Regulierung: Google soll in Ketten gelegt werden
Die Marktmacht des Suchmaschinenkonzerns Google ist verschiedenen Vertretern anderer Unternehmen inzwischen ein Dorn im Auge. Insbesondere die Medienbranche sieht sich zunehmend in einer untergeordneten Rolle.
Deshalb mehren sich die Stimmen, die einen Schutz vor dem Konzern fordern. So forderte der US-Medienmogul und Aufsichtsratsvorsitzende von Liberty Global, John Malone, gegenüber dem Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel' (heutige Ausgabe) einen Eingriff staatlicher Stellen.
"Google ist einfach extrem dominant. Deshalb würde ich es angemessen und an der Zeit finden, dass der Regulierer hier eingreift", sagte Malone. Er sei sicher, dass die Regulierung kommen werde, "wenn nicht in den USA, dann in Europa". Google habe seine eigenen Entwicklungspläne, diese würden "manchmal mit den Interessen von Google-Kunden kollidieren".
Es sei enorm wichtig, "dass Google uns immer noch findet - und nicht nur sein eigenes Angebot in diesem Geschäftsfeld - und dass sie uns trotzdem noch prominent platzieren". Über eines seiner Unternehmen ist Malone an Firmen wie TripAdvisor oder Expedia beteiligt. Beide Unternehmen haben Beschwerde gegen Googles Geschäftspraktiken im Reisemarkt eingelegt. Derzeit prüfen sowohl die US-Handelskommission als auch die europäische Wettbewerbsbehörde, ob sie Kartellverfahren gegen Google einleiten.
In der EU beschäftigt man sich allerdings nicht nur mit der Dominanz Googles in der Internet-Wirtschaft, sondern auch mit den Fragen des Datenschutzes - wobei dies nicht auf den Suchmaschinenkonzern begrenzt bleibt. Der Vize-Präsident des EU-Parlaments, Alexander Alvaro (FDP), hat beispielsweise eine Ethik-Kommission für Internetunternehmen wie Google und Facebook gefordert.
In der aktuellen Ausgabe des 'Focus' thematisierte er den Fall der 15-jährigen Kanadierin Amanda Todd, die nach Erpressungen über Facebook Selbstmord begangen hatte. Dies sei "schockierend". Die Datenschutzverordnung, die Brüssel derzeit erarbeite, gehe für solche Fälle nicht weit genug. "Die Internetbranche muss endlich handeln", so Alvaro. Eine Kommission aus Datenschützern, Psychologen und Netzaktivisten solle etwa kontrollieren, ob Google innerhalb von 24 Stunden Seiten mit Persönlichkeitsrechtsverletzungen aus dem Index löscht.
"Google ist einfach extrem dominant. Deshalb würde ich es angemessen und an der Zeit finden, dass der Regulierer hier eingreift", sagte Malone. Er sei sicher, dass die Regulierung kommen werde, "wenn nicht in den USA, dann in Europa". Google habe seine eigenen Entwicklungspläne, diese würden "manchmal mit den Interessen von Google-Kunden kollidieren".
Es sei enorm wichtig, "dass Google uns immer noch findet - und nicht nur sein eigenes Angebot in diesem Geschäftsfeld - und dass sie uns trotzdem noch prominent platzieren". Über eines seiner Unternehmen ist Malone an Firmen wie TripAdvisor oder Expedia beteiligt. Beide Unternehmen haben Beschwerde gegen Googles Geschäftspraktiken im Reisemarkt eingelegt. Derzeit prüfen sowohl die US-Handelskommission als auch die europäische Wettbewerbsbehörde, ob sie Kartellverfahren gegen Google einleiten.
In der EU beschäftigt man sich allerdings nicht nur mit der Dominanz Googles in der Internet-Wirtschaft, sondern auch mit den Fragen des Datenschutzes - wobei dies nicht auf den Suchmaschinenkonzern begrenzt bleibt. Der Vize-Präsident des EU-Parlaments, Alexander Alvaro (FDP), hat beispielsweise eine Ethik-Kommission für Internetunternehmen wie Google und Facebook gefordert.
In der aktuellen Ausgabe des 'Focus' thematisierte er den Fall der 15-jährigen Kanadierin Amanda Todd, die nach Erpressungen über Facebook Selbstmord begangen hatte. Dies sei "schockierend". Die Datenschutzverordnung, die Brüssel derzeit erarbeite, gehe für solche Fälle nicht weit genug. "Die Internetbranche muss endlich handeln", so Alvaro. Eine Kommission aus Datenschützern, Psychologen und Netzaktivisten solle etwa kontrollieren, ob Google innerhalb von 24 Stunden Seiten mit Persönlichkeitsrechtsverletzungen aus dem Index löscht.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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