Nach Blasphemie auf Facebook:
30-jährigem Pakistani droht Todesstrafe
Für einen 30-jährigen Pakistani hat das posten einer Gotteslästerung auf Facebook womöglich tragische Folgen, denn der Mann wurde für die Veröffentlichung eines blasphemischen Kommentars zum Tode verurteilt. Taimoor Raza soll in einem Beitrag den Propheten Mohammed beleidigt haben.
Religion ist auf sozialen Medien immer wieder ein Thema, hierzulande sind heftige Diskussionen und gekränkte Gefühle bzw. die Löschung eines Beitrags aber das Schlimmste, was den Beteiligten passieren kann. In Pakistan hingegen wurde laut einem Bericht des Guardian (via derStandard) zum ersten Mal ein Facebook-Nutzer für einen Kommentar zum Tode verurteilt.
Der 30-Jährige hat auf Facebook eine Debatte zum Islam geführt, Details zu dem, was er gesagt haben soll, sind aber nicht bekannt. Das Pech von Taimoor Raza: Er hat die Diskussion, für die er in weiterer Folge verhaftet wurde, mit einem Anti-Terror-Agenten geführt. Dieser hat nach den blasphemischen Äußerungen die Ermittlungen aufgenommen und den Gotteslästerer verhaften lassen.
Der Blasphemie-Paragraf in Pakistan ist schon lange Gegenstand zahlreicher Debatten: Denn der islamische Staat fordert von Facebook und Twitter eine enge Kooperation bzw. die proaktive Zusammenarbeit in Bezug auf derartige Inhalte. Facebook hat zwar angedeutet, dass man mit den lokalen Behörden zusammenarbeiten will, große Eile zeigt das US-Unternehmen dabei aber nicht und verweist auf Privatsphäre und Nutzerrechte seiner Mitglieder.
Menschenrechtsorganisationen haben dieses und auch andere vergleichbare Urteile scharf kritisiert und pakistanischen Gerichten vorgeworfen, von Technologie und Social Media zu wenig Ahnung zu haben sowie Todesurteile viel zu schnell auszusprechen.
Der 30-Jährige hat auf Facebook eine Debatte zum Islam geführt, Details zu dem, was er gesagt haben soll, sind aber nicht bekannt. Das Pech von Taimoor Raza: Er hat die Diskussion, für die er in weiterer Folge verhaftet wurde, mit einem Anti-Terror-Agenten geführt. Dieser hat nach den blasphemischen Äußerungen die Ermittlungen aufgenommen und den Gotteslästerer verhaften lassen.
Berufung
In der anschließenden Verhandlung wurde der Mann verurteilt, ihm droht nun die Todesstrafe. Allerdings besteht Hoffnung, dass er nicht hingerichtet wird, da es sich beim aktuellen Urteil um eines aus erster Instanz handelt. Taimoor Raza kann und wird Berufung einlegen, der Fall könnte auch noch beim Höchstgericht Pakistans landen.Der Blasphemie-Paragraf in Pakistan ist schon lange Gegenstand zahlreicher Debatten: Denn der islamische Staat fordert von Facebook und Twitter eine enge Kooperation bzw. die proaktive Zusammenarbeit in Bezug auf derartige Inhalte. Facebook hat zwar angedeutet, dass man mit den lokalen Behörden zusammenarbeiten will, große Eile zeigt das US-Unternehmen dabei aber nicht und verweist auf Privatsphäre und Nutzerrechte seiner Mitglieder.
Menschenrechtsorganisationen haben dieses und auch andere vergleichbare Urteile scharf kritisiert und pakistanischen Gerichten vorgeworfen, von Technologie und Social Media zu wenig Ahnung zu haben sowie Todesurteile viel zu schnell auszusprechen.
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