben statt in Vororten etc...

Warum muss man die Preise in der ganzen Stadt so hochtreiben, das sich kein "Normalo" mehr eine Wohnung leisten kann?

Denke da sollte eher etwas getan werden. Statt Normalverdiener in die Obdachlosigkeit zu treiben. Für die Geldgier der Vermieter/Eigentümer kann und darf nicht Amazon komplett verantwortlich gemacht werden.
 
Dann bauen sie halt keine neuen Büros! Entweder brauchen sie den Platz oder eben nicht. Der Grundsatz "Der Staat ist nicht erpressbar" sollte oberstes Gebot bleiben. Wenn die gewählten Politiker diese Maßnahmen als für die Stadt richtig und wichtig halten, müssen sie das auch so umsetzen und dürfen sich nicht durch so einen plumpen Erpressungsversuch abschrecken lassen.
 
@mh0001: Dieser Grundsatz gilt ja nicht einmal bei Terroristen. Auch da hat sich der Staat schon oft genug erpressen lassen.
 
@mh0001:
Und auf der anderen Seite erpressen diese Sanctuary Städte den Staat, brechen, oder zumindest biegen Gesetze und setzen widerlich menschenverachtende Maßnahmen durch, um diese Obdachlosen aus den reichen Vierteln fern zu halten.
 
@mh0001: Der Staat und nicht Erpressbar ? Ich lach mich kaputt, sie werfen mit Steinen nach unseren Autofirmen, (will sie nicht in schutz nehmen ) aber fahren da drüben dicke V 8 und denken Diesel ist gesund.....sorry aber ne allgemeine Schulbildung feht denen da definitiv !
 
Die Kommentare hier sind so typisch deutsch, hauptsache Umberteilen. Auf der einen Seite kann ich das Problem der Stadt verstehen, auf der anderen Seite wird der Gleichheitsgrundsatz verletzt, wenn nur Amazon als einziges großes Unternhemen die Steuer zahlen muss. Des Weiteren ist es eine Steuern pro Mitarbeiter, die wie eine Sozialabgabe wirkt. 500 pro Mirarbeiter ist nun wirklich eine Dreistigkeit. Natürlich kann sich Amazon das leisten, aber darum geht es nicht. Wenn sie Geld wollen sollen sie die Steuern auf Gewinn erhöhen aber keine Steuer fü ein einziges Unternehmen einführen! Und nein, ich bin nicht pro Amazon. Wie Amazon die Mitarbeiter bezahlt ist auch eine Dreistigkeit, aber deshalb sollte man dennoch objektiv bleiben.
 
@donald2603: Danke, du gibst mir wieder Hoffnung was den menschlichen Verstand betrifft.
 
Es ist ein grundsätzliches problem, der Kapitalismus hat die Demokratie erpressbar gemacht, dabei hat diese eigendlich immer das letzte wort, zumindest sollte sie es haben.
 
irgendwann werden deren Lagerhäuser gestürmt und die Privatsecurity schiesst zurück
 
@reichsverweser: wer denn sonst ? Das Trump den offiziellen Kräften erlauben würde einzugreifen glaub ich nach seinen diversen Statements in Richtung Amazon eher nicht mehr. Auf mich machte er den Eindruck, das er durchaus bereit wäre, sie im Zweifelsfall sogar zurück zu pfeifen..
 
Das Problem ist, dass sich diese "Sanctuary Cities" diese Obdachlosen selbst rein holen und produzieren und geltende Gesetze ignorieren.
Ich kann somit Seattle nicht unterstützen.
 
Was heisst da "erpressen"...

Nach Baubeginn / Projektbeginn wurden von Seattle die Rahmenbedingungen geändert.

Somit ist es das gute Recht von Amazon das Projekt zu stoppen und sich ggf. neu zu orientieren.

Das hat nichts mit Erpressung zu tun.

Sie hätten sich auch sonst anders entscheiden können und das Gebäude entweder leerstehen lassen oder wieder abreissen können. Ist ganz allein deren Entscheidung.

