UN-Atomaufsicht: Es gab AKW-Störfall durch einen IT-Angriff
In der Sicherheitspolitik spielen Angriffe auf kritische Infrastrukturen immer wieder eine Rolle in der Argumentation - wie realitätsnah ein solches Szenario ist, wird aber ebenso oft angezweifelt. Doch soll es schon mindestens einen AKW-Störfall aufgrund einer solchen Attacke gegeben haben.
Auch wenn teilweise ein anderer Eindruck erweckt wird, sind Angriffe auf wichtige IT-Systeme von Kernkraftwerken keineswegs eine alltägliche Angelegenheit. In der Praxis wäre dies in der Regel auch nicht gerade trivial, da die entscheidenden Systeme normalerweise komplett von allem getrennt sind, was mit dem offenen Internet in Kontakt steht. Und trotzdem soll es mindestens einen Vorfall gegeben haben, der ausreichend schwerwiegend war, um bei den übergeordneten Aufsichtsbehörden verzeichnet zu werden.
Vor zwei bis drei Jahren sei ein Störfall durch eine Attacke aus dem Netz ausgelöst worden, erklärte Yukiya Amano gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Amano ist niemand Geringeres als Chef der Internationalen Atomaufsicht IAEA, einer Behörde der Vereinten Nationen. "Es handelt sich keineswegs um ein imaginäres Risiko", sagte er am Rande eines Besuchs beim deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier.
Panikmache wäre aber trotzdem übertrieben. Unter Sicherheits-Experten herrscht weitgehend Einigkeit, dass selbst organisierte militante Gruppen nicht in der Lage wären, über einen IT-Angriff einen wirklich schwerwiegenden Störfall in einem Kernkraftwerk zu provozieren. Es gibt aber durchaus Schwachstellen, die zumindest zu Problemen im Regelbetrieb führen können. Wenn diese dann mit einem menschlichen und technischen Versagen auf anderen Ebenen zusammenkommen, besteht durchaus ein gewisses Risiko größerer Schwierigkeiten.
Globaler IT-Bericht: Atomkraftwerke sind unsicher schon im Design
Vor zwei bis drei Jahren sei ein Störfall durch eine Attacke aus dem Netz ausgelöst worden, erklärte Yukiya Amano gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Amano ist niemand Geringeres als Chef der Internationalen Atomaufsicht IAEA, einer Behörde der Vereinten Nationen. "Es handelt sich keineswegs um ein imaginäres Risiko", sagte er am Rande eines Besuchs beim deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier.
Maßnahmen waren nötig
Zu viele Details zu der Sache wollte Amano nicht nennen. So bleibt erst einmal unbekannt, um welches Kraftwerk es sich handelte. Der Störfall sei nicht so gravierend gewesen, dass eine Abschaltung notwendig gewesen wäre. Aber eben doch ausreichend schwer, dass eine Meldung bis auf die höchste Aufsichtsebene durchgereicht werden musste. Die Techniker vor Ort hätten zügig einige Vorsichtsmaßnahmen einleiten müssen, um weitergehende Probleme zu vermeiden.Panikmache wäre aber trotzdem übertrieben. Unter Sicherheits-Experten herrscht weitgehend Einigkeit, dass selbst organisierte militante Gruppen nicht in der Lage wären, über einen IT-Angriff einen wirklich schwerwiegenden Störfall in einem Kernkraftwerk zu provozieren. Es gibt aber durchaus Schwachstellen, die zumindest zu Problemen im Regelbetrieb führen können. Wenn diese dann mit einem menschlichen und technischen Versagen auf anderen Ebenen zusammenkommen, besteht durchaus ein gewisses Risiko größerer Schwierigkeiten.
Globaler IT-Bericht: Atomkraftwerke sind unsicher schon im Design
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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