Trotz Rücknahme-Pflicht:
Amazon weist Kunden mit Altgeräten ab
Trotz der inzwischen sogar gesetzlichen Verpflichtung, den Verbrauchern bei der ordnungsgemäßen Entsorgung von Elektroschrott zu helfen, soll sich der Online-Händler Amazon weiter aus der Verantwortung stehlen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat daher nun juristische Schritte gegen den Konzern eingeleitet.
Infografik: So viel Elektroschrott produziert die Welt
Hintergrund dessen ist eine Rücknahmeverpflichtung, die seit dem 24. Juli in Kraft ist. Dem ging eine längere Übergangsphase voraus. Der Handel wird hier verpflichtet, alte Elektrogeräte bis zu einer bestimmten Größe kostenlos vom Kunden zurückzunehmen und dem Recycling zuzuführen. Dadurch soll zukünftig weniger wertvoller und zum Teil problematischer Elektroschrott im normalen Müll landen.
Wie die DUH nun mitteilte, lägen ihr mehrere Beschwerden von Verbrauchern vor, nach denen sie bei Amazon abgewiesen wurden, als sie ihre Altgeräte zurückschicken wollten. In einer Reihe von Fällen erhielt man beim Kundenservice auf Nachfrage lediglich die Bemerkung: "Entsorgen sie einfach den Artikel."
"Amazon hatte, wie alle anderen Handelsunternehmen, neun Monate Zeit sich auf die Rücknahme von Elektrogeräten vorzubereiten. Die DUH hatte acht Wochen vor dem Start der Rücknahmeverpflichtung alle großen Händler für Elektrogeräte angeschrieben und auf die verbraucherfreundliche Ausgestaltung der Rücknahmepraxis hingewiesen. Es ist ein Skandal, dass der Handel seinen gesetzlichen Verpflichtungen nun nicht nachkommt", kommentierte DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer den Vorgang.
Die Organisation hat aufgrund der Situation nun gestern eine Abmahnung an Amazon geschickt und verlangt die Unterzeichnung einer entsprechenden strafbewehrten Unterlassungserklärung. Sollte dies nicht erfolgen, geht es dann weiter vor Gericht. Allerdings ist der US-Konzern nicht der einzige Online-Händler, bei dem dieses Problem auftritt. Die DUH forderte daher das Umweltbundesamt auf, selbst auch Kontrollen durchzuführen.
Elektroschrott-Gesetz in Kraft Handel muss Altgeräte annehmen
Infografik: So viel Elektroschrott produziert die Welt
Hintergrund dessen ist eine Rücknahmeverpflichtung, die seit dem 24. Juli in Kraft ist. Dem ging eine längere Übergangsphase voraus. Der Handel wird hier verpflichtet, alte Elektrogeräte bis zu einer bestimmten Größe kostenlos vom Kunden zurückzunehmen und dem Recycling zuzuführen. Dadurch soll zukünftig weniger wertvoller und zum Teil problematischer Elektroschrott im normalen Müll landen.
Wie die DUH nun mitteilte, lägen ihr mehrere Beschwerden von Verbrauchern vor, nach denen sie bei Amazon abgewiesen wurden, als sie ihre Altgeräte zurückschicken wollten. In einer Reihe von Fällen erhielt man beim Kundenservice auf Nachfrage lediglich die Bemerkung: "Entsorgen sie einfach den Artikel."
"Amazon hatte, wie alle anderen Handelsunternehmen, neun Monate Zeit sich auf die Rücknahme von Elektrogeräten vorzubereiten. Die DUH hatte acht Wochen vor dem Start der Rücknahmeverpflichtung alle großen Händler für Elektrogeräte angeschrieben und auf die verbraucherfreundliche Ausgestaltung der Rücknahmepraxis hingewiesen. Es ist ein Skandal, dass der Handel seinen gesetzlichen Verpflichtungen nun nicht nachkommt", kommentierte DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer den Vorgang.
EU-Richtlinie gibt es schon Jahre
Auf der EU-Ebene ist eine entsprechende Verpflichtung schon seit Jahren in einer Richtlinie festgeschrieben. Auch die Lobbyarbeit der Handelskonzerne sorgte dafür, dass die Umsetzung in nationales Recht erst jetzt praktisch wurde.Die Organisation hat aufgrund der Situation nun gestern eine Abmahnung an Amazon geschickt und verlangt die Unterzeichnung einer entsprechenden strafbewehrten Unterlassungserklärung. Sollte dies nicht erfolgen, geht es dann weiter vor Gericht. Allerdings ist der US-Konzern nicht der einzige Online-Händler, bei dem dieses Problem auftritt. Die DUH forderte daher das Umweltbundesamt auf, selbst auch Kontrollen durchzuführen.
Elektroschrott-Gesetz in Kraft Handel muss Altgeräte annehmen
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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