Steam: EU prüft Geoblocking bei Spiele-Keys - illegale Absprachen?
Die EU-Kommission hat eine Untersuchung gestartet, bei der es um die Preisgestaltung und das Geoblocking im Steam Store von Valve geht. Dabei ermittelt die EU nun auch gegen sechs Spiele-Publisher, um herauszufinden, ob es illegale Absprachen und somit Verstöße gegen das europäische Wettbewerbsrecht gegeben hat.
Wie die Europäische Kommission auf ihrer Website verlauten ließ, richten sich die Ermittlungen neben Valve selbst auch gegen die Publisher Bandai Namco, Capcom, Focus Home, Koch Media und ZeniMax. Es geht vor allem darum, zu klären, ob sich die Unternehmen darauf geeinigt haben, die Aktivierungsschlüssel von Spielen nicht nur als Anti-Piraterie-Maßnahme, sondern auch "zum Zweck des Geo-Blocking" zu nutzen.
So sind zwar die meisten Spiele, die direkt über Steam gekauft werden, frei von Regionscodes, doch dies gilt nicht für die Aktivierungsschlüssel. Nach Einschätzung der EU-Wettbewerbshüter könnten zwischen Valve und den Publishern Absprachen bestehen, die dafür sorgen, dass Produktschlüssel nur in bestimmten Ländern funktionieren.
Um einen Handel mit den Aktivierungs-Keys über Landesgrenzen hinweg, bei dem die Verkäufer und die Kunden gleichermaßen von den von Land zu Land unterschiedlichen Preisen profitieren, zu verhindern, sollen die Keys angeblich zum Geo-Blocking verwendet werden, so zumindest die Vermutung der Wettbewerbshüter. Zwar scheint die Anpassung der Preise an die Kaufkraft der Kunden in den verschiedenen EU-Ländern aus wirtschaftlicher Sicht logisch, doch im Grunde würden die Firmen mit der Beschränkung des Handels gegen die geltenden Wettbewerbsregelungen verstoßen.
Valve könnte deshalb Teil der Untersuchung sein, weil das Unternehmen seinerseits einen Beitrag zu den mutmaßlichen illegalen Handlungen der Spiele-Publisher geleistet haben könnte. Die von der EU-Kommission untersuchten Firmen sind allesamt große Namen in der Spielebranche, schließlich gehören zum Beispiel Bethesda, id und Arkana sowie einige andere Spieleentwickler zu ZeniMax, während Capcom für Titel wie Street Fighter, Resident Evil und Dead Rising verantwortlich ist. Namco Bandai gilt als Erfinder des Arcade-Gaming und Focus Home hat sich auf den Vertrieb von Indie-Spielen spezialisiert, während Koch Media für diverse andere Firmen den Vertrieb in Europa übernommen hat.
Steam-Keys im Mittelpunkt des Interesses
Wer ein Spiel erwirbt, kann den Titel mit Hilfe eines entsprechenden Aktivierungsschlüssels zu seiner Steam-Bibliothek hinzufügen. Damit steht das Spiel dem Nutzer dann auf allen seinen Geräten zur Verfügung, wenn diese mit dem jeweiligen Steam-Konto verbunden sind. Eigentlich dient diese Methode primär der Vermeidung von illegalen Kopien, doch die Spiele-Publisher und Valve sollen die Keys auch dazu verwendet haben, den Handel mit gebrauchten Spielen zu begrenzen.So sind zwar die meisten Spiele, die direkt über Steam gekauft werden, frei von Regionscodes, doch dies gilt nicht für die Aktivierungsschlüssel. Nach Einschätzung der EU-Wettbewerbshüter könnten zwischen Valve und den Publishern Absprachen bestehen, die dafür sorgen, dass Produktschlüssel nur in bestimmten Ländern funktionieren.
Wiederverkäufer nutzen Preisschwankungen innerhalb der EU aus
Hintergrund sind die starken Schwankungen beim Einkommen der Kunden zwischen den verschiedenen EU-Ländern. Die Spielehersteller passen die Preise wegen der unterschiedlich großen Kaufkraft in den verschiedenen Ländern jeweils an, so dass einige Spiele in manchen Ländern deutlich günstiger zu haben sind als in anderen EU-Staaten.Um einen Handel mit den Aktivierungs-Keys über Landesgrenzen hinweg, bei dem die Verkäufer und die Kunden gleichermaßen von den von Land zu Land unterschiedlichen Preisen profitieren, zu verhindern, sollen die Keys angeblich zum Geo-Blocking verwendet werden, so zumindest die Vermutung der Wettbewerbshüter. Zwar scheint die Anpassung der Preise an die Kaufkraft der Kunden in den verschiedenen EU-Ländern aus wirtschaftlicher Sicht logisch, doch im Grunde würden die Firmen mit der Beschränkung des Handels gegen die geltenden Wettbewerbsregelungen verstoßen.
Valve könnte deshalb Teil der Untersuchung sein, weil das Unternehmen seinerseits einen Beitrag zu den mutmaßlichen illegalen Handlungen der Spiele-Publisher geleistet haben könnte. Die von der EU-Kommission untersuchten Firmen sind allesamt große Namen in der Spielebranche, schließlich gehören zum Beispiel Bethesda, id und Arkana sowie einige andere Spieleentwickler zu ZeniMax, während Capcom für Titel wie Street Fighter, Resident Evil und Dead Rising verantwortlich ist. Namco Bandai gilt als Erfinder des Arcade-Gaming und Focus Home hat sich auf den Vertrieb von Indie-Spielen spezialisiert, während Koch Media für diverse andere Firmen den Vertrieb in Europa übernommen hat.
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