Streit um Gratis-Musik bei Spotify - Universal verlangt Änderungen
Der Musikindustrie gefallen die Gratis-Angebote vom Streaminganbieter Spotify allem Anschein gar nicht. Marktführer Universal Music will daher nun laut einem Insiderbericht größere Einschränkungen durchsetzen - Nutzer sollen zum Beispiel wieder in der kostenlosen Hörzeit eingeschränkt werden.
Spotify ist der Vorreiter im Musikstreaming-Business und dennoch extrem abhängig vom Gutdünken der Musik-Industrie. Doch bei den jüngsten Verhandlungen mit den Platten-Bossen soll es zu neuen Reibungen gekommen sein. Laut einem Report der Financial Times (Achtung, Pay-Wall) will Universal Music jetzt einen Strich ziehen und ihr gesamtes Repertoire zurückziehen - dazu gehören Stars wie Madonna, Rihanna, Katy Perry und Ellie Goulding, und deutsche Musiker wie Herbert Grönemeyer und Die Orsons. Bei weitem nicht alle Universal-Stars sind aber auch bei Spotify vertreten.
Universal beklagt dabei die fehlende Differenzierung zwischen dem Gratis-Modell und den Abos bei Spotify. Die Anreize für die Nutzer seien zu gering, Geld für den Dienst auszugeben.
Bei Spotify gibt es rund 60 Millionen Nutzer. Nur ein Bruchteil davon, gut 15 Millionen, sind Abonnenten, die eines der Abos für rund 10 US-Dollar im Monat nutzen.
Seit längerem gibt es bereits Streit um die geringe Entlohnung der Künstler, die in den diversen Musikstreaming-Plattformen ihre Titel anbieten. Es kursieren Preise von gerade einmal 0,6 US-Cent pro Song-Abruf. Wie die Verträge zwischen Spotify und den Labeln genau aussehen, ist jedoch nicht öffentlich bekannt. Spotifys "Totschlag-Argument", man sei die beste Lösung gegen Musikpiraterie, zieht schon lange nicht mehr.
Universal beklagt dabei die fehlende Differenzierung zwischen dem Gratis-Modell und den Abos bei Spotify. Die Anreize für die Nutzer seien zu gering, Geld für den Dienst auszugeben.
Gütevorschlag
Universal will jedoch nicht mehr ihre Stars für Peanuts abrechnen, solang es nur wenige Zahlkunden bei Spotify gebe. Als Gütevorschlag solle Spotify das Freemium-Modell wieder abändern. Derzeit gibt es für die Gratis-Nutzer nur geringe Einschränkungen, zum Beispiel in Form von Werbeeinblendungen zwischen den Songs und Abstriche bei der Qualität. Universal sieht es aber genauso wie viele Nutzer: um nebenbei Musik zu hören, reicht das vollkommen aus. Der Musikkonzern will daher Spotify zu starken Einschnitten bewegen. Denkbar seien freie Zeitkontingente pro Monat oder die Rückkehr zu stärkeren Einschränkungen auf mobilen Geräten.Streaming schwächt Verkäufe
Laut dem Bericht der Financial Times sollen Universal zudem Analysen vorliegen, die aufzeigen, wie stark das stetig wachsende Streaming-Business die eigenen Verkäufe, also die Downloads und Verkäufe von Musikträgern wie CD, schwächt.Bei Spotify gibt es rund 60 Millionen Nutzer. Nur ein Bruchteil davon, gut 15 Millionen, sind Abonnenten, die eines der Abos für rund 10 US-Dollar im Monat nutzen.
Seit längerem gibt es bereits Streit um die geringe Entlohnung der Künstler, die in den diversen Musikstreaming-Plattformen ihre Titel anbieten. Es kursieren Preise von gerade einmal 0,6 US-Cent pro Song-Abruf. Wie die Verträge zwischen Spotify und den Labeln genau aussehen, ist jedoch nicht öffentlich bekannt. Spotifys "Totschlag-Argument", man sei die beste Lösung gegen Musikpiraterie, zieht schon lange nicht mehr.
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