PS: Amazon hat weltweit Stand 2017 566.000 Mitarbeiter.... Wenn jetzt plötzlich jede Stadt an jedem Standort auf die Idee kommt sind das ja "nur" 283 Mio im Jahr...
 
@Stefan1979: Der Staat bzw. die Stadt als Souverän kann ändern und verlangen was sie wollen. Das sagt der Begriff Souverän aus. Die Wirtschaft hat sich unterzuordnen und anzupassen. Wer sich aus sozialer Verantwortung stiehlt gehört ins Gefängnis.

Ps: 283 Mio pro Jahr sind für Amazon Peanuts....
 
@Speggn: Sie haben sich angepaßt. Wenn es ihnen nicht paßt können sie ja auch woanders hingehen, was ihnen aber jetzt wieder von irgendwelchen Seiten unsinnigerweise als Erpressung ausgelegt wird.

Und ja, der Stadt kann sowas ändern, aber das bedeutet nicht daß dir Firmen dabei mitspielen und dort bleiben müssen. Es gibt ja auch noch andere Städte.
 
@Johnny Cache: Was für mich ein aus der Verantwortung stehlen darstellt. Ich verurteile es, das man sich, das nötige Kleingeld vorausgesetzt immer die Niesche suchen darf, in der man den Gewinn maximieren und die Verantwortung minimieren kann.

Zudem schrieb ich unterordnen und anpassen. Und sich nicht anpassen indem man sich aus der Verantwortung stiehlt. Die Wirtschaft hat die Anordnung der demokratisch gewählten Regierung zu akzeptieren. Sich dagegen zur Wehr zu setzen sollte Strafbar sein. Die Anordnungen der Volksvertretung sind als unternehmerisches Risiko zu werten. Und wenn das bedeutet das man bankrott geht oder Freiheitsstrafen drohen.
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In diesem Konkreten Fall sollte Amazon da einfach nicht mehr raus kommen dürfen. Auch wenn sie sich eine andere Stadt suchen sollten, müssen sie trotzdem an Seattle zahlen. Und sollten sie auch nur Andeutungen machen sich dagegen zur Wehr zu setzen, gehört das Management das für diese Entscheidung verantwortlich ist, hinter Gitter.
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In der heutigen Zeit ist es doch so, das man, wenn man einmal eine gewisse Größe erreicht hat, garantiert Gewinne und Rendite einfährt. Unternehmerisches Risiko existiert doch gar nicht mehr. Man steht über dem Gesetz, bzw. lässt es in seinem Sinne verfassen.
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Ich bin auch immer wieder Beeindruckt das viele Menschen, die definitiv nicht zu den Gewinnern gehören, sondern sich höchstens selbst so sehen, da sie schon rein statistisch nicht zu den 1 - 5% der Bevölkerung gehören, die den Rest ausnutzt, diese "Menschen", bzw. das auf sie zugeschnittene System auch noch verteidigen.
Das dümmste Schwein wählt seinen Schlachter selbst....
 
