Deutscher Polizei gelingt Schlag gegen den Drogenhandel im "Darknet"

Über den Begriff Darknet kann man sicherlich streiten, der Drogenhandel über das Internet an sich ist aber ein ganz reales Phänomen. Der Landeszentralstelle Cybercrime (LZC) der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz ist nun ein Schlag gegen diese Art des Suchtgiftgeschäftes gelungen, es kam zu Durchsuchungen und der Verhaftung von vier Verdächtigen. Laut einer Bekanntgabe auf der Webseite des Justizministeriums von Rheinland-Pfalz ist einer Gruppe mehrerer Behörden ein schwerer Schlag gegen Drogenhändler im so genannten Darknet gelungen. Wie man schreibt haben die Beschuldigten über ein deutschsprachiges "Darknet Market Forum" Cannabis, Amphetamin, Heroin, Kokain, Methamphetamin und Ecstasy-Pillen vertrieben.

Bitcoin-Basis

Die Landeszentralstelle Cybercrime erläuterte das Geschäft und gab an, dass die Bestellungen anonymisiert über Bitmessage, die Bezahlung ausschließlich über Bitcoins und die Lieferung auf dem Postweg erfolgt seien. "Die Beschuldigten warben damit, innerhalb eines Tages zu liefern, was eine ständige Verfügbarkeit der angebotenen Drogen voraussetzt", so die Ermittler weiter. Drogenhandel im Darknet (LKA Rheinland-Pfalz)In Bayern sichergestellte Zigaretten und andere gefährliche Drogen Am vergangenen Donnerstag kam es dann zu Durchsuchungen in Bayern, der Polizei konnte dabei eine durchaus stattliche Menge an Drogen sicherstellen: Elf Kilogramm Amphetamin, 150 Gramm Kokain, 250 Gramm Heroin, 175 Gramm MDMA, 1450 Ecstasy-Pillen, 645 Gramm Marihuana, dazu kommen eine Indoor-Plantage mit 72 Cannabispflanzen in verschiedenen Wachstumsphasen sowie Bargeld. Nach Polizeiangaben konnte man Drogen im Gesamtwert von 130.000 Euro beschlagnahmen.

Einer der mutmaßlichen Täter soll Bitcoins im Gegenwert von rund 340.000 Euro in seinem Besitz gehabt haben, ob diese aus dem Drogenhandel stammen, muss aber natürlich erst bewiesen werden - auch wenn das natürlich sehr wahrscheinlich ist. Haftbefehle gab es gegen zwei 31-Jährige, einen 54-Jährigen und einen 25-Jährigen.
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