Microsoft testet KI-Chatbot Tay:
Kuriose Konversationen per Twitter
Microsoft testet offenbar eine englischsprachige Variante seines in China bereits seit längerer Zeit verfügbaren Chat-Bots Xiaoice. Bei einer Reihe von Social-Media-Diensten sind jetzt Profile eines Nutzers namens Tay aufgetaucht, mit denen man per Sprache interagieren kann. Auch eine Website hat der neue "Social-Bot" bereits, doch offiziell äußerte Microsofts sich bisher nicht.
Wie MSPowerUser unter Berufung auf den Twitter-Nutzer und Microsoft-Spezi @h0x0d berichtet, erprobt der US-Softwarekonzern jetzt offenbar eine englische Variante von Xiaoice. Wer möchte, kann sich über Twitter, Facebook oder Snapchat mit der "Tay" genannten Software auseinandersetzen. Das Ganze funktioniert auf Basis von Technologien für Künstliche Intelligenz, alle Antworten und Aktivitäten von Tay erfolgen also vollkommen ohne menschliches Zutun.
Das Profilbild von Microsofts KI-Chatbot Tay
Tay soll laut eigener "Aussage" auf Dauer durch die Interaktion mit den Menschen, die das System ansprechen, klüger werden und intelligentere Antworten erlernen. Dabei passt sich Tay auch dem jeweiligen Kontakt an, so dass zum Beispiel die Inhalte der Gespräche mit dem Chat-Bot anders ausfallen aber auch die Art, wie der Bot sich ausdrückt.
Die Screenshots stammen von den Twitter-Nutzern tfwboredom & Mehedi Hassan.
Die Interaktion mit Tay kann mitunter kurios aber auch äußerst unterhaltsame Blüten treiben. So reagiert der Bot auch auf Zitate aus bestimmten Musikstücken oder Filmen, so dass schnell klar wird, dass die Entwickler ihm/ihr auch eine Bibliothek von bekannten Internet-Memes mitgegeben haben. Wer wollte nicht schon immer gemeinsam mit einer KI-Software Rick Astleys Hit "Never Gonna Give You Up" zitieren, der inzwischen als Rickrolling-Meme seinen zweiten Frühling erlebt hat.
Wer Tay ein Foto schickt, muss sich außerdem darauf einstellen, dass der Bot dieses mit einem eingebauten Meme-Generator bearbeitet und inklusive zotiger Sprüche zurückliefert. Langfristig soll der Bot aber sicherlich auch für ernstere Zwecke dienen, denn die chinesische Ausgabe Xiaoice dient nach Angaben der dortigen Microsoft-Niederlassung eigentlich der Steigerung der Produktivität und zur Unterhaltung. Wer sich einsam fühlt, soll mit Xiaoice außerdem einen vertrauenswürdigen Gesprächspartner bekommen.
UPDATE 14:00 Uhr: Microsoft hat inzwischen die offzielle Website für Tay freigeschaltet, die auch einige Informationen zu den Hintergründen verrät. So richtet sich der Bot an US-amerikanische Nutzer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren und wurde von Microsoft Research zusammen mit dem Bing-Team entwickelt.
Der Bot wurde mit Hilfe der Analyse öffentlich verfügbarer Daten unter Verwendung von KI und Zusatzinhalten von menschlichen Mitarbeitern wie etwa Improvisationskomikern entwickelt, heißt es weiter. Anonymisierte Daten aus dem Internet sind laut Microsofts die Hauptquelle für Tay. Tay ist neben Twitter und Snapchat auch über die Messaging-Dienste Kik und Groupme erreichbar.
Das Projekt richtet sich vor allem deshalb an die genannte junge Zielgruppe, weil sie den Großteil der Nutzer in mobil verwendeten Chat-Diensten in den USA bildet. Auf Wunsch kann man Tay auch eine Reihe von Nutzerdaten freiwillig zur Verfügung stellen, so dass das System dann den Spitznamen, das Geschlecht, das Lieblingsessen, die Postleitzahl und den Beziehungsstatus erfasst. Die Profile lassen sich mittels einer Anfrage über die Website für Tay löschen.
Das Profilbild von Microsofts KI-Chatbot Tay
Tay soll laut eigener "Aussage" auf Dauer durch die Interaktion mit den Menschen, die das System ansprechen, klüger werden und intelligentere Antworten erlernen. Dabei passt sich Tay auch dem jeweiligen Kontakt an, so dass zum Beispiel die Inhalte der Gespräche mit dem Chat-Bot anders ausfallen aber auch die Art, wie der Bot sich ausdrückt.
Die Screenshots stammen von den Twitter-Nutzern tfwboredom & Mehedi Hassan.
Die Interaktion mit Tay kann mitunter kurios aber auch äußerst unterhaltsame Blüten treiben. So reagiert der Bot auch auf Zitate aus bestimmten Musikstücken oder Filmen, so dass schnell klar wird, dass die Entwickler ihm/ihr auch eine Bibliothek von bekannten Internet-Memes mitgegeben haben. Wer wollte nicht schon immer gemeinsam mit einer KI-Software Rick Astleys Hit "Never Gonna Give You Up" zitieren, der inzwischen als Rickrolling-Meme seinen zweiten Frühling erlebt hat.
Wer Tay ein Foto schickt, muss sich außerdem darauf einstellen, dass der Bot dieses mit einem eingebauten Meme-Generator bearbeitet und inklusive zotiger Sprüche zurückliefert. Langfristig soll der Bot aber sicherlich auch für ernstere Zwecke dienen, denn die chinesische Ausgabe Xiaoice dient nach Angaben der dortigen Microsoft-Niederlassung eigentlich der Steigerung der Produktivität und zur Unterhaltung. Wer sich einsam fühlt, soll mit Xiaoice außerdem einen vertrauenswürdigen Gesprächspartner bekommen.
UPDATE 14:00 Uhr: Microsoft hat inzwischen die offzielle Website für Tay freigeschaltet, die auch einige Informationen zu den Hintergründen verrät. So richtet sich der Bot an US-amerikanische Nutzer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren und wurde von Microsoft Research zusammen mit dem Bing-Team entwickelt.
Der Bot wurde mit Hilfe der Analyse öffentlich verfügbarer Daten unter Verwendung von KI und Zusatzinhalten von menschlichen Mitarbeitern wie etwa Improvisationskomikern entwickelt, heißt es weiter. Anonymisierte Daten aus dem Internet sind laut Microsofts die Hauptquelle für Tay. Tay ist neben Twitter und Snapchat auch über die Messaging-Dienste Kik und Groupme erreichbar.
Das Projekt richtet sich vor allem deshalb an die genannte junge Zielgruppe, weil sie den Großteil der Nutzer in mobil verwendeten Chat-Diensten in den USA bildet. Auf Wunsch kann man Tay auch eine Reihe von Nutzerdaten freiwillig zur Verfügung stellen, so dass das System dann den Spitznamen, das Geschlecht, das Lieblingsessen, die Postleitzahl und den Beziehungsstatus erfasst. Die Profile lassen sich mittels einer Anfrage über die Website für Tay löschen.
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