@Speggn: Du meinst also nicht, das Seattle verpflichtet sein könnte oder gar sollte, all jene Wohnungsvermieter am Schlafittchen zu packen ? Weil die in hohen Prozentsätzen nur dank bzw. weil Amazon (so) hohe Löhne zahlt, dazu übergehen konnten bzw gegangen sind bzw. meinten, das so zu dürfen: sich davon ne mächtig dicke Scheibe absäbeln zu dürfen, per die Mieten bis sonstwohin hoch zu zwirbeln?
Ich finde, das Seattle mal ganz fix das Robin Hood Kostüm wieder ablegen sollte und bestenfalls noch mit halb soviel Vehemenz auf Amazon losgehen sollte. Klar versaut man sich als Politiker gut möglich die Wiederwahl, wenn man die eigene Bevölkerung gegen sich aufbringt bzw. angeblich viel zu viel beim "kleinen Mann" dämpfen geht und einschränken kommt - in meinen Augen haben grade die aber auch ne gepflegte Portion Mitschuld daran, wieso es selbst für ansich recht gut verdienenende Leute ernst wird oder schon wurde mit drohender Obdachlosigkeit.
Was all diese Vermieter wohl machen würden, wenn Amazon wirklich abwandern würde und dadurch schlagartig Essig wäre, mit den dick verdienenden und nur deswegen auch dicke Mieten zahlen könnenden Amazon Mitarbeitern?
Aber nein, Amazon soll noch nen dicken Batzen zahlen, damit die Vermieter weiter damit durchkommen, man die bzw. diese Wähler nicht verärgert = nach der nächsten Wahl seinen Politikerjob los sein könnte ? Amazon oder irgend ne andere ansässige Firma stattdessen: die hamms doch schließlich, so dick wie deren Gewinn war.. also das muss einfach okay sein, nix am bestehenden Sozialsystem bzw. Vermieter / Verkäuferverhalten zu ändern, stattdessen nimmt mans eben da wo es ach so dicke liegt?
Nein, ich hab mir das nicht selbst zusammen gereimt, es gibt dazu mindestens eine Doku aus jenem amerikanischen "silikoniertem Tal", die diese Konstellation bzw. Vorgehensweisen bzw. das daraus entstehende Gefährdungspotential, in dieser (Wohn) Gegend bei Jobverlust und nicht sofortigem finden eines neuen und wieder hoch bezahlten, innerhalb von ein paar wenigen Monaten in Armut und Obdachlosigkeit abrutschen zu können, klar aufzeigt.
 
@DerTigga: Letztendlich ja. Dort wo das Geld ist, sollte man es sich holen. Nicht bei denen die keins haben. Den Vermietern gehört eine 80 - 90%ige Steuer auf jeden Cent der über der Durchschnittsmiete liegt aufgebrummt. So würden sie sehr schnell davon absehen das letzte Geld aus dem nicht so wohlhabenden Teil der Bevölkerung zu pressen.

Ps: Letztendlich muss man aufhören die armen 90% der Bevölkerung zu belangen. Der Rest, der die Masse des Geldes besitzt sollte sich um alles kümmern müssen. Da wo das Geld so dicke liegt, wie du sagst, sollte man es holen. Nicht beim einfachen Angestellten oder Arbeiter.

Ich bin der Meinung man sollte die reichsten im Lande so lange enteignen bis es keine gefährlich armen mehr gibt (Ist in Deutschland durch das Sozialsystem schon so geregelt, obwohl dort auch die falschen zu stark belangt werden). Die Reichen sind dann immer noch reich, nicht mehr ganz so pervers reich, aber dafür wird das Leid der Massen gelindert. Natürlich verlieren sie damit ihre Macht. Und das ist des Pudels Kern... nichts anderes. Geld genug wäre allemal vorhanden.
 
@Speggn: Sorry, aber entweder gilt sowas immer für alle oder eben für keinen. Eine Ungleichbehandlung verhindert jegliche Planungssicherheit für Fimen als auch für Privatleute.
Wenn deine Stadt der Meinung ist daß sie für dein Haus neuerdings eine extra Gebühr erheben müßte, solltst du nicht die Möglichkeit haben umzuziehen? Und wenn du das jetzt bejast, würde mich brennend interessieren warum das trotzdem für alle anderen gelten soll.

Amazon geht es gerade deswegen so gut weil sie äußerst vernünftig mit ihrem Geld umgehen, was sehr vielen Firmen und Leuten abgeht. Aber ausgerechnet die noch dafür zu bestrafen ist etwas das überhaupt nicht geht.
 
@Johnny Cache: Es darf kein "Woanders" geben wo es diese Regelung nicht gibt. Es sollte auch kein Unternehmen ausgenommen werden. Und schon gibt es wieder Planungssicherheit, nur andere Rahmenbedingungen. Und sollte man das Land verlassen, dann ohne Kapital. Das bleibt bis auf einen kleinen Freibetrag zurück und geht an den Staat.

