Mozilla verabschiedet sich von Werbekacheln in Firefox Tabs
Mozilla wird nach rund einem Jahr nun das Experiment mit Werbekacheln im Webbrowser Firefox Geld zu verdienen wieder einstellen. Das teilte Firefox-Manager Darren Herman im Mozilla-Blog mit. Man werde sich stattdessen in Zukunft wieder mehr darauf besinnen, dass die Nutzer individuelle Inhalte wünschen und keine vorgegebenen Werbe-Kacheln.
Damit macht Firefox eine sicherlich bei vielen Nutzern willkommene Kehrtwende, auch wenn das Ende der Werbekachel nicht von einem Tag auf den anderen kommen soll. Laut Herman werden jetzt noch alle bestehenden Verträge mit den Werbekunden erfüllt, man wird aber keine neuen Buchungen oder Buchungsverlängerungen mehr annehmen. Somit könnten die Werbekacheln in den kommenden Wochen schon wieder Geschichte sein.
Als ein solcher neuer Premiumkunde wurde dann Yahoo vorgestellt. Yahoo, Bing, Yandex, Baidu, Amazon und eBay gehörten schon 2014 zu den wichtigsten Partnern. Ein Blick in den Finanzbericht machte aber deutlich, dass das Ende 2014 ausgelaufene Suchabkommen mit Google hier aber noch einen großen Teil zum Umsatz beiträgt. 2015 verzichtet Mozilla somit nun auf Google und auf die Werbekacheln. Man darf gespannt sein, wie sich die Umsätze dementsprechend verändern werden. Da der fehlende Umsatz irgendwie aufgefangen werden muss, scheint die Verabschiedung von den Werbekacheln als riskante Idee.
Mehr dazu: Mozilla Foundation: Google-Abhängigkeit beendet, Umsatz gesteigert
Für die neue Entscheidung gegen die Werbekacheln spricht allerdings auch der ausgebliebene Erfolg der Buchungen. Hierzulande in Deutschland bekam man zeitweise nur Mozilla-eigene Werbeanzeigen präsentiert. Viele Einnahmen dürfte das Experiment nicht gebracht haben. Die Wahrscheinlichkeit ist außerdem hoch, dass das Werbe-Experiment in den Tab-Kacheln nicht nötig ist, um die Umsätze stabil zu halten, da Mozilla andere lukrativere Einnahmequellen sichern konnte.
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Riskante Geschäftsideen?
Marktbeobachter stimmt der Wandel bei Mozilla allerdings ein wenig nachdenklich. Zwar konnte die Mozilla Foundation zuletzt für das Geschäftsjahr 2014 einen steigenden Umsatz vermelden. Gleichzeitig hatte die Non-Profit-Organisation aber auch mitgeteilt, dass man sich von einem sicherlich recht lukrativen Geschäft mit dem Suchmaschinen-Marktführer Google verabschiedet und sich stattdessen andere Partner sucht.Als ein solcher neuer Premiumkunde wurde dann Yahoo vorgestellt. Yahoo, Bing, Yandex, Baidu, Amazon und eBay gehörten schon 2014 zu den wichtigsten Partnern. Ein Blick in den Finanzbericht machte aber deutlich, dass das Ende 2014 ausgelaufene Suchabkommen mit Google hier aber noch einen großen Teil zum Umsatz beiträgt. 2015 verzichtet Mozilla somit nun auf Google und auf die Werbekacheln. Man darf gespannt sein, wie sich die Umsätze dementsprechend verändern werden. Da der fehlende Umsatz irgendwie aufgefangen werden muss, scheint die Verabschiedung von den Werbekacheln als riskante Idee.
Mehr dazu: Mozilla Foundation: Google-Abhängigkeit beendet, Umsatz gesteigert
Für die neue Entscheidung gegen die Werbekacheln spricht allerdings auch der ausgebliebene Erfolg der Buchungen. Hierzulande in Deutschland bekam man zeitweise nur Mozilla-eigene Werbeanzeigen präsentiert. Viele Einnahmen dürfte das Experiment nicht gebracht haben. Die Wahrscheinlichkeit ist außerdem hoch, dass das Werbe-Experiment in den Tab-Kacheln nicht nötig ist, um die Umsätze stabil zu halten, da Mozilla andere lukrativere Einnahmequellen sichern konnte.
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Thema:
Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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