Dell ist mit sich beschäftigt:
HP-Chefin ruft zur großen Offensive
Es scheint fast so, als hätte Meg Whitman, die Chefin von Hewlett-Packard, nur auf den Moment gewartet: Kaum bestätigte der Konkurrent Dell die Mega-Übernahme des Storage-Konzerns EMC, schickt sie ihre eigenen Leute ins Gefecht, um den Gegner genau jetzt, da dieser mit anderen Dingen beschäftigt ist, massiv anzugreifen.
Es dürfte wohl nur wenige Institutionen geben, die in den letzten Jahren besser gelernt haben, welche Auswirkungen große Übernahmen auf ein Unternehmen haben, als HP. Vor über zehn Jahren ging es mit dem Kauf vom Compaq los, 2008 musste EDS in den Konzern integriert werden und vor einiger Zeit folgte der Software-Hersteller Autonomy, dessen Übernahme von Beginn an unter keinem guten Stern stand.
Entsprechend weiß man im HP-Management, dass Dell in der nächsten Zeit durch den Kauf von EMC vor allem mit internen Angelegenheiten zu kämpfen haben wird, immerhin handelt es sich hier auch noch um die größte Fusion, die es in der Technologie-Branche je gegeben hat. Und um alle Mitstreiter auf ihre Posten zu bekommen, wandte sich Whitman gestern mit einem Schreiben direkt an alle Beschäftigten des gerade neu entstehenden Hewlett Packard Enterprise, in dem das Großkundengeschäft des Konzerns jetzt für sich selbst organisiert wird.
Die Übernahme EMCs durch Dell sei "eine gute Sache für Hewlett Packard Enterprise und eine Möglichkeit für uns, die Gunst der Stunde zu nutzen", so die Konzernchefin. Man sei dem Konkurrenten, der nun im Grunde den gleichen Weg geht wie HP, in dieser Angelegenheit zwei Jahre voraus.
Viel schwerer wirkt hingegen die Aufgabe, zwei komplette Unternehmen mit eigenen Kulturen und Produktpaletten miteinander zu verschmelzen. Hier müssen nun erst einmal 200.000 Beschäftigte unter einen Hut gebracht und die Management-Strukturen umgebaut werden. Benötigt wird auch eine komplett neue Strategie - und das eben nicht nur auf dem Papier - was erst einmal viele Kräfte binden wird.
Und auch die Kundenbeziehungen dürften in den kommenden Monaten erst einmal einem Stresstest unterzogen werden, da es sicherlich Rationalisierungen in der Produktpalette geben wird. "Die Kunden können einfach nicht sicher sein, ob die Produkte, die sie jetzt kaufen, in 18 Monaten noch unterstützt werden", erklärte Whitman.
"All das kommt zu einem Zeitpunkt, an dem wir unseren Weg zur Bildung zweier neuer, sehr fokussierter Unternehmen abgeschlossen haben. Wir sind gut aufgestellt, haben starke Bilanzen und unsere Innovations-Maschine brummt. Also geht raus zu euren Kunden und Partnern. Erzählt ihnen unsere Geschichte. Zieht Vorteile aus der Situation", spornt die Hewlett-Packard-Chefin ihre Beschäftigten an.
Entsprechend weiß man im HP-Management, dass Dell in der nächsten Zeit durch den Kauf von EMC vor allem mit internen Angelegenheiten zu kämpfen haben wird, immerhin handelt es sich hier auch noch um die größte Fusion, die es in der Technologie-Branche je gegeben hat. Und um alle Mitstreiter auf ihre Posten zu bekommen, wandte sich Whitman gestern mit einem Schreiben direkt an alle Beschäftigten des gerade neu entstehenden Hewlett Packard Enterprise, in dem das Großkundengeschäft des Konzerns jetzt für sich selbst organisiert wird.
Die Übernahme EMCs durch Dell sei "eine gute Sache für Hewlett Packard Enterprise und eine Möglichkeit für uns, die Gunst der Stunde zu nutzen", so die Konzernchefin. Man sei dem Konkurrenten, der nun im Grunde den gleichen Weg geht wie HP, in dieser Angelegenheit zwei Jahre voraus.
Dell muss Vieles geregelt bekommen
Durch den Zukauf, so rechnet Whitman vor, werden die Bilanzen Dells jetzt erst einmal mit einem Minus von weit mehr als 50 Milliarden Dollar belastet. Dafür müssen jährlich erst einmal 2,5 Milliarden Dollar Zinsen erwirtschaftet werden - ein Betrag also, der erst einmal nicht für die Forschung und Entwicklung und andere geschäftskritische Aufgaben zur Verfügung steht. Allerdings ist anzunehmen, dass es bei Dell einen Plan gibt, wie man damit umgeht, ohne dass den Kunden darauf Nachteile entstehen.Viel schwerer wirkt hingegen die Aufgabe, zwei komplette Unternehmen mit eigenen Kulturen und Produktpaletten miteinander zu verschmelzen. Hier müssen nun erst einmal 200.000 Beschäftigte unter einen Hut gebracht und die Management-Strukturen umgebaut werden. Benötigt wird auch eine komplett neue Strategie - und das eben nicht nur auf dem Papier - was erst einmal viele Kräfte binden wird.
Und auch die Kundenbeziehungen dürften in den kommenden Monaten erst einmal einem Stresstest unterzogen werden, da es sicherlich Rationalisierungen in der Produktpalette geben wird. "Die Kunden können einfach nicht sicher sein, ob die Produkte, die sie jetzt kaufen, in 18 Monaten noch unterstützt werden", erklärte Whitman.
"All das kommt zu einem Zeitpunkt, an dem wir unseren Weg zur Bildung zweier neuer, sehr fokussierter Unternehmen abgeschlossen haben. Wir sind gut aufgestellt, haben starke Bilanzen und unsere Innovations-Maschine brummt. Also geht raus zu euren Kunden und Partnern. Erzählt ihnen unsere Geschichte. Zieht Vorteile aus der Situation", spornt die Hewlett-Packard-Chefin ihre Beschäftigten an.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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