Amazon macht jetzt den geplatzten Traum der Fernseh-Branche wahr
Vielleicht kann sich der Eine oder Andere noch erinnern: Vor vielen Jahren gab es bei den TV-Machern die große Vision des interaktiven Fernsehens, über dessen Rückkanal direkt Produkte verkauft werden können. Dieses Konzept will jetzt der Online-Händler Amazon "endlich" Wirklichkeit werden lassen.
Damals klang das alles nach dem nächsten großen Trend: Der Zuschauer sollte direkt mit Fernsehsendungen interagieren können. Vor allem den Konsum wollte man ankurbeln, indem man beispielsweise direkt auf Knopfdruck die Kleidung kaufen kann, die der Hauptheld eines Films gerade trug. In der Praxis war davon dann aber nie etwas zu sehen.
Das soll sich jetzt, da einer der größten Handelskonzerne über die eigene Webseite auch selbst produzierte Videoinhalte vermarktet, aber ändern. Ein entsprechendes Pilotprojekt soll demnächst in Japan starten, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Nikkei. Hier startet man mit einem Format, bei dem die Einkaufs-Erweiterung naheliegend ist.
Verbunden ist das Ganze jeweils mit der Möglichkeit, die behandelten Lebensmittel und Produkte direkt einzukaufen, um das Gezeigte in der heimischen Küche selbst nachkochen zu können. Kunden, bei denen Zahlungsinformationen und Lieferadresse hinterlegt sind, können während der Sendung einen 1-Click-Bestellvorgang auslösen und bekommen die benötigten Waren direkt zugeschickt. Die Serie soll im Herbst in Japan starten und anschließend auch in einigen ausgewählten anderen Ländern verfügbar gemacht werden. Das Ganze ist dabei natürlich auch ein Testballon für weitergehende Projekte in dieser Richtung.
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Das soll sich jetzt, da einer der größten Handelskonzerne über die eigene Webseite auch selbst produzierte Videoinhalte vermarktet, aber ändern. Ein entsprechendes Pilotprojekt soll demnächst in Japan starten, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Nikkei. Hier startet man mit einem Format, bei dem die Einkaufs-Erweiterung naheliegend ist.
Erstmal Essen
Gemeinsam mit dem japanischen Entertainment-Konzern Yoshimoto Kogyo produziert Amazon hier eine vierteilige Serie, in der den Zuschauern jeweils binnen 40 Minuten Aspekte der japanischen Küche nähergebracht werden sollen. Abrufbar werden die Folgen exklusiv über den Streaming-Dienst Amazon Prime Video sein.Verbunden ist das Ganze jeweils mit der Möglichkeit, die behandelten Lebensmittel und Produkte direkt einzukaufen, um das Gezeigte in der heimischen Küche selbst nachkochen zu können. Kunden, bei denen Zahlungsinformationen und Lieferadresse hinterlegt sind, können während der Sendung einen 1-Click-Bestellvorgang auslösen und bekommen die benötigten Waren direkt zugeschickt. Die Serie soll im Herbst in Japan starten und anschließend auch in einigen ausgewählten anderen Ländern verfügbar gemacht werden. Das Ganze ist dabei natürlich auch ein Testballon für weitergehende Projekte in dieser Richtung.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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