Amazon schafft es nicht mehr, allen Gewinn gleich wieder auszugeben
Bis vor kurzer Zeit entzog sich Amazon schlicht den üblichen Regeln der Wirtschaftskultur und strebte nicht etwa nach möglichst hohen Gewinnen. Es lief über einige Quartale hinweg meist auf plusminus Null heraus. Das hat sich jetzt aber gründlich geändert.
Dabei ist es keineswegs so, dass man das grundlegende Konzept wesentlich geändert hätte. Das ursprüngliche Kerngeschäft mit der Handelsplattform wird weiterhin so betrieben, dass Überschüsse möglichst so investiert sind, dass die Dominanz des Handelskonzerns weiter verfestigt werden kann. Allerdings rennen die Kunden der Abteilung, die für die Vermarktung von Cloud-Diensten zuständig ist, weiterhin die Türen ein.
Ursprünglich bestand lediglich die Idee, die in den ohnehin vorhandenen Datenzentren ungenutzten Kapazitäten zu vermieten, um einige Zusatzeinnahmen zu generieren. Inzwischen hat sich die Bedeutung der Cloud-Sparte dramatisch gewandelt. Amazon gehört hier zu den Marktführern und generierte hier einen Umsatz von 2,9 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Das sind satte 58 Prozent mehr als noch im letzten Jahr.
Der Anteil an den Gesamteinnahmen ist dabei durchaus noch überschaubar: Insgesamt machte Amazon im letzten Quartal 30,4 Milliarden Dollar Umsatz, war einem Wachstum von 31 Prozent entspricht. Allerdings ist die Gewinnmarge im Cloud-Geschäft extrem hoch. Das führte dazu, dass der Bereich den Überschuss des Gesamtkonzerns von 92 Millionen Dollar vor einem Jahr auf nun 857 Millionen Dollar klettern ließ.
Ganz ohne Überschüsse aus der Handelsplattform ginge es letztlich aber auch nicht. Hier könnte man meinen, dass insbesondere die zahlreichen Services, die Abonnenten einer Prime-Mitgliedschaft bereitgestellt werden, um sie an den Dienst zu binden, vor allem ein Kostenfaktor sind. Das Gegenteil ist der Fall: Die Prime-Nutzer tragen inzwischen wesentlich dazu bei, dass der operative Gewinn des Handels-Bereiches von 348 Millionen auf 702 Millionen Dollar sprang.
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Ursprünglich bestand lediglich die Idee, die in den ohnehin vorhandenen Datenzentren ungenutzten Kapazitäten zu vermieten, um einige Zusatzeinnahmen zu generieren. Inzwischen hat sich die Bedeutung der Cloud-Sparte dramatisch gewandelt. Amazon gehört hier zu den Marktführern und generierte hier einen Umsatz von 2,9 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Das sind satte 58 Prozent mehr als noch im letzten Jahr.
Der Anteil an den Gesamteinnahmen ist dabei durchaus noch überschaubar: Insgesamt machte Amazon im letzten Quartal 30,4 Milliarden Dollar Umsatz, war einem Wachstum von 31 Prozent entspricht. Allerdings ist die Gewinnmarge im Cloud-Geschäft extrem hoch. Das führte dazu, dass der Bereich den Überschuss des Gesamtkonzerns von 92 Millionen Dollar vor einem Jahr auf nun 857 Millionen Dollar klettern ließ.
Ganz ohne Überschüsse aus der Handelsplattform ginge es letztlich aber auch nicht. Hier könnte man meinen, dass insbesondere die zahlreichen Services, die Abonnenten einer Prime-Mitgliedschaft bereitgestellt werden, um sie an den Dienst zu binden, vor allem ein Kostenfaktor sind. Das Gegenteil ist der Fall: Die Prime-Nutzer tragen inzwischen wesentlich dazu bei, dass der operative Gewinn des Handels-Bereiches von 348 Millionen auf 702 Millionen Dollar sprang.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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