Guthaben nur noch gegen Ausweis? EU will Anonymität beenden
Seitens der EU will man die Möglichkeiten, anonym zu bezahlen, weiter einschränken. Digitale Währungs-Equivalente, Wertkarten beziehungsweise Prepaid-Kreditkarten sollen in stärkerem Umfang an die jeweiligen Personen gebunden werden. Alles natürlich unter dem Zeichen des Kampfes gegen den Terrorismus.
Wenn die neuen Regelungen wie geplant durchgehen, müssten sich beispielsweise Bitcoin-Börsen zukünftig an die Vorschriften halten, die geschaffen wurden, um Geldwäsche zu erschweren. Das würde vor allem bedeuten, dass Nutzer sich persönlich ausweisen müssten, um etwa Bitcoins gegen echte Währungen zu tauschen. Die Anonymität solcher Zahlungssysteme wäre damit massiv eingeschränkt.
Gleiches gilt demnach bei der Verwendung von Wertkarten. Hierzulande muss man aktuell bereits seinen Personalausweis vorlegen, wenn man Guthaben über einem Betrag von hundert Euro erwerben will. In anderen Ländern gibt es teils noch gar keine Obergrenzen. Hier ist eine Verschärfung vorgesehen, wie diese aber genau aussehen soll, ist aktuell noch unklar.
Eine alternative Idee hat die EU-Kommission durchaus - die aber noch viel weniger praktikabel ist: Die Guthaben-Codes könnten schlicht auf Bestellung per Post an die Wohnanschrift verschickt werden. Dass würde dann aber wohl bedeuten, dass man im Zweifelsfall zwei Tage lang sein Mobiltelefon nicht nutzen kann, bis der entsprechende Brief eingetroffen ist.
Gleiches gilt demnach bei der Verwendung von Wertkarten. Hierzulande muss man aktuell bereits seinen Personalausweis vorlegen, wenn man Guthaben über einem Betrag von hundert Euro erwerben will. In anderen Ländern gibt es teils noch gar keine Obergrenzen. Hier ist eine Verschärfung vorgesehen, wie diese aber genau aussehen soll, ist aktuell noch unklar.
Prepaid wird zum Problem
Denn eine Identifikations-Pflicht könnte es so nicht nur für Prepaid-Kreditkarten geben. Auch viele andere Guthaben-Käufe für Mobilfunk-Services oder auch Online-Shops stünden dann wohl unter verschärfter Beobachtung. Diese sind derzeit quasi an jeder Ecke zu bekommen. Entweder würde hier also für viele kleine Händler ein enormer bürokratischer Aufwand entstehen oder der Vertrieb würde sich auf wenige große Handelsketten reduzieren.Eine alternative Idee hat die EU-Kommission durchaus - die aber noch viel weniger praktikabel ist: Die Guthaben-Codes könnten schlicht auf Bestellung per Post an die Wohnanschrift verschickt werden. Dass würde dann aber wohl bedeuten, dass man im Zweifelsfall zwei Tage lang sein Mobiltelefon nicht nutzen kann, bis der entsprechende Brief eingetroffen ist.
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Christian Kahle
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