Die Mobilität des Kapitals, und die damit ständig verbundene Möglichkeit Staaten zu erpressen ist das Problem. Wenn ein Land sagen könnte "Verlegt eure Firma doch sonstwohin, kein Problem, aber euer Firmenvermögen und alle Immobilien werden dann verstaatlicht und ihr seht keinen Cent davon. Startet mit eurer Idee in einem Beliebigen Land erneut. Aber stehlt euch nicht aus der Verantwortung dem Land gegenüber, aus dem ihr stammt" Würde die Wirtschaft den Staaten auch nicht auf der Nase herumtanzen.

Das man Firmen die selben Freiheiten wie Privatpersonen einräumt ist doch die Crux.

Und das du Steuerflucht, asoziales Verhalten und Gier als vernünftigen Umgang mit Geld betitelst sagt eine Menge aus.

Je größer der Berg an Leichen ist, über den man bereit ist zu gehen, desto besser geht es einem finanziell. Das war schon immer so, und ist leider immer noch so.
 
@Speggn: Das was du da beschreibst nennt sich Sozialismus und wie gut das ausgeht haben wir ja schon lange uns ausgiebig belächeln dürfen.
Daß du hier einen einzelnen großen Arbeitgeber für die Verfehlungen von vielen Vermietern verantwortlich machst ist schon ziemlich daneben, aber auf der anderen Seite ist es dann auch wieder nicht recht wenn der selbe Arbeitgeber bei uns den Mitarbeitern vergleichsweise geringe, wenn auch immer noch überdurchschnittliche, Löhne zahlt. Was soll es denn nun bitte sein?

Darf ich fragen ob die eine Steuererklärung und damit alle dir möglichen und zustehenden Vergünstigungen geltend machst? Warum sollten andere, und damit auch die Arbeitgeber, nicht genau das selbe machen dürfen?
Firmen können nichts für die gesetzlichen Bestimmungen, aber es ist ihr gutes Recht in Rahmen derer zu agieren. Wenn diese nicht sauber formuliert sind, kann man sich ja kaum bei denen beschweren die die Gesetze gelesen und verstanden haben.

Und ob du es jetzt glaubst oder nicht, auch ich habe etwas gegen asoziales Verhalten. Aber ich beschwere mich eben erst darüber, wenn es nicht durch entsprechende Regeln gedeckt ist.
 
@Speggn: Und Amazon kann sein Büro bauen wo es will - ganz einfach...

283 Mio sind Peanuts? Auch wenn du noch mehrere Milliarden Dollar Schulden hast?

Bei deinen mathematischen Fähigkeiten sehen wir dich demnächst bei Peter Zwegat auf RTL... Wenn du genauso lebst wundert mich das nicht ;-)
 
@Stefan1979: Amazon hat alleine im vierten Quartal 2017 knapp 2 Milliarden $ Gewinn gemacht. Erstes Quartal 2018 1,6 Milliarden $. Bei knapp 51 Milliarden $ Umsatz.
Da sind 283 Mio $ definitiv Peanuts.

Amazon gehört für die Dreistigkeit, erst nach der Forderung soziale Verantwortung zu übernehmen, das Büro doch nicht bauen zu wollen in einer Größenordnung bestraft, das die ursprünglich geforderte Zahlung lächerlich klingt. Aber dreist und asozial ist ja heutzutage in....
 
Was macht die Stadt denn mit den anderen, sicherlich nicht knappen, Steuereinnahmen von Amazon & Co?
 
@Doso: Sie geht ihren sonstigen Aufgaben nach. Das ist wie in Deutschland. Hier verschulden sich Städte auch nicht weil es Spaß macht, sondern weil sie mehr ausgeben müssen als durch Steuern gedeckt wird.
 
@Doso: Diese Unternehmen zahlen weniger Steuern als ein kleines mittelständisches Unternehmen. Teilweise sogar gar keine. Dafür haben sie sich die Gesetze entsprechend schreiben lassen.

