Großes Social Network zu verkaufen - aber alle lehnen dankend ab
Wenn ein Social Network über aktive Nutzer im Bereich dreistelliger Millionen-Werte verfügt, muss es sich für gewöhnlich aktiv gegen Übernahmeversuche wehren. Anders sieht dies aktuell im Falle Twitter aus: Obwohl es sogar eher gewünscht wäre, will niemand die Firma kaufen.
Immer wieder poppen Übernahmegerüchte auf. Zuletzt war das Software-Unternehmen Salesforce als Käufer im Gespräch und es gab wohl auch Verhandlungen. Doch nun teilte dessen Chef Marc Benioff gegenüber der Financial Times mit, dass man von einem Angebot Abstand halten werde. Salesforce war dabei nur der letzte einer ganzen Reihe von Interessenten.
Auch Google und Disney haben eine Übernahme des Social Networks in Erwägung gezogen - und entschlossen sich letztlich, doch kein Angebot abzugeben. Und auch diverse andere potenzielle Käufer, die immer wieder diskutiert wurden, haben öffentlich dankend abgelehnt, sei es nun Facebook, Verizon oder sogar Apple. Natürlich gab es auch Gerüchte über Microsoft, aber die zunehmende Business-Fokussierung des Redmonder Konzerns macht ein Interesse an Twitter doch extrem unwahrscheinlich.
Wenn nicht noch ein kleines Wunder geschieht und ein neuer Interessent auftaucht, wird es das wohl gewesen sein. Denn das aktuelle Zeitfenster für das Absetzen eines Übernahmeangebotes schließt sich in dieser Woche. Danach wäre es zwar durchaus noch möglich, eine Offerte zu starten, aber es wird weniger attraktiv sein und damit noch unwahrscheinlicher.
Immer wieder unternahm man in der Vergangenheit daher Versuche, auch weitergehende Zielgruppen zu erschließen. Das führt aber schnell zu Protesten der Kern-User und ist auch wenig sinnvoll - da vieles nach einer Annäherung an Facebook aussieht, aber niemand einen zweiten Dienst mit ähnlicher Funktionalität braucht. Als sinnvoller erschiene es daher, einfach nicht mehr beim Rennen um immer weiter wachsende Nutzerzahlen mitzumachen.
Das würde aber bedeuten, dass man mit den bestehenden Nutzern endlich mehr Geld verdienen kann. Auch hier gibt es aber keine schlüssigen Konzepte. Was den Verantwortlichen bisher einfiel, lässt sich vor allem darauf einschränken, dass gesponsorte Tweets in die Timelines sortiert werden und man die Anbieter extrem beliebter, externer Clients zunehmend ausschließt, damit die Nutzer die Werbung auch wirklich zu sehen bekommen.
Auch Google und Disney haben eine Übernahme des Social Networks in Erwägung gezogen - und entschlossen sich letztlich, doch kein Angebot abzugeben. Und auch diverse andere potenzielle Käufer, die immer wieder diskutiert wurden, haben öffentlich dankend abgelehnt, sei es nun Facebook, Verizon oder sogar Apple. Natürlich gab es auch Gerüchte über Microsoft, aber die zunehmende Business-Fokussierung des Redmonder Konzerns macht ein Interesse an Twitter doch extrem unwahrscheinlich.
Wenn nicht noch ein kleines Wunder geschieht und ein neuer Interessent auftaucht, wird es das wohl gewesen sein. Denn das aktuelle Zeitfenster für das Absetzen eines Übernahmeangebotes schließt sich in dieser Woche. Danach wäre es zwar durchaus noch möglich, eine Offerte zu starten, aber es wird weniger attraktiv sein und damit noch unwahrscheinlicher.
Aus eigener Kraft
Der Dienst muss es also wohl erst einmal selbst schaffen, wieder in bessere Fahrwasser zu kommen. Und das ist nicht gerade eine leichte Aufgabe. Zuletzt stagnierter die Entwicklung der Nutzerzahlen und es gibt kaum sonderlich gute Ideen, wie man dies ändern könnte. Denn auf der einen Seite gibt es den sehr aktiven Kern der Stamm-User, die Twitter genau wegen seiner Funktionsweise zu schätzen wissen. Doch die Zahl der Nutzer, die sich dafür begeistern lässt, ist begrenzt.Immer wieder unternahm man in der Vergangenheit daher Versuche, auch weitergehende Zielgruppen zu erschließen. Das führt aber schnell zu Protesten der Kern-User und ist auch wenig sinnvoll - da vieles nach einer Annäherung an Facebook aussieht, aber niemand einen zweiten Dienst mit ähnlicher Funktionalität braucht. Als sinnvoller erschiene es daher, einfach nicht mehr beim Rennen um immer weiter wachsende Nutzerzahlen mitzumachen.
Das würde aber bedeuten, dass man mit den bestehenden Nutzern endlich mehr Geld verdienen kann. Auch hier gibt es aber keine schlüssigen Konzepte. Was den Verantwortlichen bisher einfiel, lässt sich vor allem darauf einschränken, dass gesponsorte Tweets in die Timelines sortiert werden und man die Anbieter extrem beliebter, externer Clients zunehmend ausschließt, damit die Nutzer die Werbung auch wirklich zu sehen bekommen.
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