Münchener Terroranschlag:
BKA hebt Darknet-Quelle der Waffe aus
Mit großem Aufgebot sind die Behörden in der vergangenen Woche bei einem Mann eingerückt, der im so genannten Darknet eine Plattform für diverse illegale Waren betrieben haben soll. Der 30-jährige Beschuldigte sei dabei festgenommen worden, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) heute mit.
Infografik: Anteile der Inhalte im Tor-Darknet
Beamte des BKA hätten gemeinsam mit Spezialkräften der Bundespolizei am Abend des letzten Donnerstags bei dem Mann in Karlsruhe die Aktion durchgeführt, bei der auch die Wohnung des Mannes durchsucht wurde. Das sei das Ergebnis von längeren Ermittlungen gegen die fragliche Plattform, auf der unter anderem illegale Drogen als auch Waffen gehandelt worden seien.
Der Festgenommene soll nach den Erkenntnissen seit Anfang 2013 allein die Administration der Plattform durchgeführt haben. Rund 20.000 registrierte Mitglieder seien hier verzeichnet worden. Das Darknet-Forum diente diesen als Anlaufstelle, auf der man miteinander in Kontakt kam und die entsprechenden Geschäftskontakte einfädelte.
Der Handel beschränkte sich dabei keineswegs auf die fraglichen Bereiche. In den Recherchen fanden sich hier auch Deals, bei denen es um Falschgeld, gefälschte Ausweisdokumente und Daten von Kreditkartennutzern ging. Einer der bekanntesten Fälle, die mit der Plattform in Verbindung stehen, soll der Terroranschlag des letzten Jahres in München sein. Der Kauf der Waffe, mit der ein Rechtsextremist in einem Einkaufszentrum mehrere Menschen erschoss, sei in dem Forum angebahnt worden, hieß es.
Monatelange verdeckte Ermittlungen hätten letztlich ermöglicht, den Betreiber der Darknet-Seite zu identifizieren, so das BKA. Bei der Razzia habe man diverse Rechner und Speichermedien beschlagnahmt, die weitergehende Beweise enthalten sollen. Auch den Server hätten die Ermittler letztlich lokalisieren und abschalten können. Der zuständige Haftrichter am Amtsgericht Karlsruhe hat einen Verbleib des Beschuldigten in Untersuchungshaft angeordnet.
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Infografik: Anteile der Inhalte im Tor-Darknet
Beamte des BKA hätten gemeinsam mit Spezialkräften der Bundespolizei am Abend des letzten Donnerstags bei dem Mann in Karlsruhe die Aktion durchgeführt, bei der auch die Wohnung des Mannes durchsucht wurde. Das sei das Ergebnis von längeren Ermittlungen gegen die fragliche Plattform, auf der unter anderem illegale Drogen als auch Waffen gehandelt worden seien.
Der Festgenommene soll nach den Erkenntnissen seit Anfang 2013 allein die Administration der Plattform durchgeführt haben. Rund 20.000 registrierte Mitglieder seien hier verzeichnet worden. Das Darknet-Forum diente diesen als Anlaufstelle, auf der man miteinander in Kontakt kam und die entsprechenden Geschäftskontakte einfädelte.
Der Handel beschränkte sich dabei keineswegs auf die fraglichen Bereiche. In den Recherchen fanden sich hier auch Deals, bei denen es um Falschgeld, gefälschte Ausweisdokumente und Daten von Kreditkartennutzern ging. Einer der bekanntesten Fälle, die mit der Plattform in Verbindung stehen, soll der Terroranschlag des letzten Jahres in München sein. Der Kauf der Waffe, mit der ein Rechtsextremist in einem Einkaufszentrum mehrere Menschen erschoss, sei in dem Forum angebahnt worden, hieß es.
Monatelange verdeckte Ermittlungen hätten letztlich ermöglicht, den Betreiber der Darknet-Seite zu identifizieren, so das BKA. Bei der Razzia habe man diverse Rechner und Speichermedien beschlagnahmt, die weitergehende Beweise enthalten sollen. Auch den Server hätten die Ermittler letztlich lokalisieren und abschalten können. Der zuständige Haftrichter am Amtsgericht Karlsruhe hat einen Verbleib des Beschuldigten in Untersuchungshaft angeordnet.
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Christian Kahle
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