Sobald man eine gewisse Größe erreicht hat, gibt es keine Verantwortung und Risiko mehr. Nur noch Rendite....
 
https://itep.org/amazon-inc-paid-zero-in-federal-taxes-in-2017-gets-789-million-windfall-from-new-tax-law/
 
Wenn die Gier nicht wäre - gäbe es keine Armut, keine Kriege, kein Leid .... aber da wir das Gegenteil als "Gut" empfinden und "Geld" wichtig ist ... tja ..
 
@AtomicMatrix: Die Gier ist das geringere Problem. Unser System zwingt die Firmen zu dieser Gier, u. a. durch Aktionärsgesetze. Eine AG muß (!!!) für seine Aktionäre versuchen möglichst hohe Renditen zu produzieren und einen möglichst hohen Aktienwert anstreben. V. a. in den USA können sonst die Aktionäre gegen die Firmen vorgehen. Somit ist der absolute Zwang das einzige Mittel des Staates etwas von einer Firma zu bekommen. Und die ist wiederum gezwungen in dem Fall durchzurechnen, ob ein Umzug in eine andere Stadt oder ein anderes Land nicht günstiger wäre. Die Bundesregierung der USA fordert deshalb rund 1/4 der Firma in Geld, wenn diese ihre Firmensitz ins Ausland verlegt, was dies in den meisten Fällen zu teuer macht. Städte haben dieses Mittel leider nicht.
 
@Chris Sedlmair: Das ist so nicht richtig mit dem Zwang. Eine AG muss für seine Aktionäre nicht unbedingt höchste Renditen generieren. Es kommt darauf an was die Aktionäre (die Inhaber) wollen. Wenn die Inhaber aber besagte Gier nicht an den Tag legen würden und dafür sorgen würden dass sich ihre Firma sozial verträglich verhält - dann wäre das auch so und die Firma würde dem Auftrag ihrer Inhaber entsprechen - völlig gesetzestreu.
Gier ist also schon das Problem, die Gier der Inhaber, nicht die Gier der Firma selber.
 
Amazon ist was soziale Belange betrifft schon eine recht unsoziale Firma. Bei der erwähnten 500 Dollar wäre es interessant zu wissen, ob die nun pro Monat, pro Quartal, …. fällig werden würden.
 
So eine ähnlich Story hatten wir in Hamburg Anfang der 70er. Das Finanzamt hat sich BP mal genauer angeschaut ... und es kam eine Steuernachforderung über ~ 130 Millionen "DM" . BP drohte dann, den Standort Hamburg dicht zu machen und nach GB zu gehen. Die Steuernachforderung wurde daraufhin auf 30 Millionen DM abgeschmolzen. Fazit : Sozial ist was Arbeit schafft! xD
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.... bin echt froh, das ich bei Amazon nichts bestelle! :-)
 
Vor 30 Jahren haben wir über SciFi-Filme gelächelt, in denen Multinationale Konzerne die Staatsgewalt- und Lenkung übernommen haben.

Heute ist es erschreckende Realität!

Und Morgen haben diese Konzerne ihre eigenen Armeen...
 
@karlo73: Haben sie doch schon ... oder was sonst ist bspw. Blackwater für ein Verein?! Und die Söldner von denen, wurden natürlich häufig von Staaten in regulären Armeen Ausgebildet und Trainiert ... auch hier also das übliche Schema, die Kosten hat die Allgemeinheit und den Nutzen irgendwelche superreichen Schnösel, die sich auf die Ausbeutung der Allgemeinheit auch noch Einbilden etwas geleistet zu haben! Dieses "Pack" ...
 
Warum geht man nicht das eigentlich Problem der Wuchermieten an? Ist der Stadt wohl zu unangenehm, denn dafür müsste sie wirklich etwas tun.
 
Früher haben Großunternehmen für ihre Arbeiter ganze Stadtteile aus eigener Tasche gebaut damit diese dort leben können. Soll Amazon doch selber für die Unterbringung ihrer 45.000 Arbeiternehmer sorgen, dann entspannt sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt sicher wieder.
Mit 30 Millionen kommt Amazon da aber nicht weit - das wird viel teurer.
 
