Rio 2016: Olympisches Komitee verbietet GIFs und andere Animationen

In der Nacht auf Samstag beginnen in Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele, doch das, was eigentlich ein friedliches Sportfest sein sollte, ist so umstritten und kontrovers wie noch nie. Zu Doping, Korruption, Athletenunterkünfte, Zika-Virus uvm. kommt nun noch eine restriktive Einstellung was soziale Medien betrifft. Was wären internationale Sportgroßveranstaltungen ohne soziale Medien? Denn dort findet man schnell unterhaltsame Reaktionen und auch viele Memes, auch bzw. vor allem das animierte GIF darf da nicht fehlen. Doch das Internationale Olympische Komitee (IOC) erweist sich hier als Spielverderber: Denn das IOC hat kurz vor Beginn der Spiele ein Statement bzw. Regelwerk veröffentlicht (via The Next Web), in dem man festhält, dass alle möglichen Formen von Kurzvideos nicht gestattet sind.

Verboten!

Das in einem Brief des Olympischen Komitees festgelegten Regelwerk (PDF) gilt in erster Linie für Medien, das IOC wird aber sicherlich auch versuchen, sie bei normalen Nutzer auf Kanälen wie Twitter und Facebook durchzusetzen. Verboten sind dabei nicht nur GIFs, sondern auch Alternativen wie WebM, GIFV und GFY sowie alle Formen von Kurzvideos wie etwa Vine.

Nutzer, die mit Fernsehmaterial "arbeiten" und selbst GIFs und Co. erstellen, haben wohl wenig zu befürchten, außer dass ihre Animation gelöscht wird oder werden muss. In Rio tätige Medien, die gegen diese Richtlinien verstoßen, müssen hingegen mit einer Strafe und einem Ausschluss von den Olympischen Spielen rechnen.

Auch wenn die Spiele, die Olympischen Ringe, TV-Bilder und alle damit verbundenen Marken natürlich urheberrechtlich geschützt sind und das IOC jedes Recht hat, diese zu verteidigen - Augenmaß beweist man hier nicht. Anstatt diese Social-Media-Phänomene für sich zu nutzen, erhebt man den Zeigefinger. Nicht zum ersten Mal: Denn erst vor kurzem setzte das IOC u. a. durch, dass externe Sportler-Sponsoren offizielle Hashtags zu Rio 2016 nicht verwenden dürfen.

Siehe auch: Rio2016 - Hashtag-Verwendung könnte Firmen teuer zu stehen kommen
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