Windows 10: P2P-Filesharing kann für Updates eingesetzt werden
Peer-to-Peer-Technologie wird immer wieder und natürlich fälschlicherweise mit illegalen Downloads gleichgesetzt. Dabei ist es "nur" eine Technologie, um große Datenmengen schnell und bequem zu verteilen. Das weiß auch Microsoft und plant, P2P zur Verteilung von Updates einzusetzen, wie man im am Wochenende durchgesickerten Build 10036 sehen kann.
In der neusten Ausgabe von Windows 10, die bisher nicht als offizielle Technical Preview, sondern als Internet-Leak verfügbar ist, findet sich ein Punkt, der nach Angaben von Neowin "tief in den Einstellungen" vergraben ist. Dieser ist aber zweifellos höchst interessant, da es eine Neuerung für das Betriebssystem aus Redmond darstellt.
P2P kann für lokale Netzwerke, aber auch das gesamte Internet eingestellt werden
Dies kann generell ein- und ausgeschaltet sowie zusätzlich gesteuert werden: Denn man kann einstellen, ob die neue Download-Option nur für PCs im eigenen Netzwerk gilt oder auch "PCs im Internet" einschließt. Ersteres ist eine P2P-Lösung im Kleinen (nach dem Update eines Rechners würden sich andere die Dateien von der bereits aktualisierten Maschine holen), letzteres eine Peer-to-Peer-Lösung wie man sie gemeinhin von BitTorrent kennt.
So wie sich die Technologie in Build 10036 von Windows 10 präsentiert, gibt es natürlich keinen Zwang, auf P2P zu setzen: Wer will, der kann sich seine Dateien wie bisher einseitig über das Windows Update holen.
Siehe auch: Inoffizieller Release - Der Windows 10 Build 10036 wurde geleakt
P2P kann für lokale Netzwerke, aber auch das gesamte Internet eingestellt werden
Mehrere Quellen
Denn in der Vorschauversion von Windows können Nutzer einstellen, dass sie Updates aus "mehr als einem Ort", also Quelle, beziehen können. Weiter heißt es, dass das für Apps und Updates des Betriebssystems gelte und den Vorteil habe, dass man diese Dateien schneller bekommt.Dies kann generell ein- und ausgeschaltet sowie zusätzlich gesteuert werden: Denn man kann einstellen, ob die neue Download-Option nur für PCs im eigenen Netzwerk gilt oder auch "PCs im Internet" einschließt. Ersteres ist eine P2P-Lösung im Kleinen (nach dem Update eines Rechners würden sich andere die Dateien von der bereits aktualisierten Maschine holen), letzteres eine Peer-to-Peer-Lösung wie man sie gemeinhin von BitTorrent kennt.
So wie sich die Technologie in Build 10036 von Windows 10 präsentiert, gibt es natürlich keinen Zwang, auf P2P zu setzen: Wer will, der kann sich seine Dateien wie bisher einseitig über das Windows Update holen.
Pando Networks
Auch wenn sich Microsoft dazu bisher nicht offiziell geäußert hat: Eine echte Überraschung ist das Auftauchen von P2P nicht. Denn 2013 haben die Redmonder Pando Networks übernommen, dabei handelt es sich um ein Unternehmen, das eine Filesharing-Technologie anbietet, die auf Peer-to-Peer basiert. Und auch wenn man nicht im Detail weiß, was bei Windows 10 zum Einsatz kommt, es ist anzunehmen, dass die Lösung auf jener von Pando basiert.Siehe auch: Inoffizieller Release - Der Windows 10 Build 10036 wurde geleakt
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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