@e-foolution: Foxxconn hat auch Wohnungen / Wohnheime... Passt aber auch keinem - weil sind ja keine Luxuswohnungen...

Amazon würde sicher ein paar "Plattenbauten" hochziehen - vorausgesetzt Seattle gibt Grundstücke ohne sich daran eine goldene Nase verdienen zu wollen.

Aber dann kommt ja wieder da Gemecker - so kann man ja nicht leben usw. Komischerweise haben es Mio Deutsche geschafft und schaffen es z.B. in Berlin usw. immer noch.

Oder soll Amazon jetzt auch noch Luxuswohnungen bereitstellen - und die Leute natürlich auch noch zusätzlich sehr gut bezahlen?

Das einzige richite wäre einfach komplett von Seattle weg zu gehen und das woanders zu bauen. Die bereits bestehenden Arbeitsplätze werde auch aus Seattle abgezogen und dann gibts genug Platz für die restlichen Leute...

Man kann eine "Kuh" nicht ewig melken - irgendwann ist Schluss. Du kannst nicht Milch wollen und sie gleichzeitig schlachten...
 
@Stefan1979: Angesichts der wirtschaftlichen Situation von Amazon hinkt diese Metahper doch gewaltig. Eher umgekehrt wird ein Schuh draus. Die Stadt Seattle ist hier die Kuh und Amazon ist es nicht so wichtig ob diese jetzt zum Schlachter muss oder nicht.
Firmen wie Amazon die auf Innovation setzen sind ausserdem auf eine ganz bestimmte Gruppe Angstellte angewiesen denen Lebensqualität sehr wichtig ist. Sonst könnten die auch bei anderen Tech Firmen anheuern und bequem in San Fransico unterkommen (da ist das Wetter auch besser als in Seattle). Seattle bietet hier den Leuten aber auch einiges. Und Amazon sollte auch ein Interesse daran haben Seattle nicht zu "schlachten". Ich bin mir nicht sicher ob diese Steuer jetzt der richtige Weg ist Amazon mit in die Verantwortung zu nehmen, aber ich finde schon Amazon sollte sich seiner sozialen Verantwortung nicht entziehen. Man kann nicht einfach die Einwohnerzahl einer Stadt um 5% erhöhen und so tun als hätte man mit den Problemen die daraus entstehen nichts zu tun.
 
@e-foolution: "Ich bin mir nicht sicher ob diese Steuer jetzt der richtige Weg ist Amazon mit in die Verantwortung zu nehmen, aber ich finde schon Amazon sollte sich seiner sozialen Verantwortung nicht entziehen."

Langsam nähern wir uns an... Aber jetzt rechne mal was Seattle allein an Lohnsteuern usw. dadurch einnimmt. Wenn die gleich gesagt hätten die Steuern sind hier so und so wäre alles OK - das was mich hier tierisch nervt ist dass die jetzt wo das gebaut wird ganz plötzlich eine neue Steuer erfinden.

Hätten die das gleich bei der Projektplanung gesagt hätte ich kein Problem damit. Oder die sollen eben allgemein den Steuersatz erhöhen.

Aber warten bis das im Bau ist und dann mit der Steuer kommen ist Erpressung - und zwar von der Stadt Seattle an Amazon... Nach dem Motto - jetzt habt ihr schon viele Mio Dollar investiert jetzt könnt ihr das auch noch zahlen...
 
@e-foolution: Und deine Rechnug hat einen Fehler...

Wenn die für 45.000 Arbeiter Wohnungen bauen werden die Mieten natürlich als Geldwerter-Vorteil vom Gehalt abgezogen...

Selbst bei nur 500 Dollar Miete sparen die sich im Monat schon 22,5 Mio Gehalt...

In das wären in 4 Jahren 1 Milliarde - dafür kannst viele Wohnungen bauen...
 
@Stefan1979: Nehmen wir mal an, eine Wohnung kostet 200000$ - dann wären wir bei 9 Milliarden. In 10 Jahren hätte man das erst raus.
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