Microsoft hat Interesse an Salesforce - doch der CEO pokert zu hoch
Der US-Nachrichtensender CNBC berichtet von einem weiteren milliardenschweren Aufkauf, den der Softwareriese Microsoft in diesem Jahr gern unter Dach und Fach gebracht hätte: Das Redmonder Unternehmen soll 55 Milliarden US-Dollar für Salesforce, einem der bekanntesten Anbieter von Cloud Computing Lösungen für Unternehmen geboten haben.
Doch wie es derzeit aussieht, wird aus diesem Aufkauf vorerst nichts. Das Übernahmegespräch soll erst vor wenigen Tagen beendet worden sein, nachdem sich die Parteien nicht über den Kaufpreis einigen konnten, heißt es aus internen Quellen. Die Informationen sollen CNBC nach von vertrauenswürdigen Personen stammen, die mit am Verhandlungstisch saßen. Salesforce-CEO Marc Benioff soll dem Angebot von Microsoft gegenüber nicht abgeneigt gewesen sein. Doch liegen seine Forderungen mit 70 Milliarden US-Dollar deutlich über dem Höchstgebot, das Microsoft angeblich zu zahlen bereit ist.
Laut dem CNBC-Bericht seien die Verhandlungen ernsthaft gewesen, es soll sich demnach nicht nur um ein bloßes Bekunden des Interesses oder um das Ausloten von Geschäftsmöglichkeiten gehandelt haben. Anfang Mai seien die Gespräche dann aber abgebrochen worden, weil kein Konsens in Sicht war.
Salesforce ist mit über 13.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 4 Milliarden US-Dollar laut eigenen Angaben der führende Anbieter von CRM-Software, also für Anwendungen im Bereich Kundenbeziehungsmanagement. Das in San Francisco beheimatete Unternehmen bietet verschiedenen Datenbanklösungen, Monitoring-Systeme und Kollaborationstools als Software as a Service an.
Laut dem CNBC-Bericht seien die Verhandlungen ernsthaft gewesen, es soll sich demnach nicht nur um ein bloßes Bekunden des Interesses oder um das Ausloten von Geschäftsmöglichkeiten gehandelt haben. Anfang Mai seien die Gespräche dann aber abgebrochen worden, weil kein Konsens in Sicht war.
Salesforce ist mit über 13.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 4 Milliarden US-Dollar laut eigenen Angaben der führende Anbieter von CRM-Software, also für Anwendungen im Bereich Kundenbeziehungsmanagement. Das in San Francisco beheimatete Unternehmen bietet verschiedenen Datenbanklösungen, Monitoring-Systeme und Kollaborationstools als Software as a Service an.
Patentstreitereien zwischen den Parteien
Mit Microsoft ist das Unternehmen zudem durch einen langen Rechtsstreit verbunden, der 2010 in einer ersten Klagewelle mündete. Dabei hatte zunächst Microsoft den Cloud-Anbieter Salesforce aufgrund von Patentrechtsverletzungen verklagt. Es ging dabei vorrangig um die CRM-Software. Salesforce erwiderte mit einer Gegenklage. Schließlich einigte man sich relativ schnell außergerichtlich. Salesforce zahlt seither für die strittigen Patente Lizenzen und hatte zudem eine Austausch der fraglichen Technologien angeboten.Aufwertung für Windows Azure
Microsoft hat aktuell rund 85 Milliarden US-Dollar Barreserven und ist im Zuge der Umstrukturierung oder "Neuerfindung" des Konzerns auf großer Einkaufstour. Ob sich die Verhandlungen mit Salesforce komplett erledigt haben, ist offen. Häufig nutzen Unternehmen die Offenlegung ihrer Interessenten für einen besseren Verhandlungsspielraum. Für Microsoft wäre Salesforce sicherlich aufgrund des Bekanntheitsgrades und seinem Standpunkt in der Businesswelt ein großer Zugewinn für das Cloud Computing Geschäft und damit für Windows Azure.
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