AMD beginnt jetzt mit der Lizenzierung seiner Chip-Designs an Dritte
Der weltgrößte Chiphersteller Intel wird sich im x86-Bereich zukünftig nicht mehr nur mit dem wesentlich kleineren Konkurrenten AMD auseinandersetzen müssen. Denn der kleine Rivale öffnet sich nun für die Lizenzierung seiner Prozessor-Designs an andere Halbleiter-Produzenten.
Allerdings wird AMD bei der Sache längst noch nicht so arbeiten, wie es beispielsweise ARM tut, dessen Architekturen von einer Vielzahl von Unternehmen lizenziert und zu eigenen Chipdesigns weiterentwickelt werden. Man tastet sich erst einmal langsam vor. Erster Lizenznehmer wird das chinesische Unternehmen Tianjin Haiguang Advanced Technology Investment Co. (THATIC). Dabei handelt es sich um ein Joint Venture mit verschiedenen staatlichen und privaten Firmen aus China, an dem AMD aber auch selbst beteiligt ist.
Den Angaben zufolge werde man THATIC erst einmal die Kompetenzen und Technologien zur Herstellung von Server-Prozessoren zur Verfügung stellen. Das beinhaltet auch die Möglichkeiten zur Fertigung von Interconnects und Controllern. THATIC wird durch die Zusammenarbeit zukünftig in der Lage sein, selbst CPUs für verschiedene Arten von Servern auf den Markt zu bringen.
Für Intel dürfte die Meldung wenig erfreulich sein. Dem Konzern gelang es über Jahrzehnte, den Markt mit nur einem nennenswerten Konkurrenten zu beackern und diesen dabei auch möglichst klein zu halten. Wenn der neue Weg AMDs aber erfolgreich verläuft, dürfte man in absehbarer Zeit mit mehreren anderen Anbietern konfrontiert sein, die auf Grundlage der AMD-Kernarchitekturen den Markt mit eigenen Prozessoren fluten. Auch wenn dies Intel nicht direkt in der Existenz bedroht, dürfte das Geschäft in dem enger werdenden Markt dann doch signifikant getroffen werden können.
Den Angaben zufolge werde man THATIC erst einmal die Kompetenzen und Technologien zur Herstellung von Server-Prozessoren zur Verfügung stellen. Das beinhaltet auch die Möglichkeiten zur Fertigung von Interconnects und Controllern. THATIC wird durch die Zusammenarbeit zukünftig in der Lage sein, selbst CPUs für verschiedene Arten von Servern auf den Markt zu bringen.
Später auch PC-Prozessoren
Die Lizenzierung wird sich nach den bisherigen Planungen nur Anfangs auf Server-Chips beschränken. Später wird AMD auch Architekturen für PC-Prozessoren für Dritte nutzbar machen. Die Zusammenarbeit mit THATIC kann dabei als Testlauf angesehen werden, um Erfahrungen im Lizenzgeschäft zu sammeln und später auch mit anderen Unternehmen zusammenzuarbeiten.Für Intel dürfte die Meldung wenig erfreulich sein. Dem Konzern gelang es über Jahrzehnte, den Markt mit nur einem nennenswerten Konkurrenten zu beackern und diesen dabei auch möglichst klein zu halten. Wenn der neue Weg AMDs aber erfolgreich verläuft, dürfte man in absehbarer Zeit mit mehreren anderen Anbietern konfrontiert sein, die auf Grundlage der AMD-Kernarchitekturen den Markt mit eigenen Prozessoren fluten. Auch wenn dies Intel nicht direkt in der Existenz bedroht, dürfte das Geschäft in dem enger werdenden Markt dann doch signifikant getroffen werden können.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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