Politik will mitbestimmen, was Facebook und Google anzeigen
Die deutsche Politik will zukünftig einen stärkeren Einfluss darauf nehmen, was große Internet-Dienste wie Google und Facebook ihren Nutzern präsentieren. Das Ganze wäre natürlich nur zum Wohle der Anwender und solle diese vor Manipulationen durch US-Großkonzerne schützen - so vermittelt zumindest Torsten Albig das Thema.
Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein will dafür "den Rundfunkstaatsvertrag durch einen Medienstaatsvertrag, der traditionellen und modernen Medien gerecht wird", ersetzen, erklärte Albig gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit (morgige Ausgabe). "Eine Debatte über diese neue 'Kommunikationsordnung' ist unerlässlich, sind es doch einige wenige Unternehmen des Silicon Valley, die unsere Informationskultur maßgeblich prägen."
Der Politiker will seinen Vorstoß keinesfalls als Angst vor dem Neuen verstanden wissen. Er wolle lediglich eine "für die Nutzer nicht wahrnehmbare Monopolisierung von Meinungsbildung" verhindern. "Wir finden, was die Suchmaschine uns finden lässt. Dies ist umso beunruhigender, wenn die Mehrheit der Nutzer glaubt, sie könne sich dort frei informieren. Eine ausgewogene und vielfältige Berichterstattung ist aber nicht automatisch gewährleistet", so Albig. Daher müsse die Frage gestellt werden, "wie frei und unreguliert eine Internetplattform agieren darf".
Aktuell ist es in Deutschland Sache der Bundesländer, den Jugendschutz und die Medienaufsicht zu gewährleisten. Hier stoßen die vorliegenden Regelungen aber immer wieder an ihre Grenzen, da die Länder kaum Einfluss auf international agierende Internet-Konzerne aus aller Welt haben. "Der Rundfunkstaatsvertrag bietet keinen passenden Rahmen mehr für die digitale Welt", so Albig.
Der Politiker will seinen Vorstoß keinesfalls als Angst vor dem Neuen verstanden wissen. Er wolle lediglich eine "für die Nutzer nicht wahrnehmbare Monopolisierung von Meinungsbildung" verhindern. "Wir finden, was die Suchmaschine uns finden lässt. Dies ist umso beunruhigender, wenn die Mehrheit der Nutzer glaubt, sie könne sich dort frei informieren. Eine ausgewogene und vielfältige Berichterstattung ist aber nicht automatisch gewährleistet", so Albig. Daher müsse die Frage gestellt werden, "wie frei und unreguliert eine Internetplattform agieren darf".
Eingriff in Suchergebnisse
Dazu gehört beispielsweise, dass eine diskriminierungsfreie Anzeige von Suchergebnissen sichergestellt werde. Um dies zu erreichen, müssten meinungsrelevante Algorithmen unter bestimmte Transparenzverpflichtungen fallen. Albig geht außerdem so weit, dass Suchmaschinen unter Umständen auch verpflichtet werden sollten, stets auch ein öffentliches Informationsangebot in den obersten Suchergebnissen anzuzeigen. "Nur so stellen wir sicher, nicht in die Falle privater medialer Manipulation zu laufen", erklärte er.Aktuell ist es in Deutschland Sache der Bundesländer, den Jugendschutz und die Medienaufsicht zu gewährleisten. Hier stoßen die vorliegenden Regelungen aber immer wieder an ihre Grenzen, da die Länder kaum Einfluss auf international agierende Internet-Konzerne aus aller Welt haben. "Der Rundfunkstaatsvertrag bietet keinen passenden Rahmen mehr für die digitale Welt", so Albig.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Googles Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Google
- Pixel 11 Pro im Test: Google-Smartphone ist kein großer Sprung
- Google Pixel 11 (Pro), Fold & Watch 5 - Die neuen Geräte im Hands-on
- Final Fantasy Resonance: Trailer rückt die Pixelgrafik in den Fokus
- Pixel 10 vs. iPhone 17e: Die beiden Budget-Premiumgeräte im Vergleich
- Pixel 10a: Reicht das Einsteigermodell oder doch besser Premium?
Google-Beiträge im Forum
Interessante Links
- Google LLC
- Google I/O-Themenspecial
- Google Drive-Themenspecial
- Android-Themenspecial
- Chrome-Themenspecial
- Nexus 7-Themenspecial
- Google+-Themenspecial
- Google Earth-Themenspecial
- Google Maps-Themenspecial
- Street View-Themenspecial
- Google Stadia-Themenspecial
- Google Glass-Themenspecial
- News zu Wirtschaft und anderen Firmen
Neue Nachrichten
- Microsoft warnt: Cyberangreifer verschaffen sich mit KI einen Vorsprung
- Ex-LinkedIn-Chef & Office-VP Ryan Roslansky verlässt Microsoft
- Notebooksbilliger: Angebote der Woche stark reduziert
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Erfolg für deutsche Ermittler: Ransomware-Gruppe KillSec ausgehoben
- Amazons neue Kindle-, Kindle-Paperwhite- & Kindle-Colorsoft-Modelle
- System-Shock-2-Remaster: Den PC-Klassiker jetzt gratis sichern
Videos
Beliebte Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen