Sega: Ex-Chef schimpft über "dümmste Entscheidung aller Zeiten"
Der ehemalige Chef des US-Geschäfts des Videospielunternehmens Sega geht hart ins Gericht mit seinem ehemaligen Arbeitgeber. Demnach haben die Japaner "die dümmste Entscheidung aller Zeiten in der Geschichte dieses Geschäfts" getroffen. Gemeint ist damit eine abgelehnte Partnerschaft mit Sony zu einer gemeinsamen Konsole.
Beinahe wäre auf der ersten Sony PlayStation auch Sega zu lesen gewesen
Und beinahe hätte Sega ein Teil dieser Gaming-Revolution sein können, wie Tom Kalinske, ehemaliger CEO von Sega of America in einem Interview mit GamesIndustry.biz (via Polygon) erklärt: Denn vor dem Erscheinen der PlayStation stand Sony in Verhandlungen mit Sega, man wollte den Mega Drive-Macher von einer Kooperation überzeugen.
Die von Sega of America befürwortete Partnerschaft, bei der man sich mit Sony Entwicklungskosten sowie die für die erste Phase erwarteten Verluste teilen wollte, wurde der japanischen Konzernführung vorgelegt, doch dort lehnte man ab, was laut Kalinske "die dümmste Entscheidung aller Zeiten" gewesen sei.
Dass Sony überhaupt an Sega herangetreten ist, lag übrigens an einer Abfuhr, die man sich in Bezug auf eine ganz ähnliche Zusammenarbeit zuvor von Nintendo abgeholt hat. Doch auch Sega sagte Nein, man war überzeugt davon, dass man mit Saturn (1994) erfolgreich sein kann, was aber nur am Heimatmarkt auch der Fall war.
1994 hat die Gaming-Welt verändert
Mit der PlayStation hat Sony zweifellos Videospielgeschichte geschrieben, die 1994 (in Japan) erschienene Konsole läutete für die ehemals als "Kinderspielzeug" verschriene Hardware-Klasse ein neues und deutlich erwachseneres Zeitalter (mit entsprechenden Inhalten) ein.
Beinahe wäre auf der ersten Sony PlayStation auch Sega zu lesen gewesen
Und beinahe hätte Sega ein Teil dieser Gaming-Revolution sein können, wie Tom Kalinske, ehemaliger CEO von Sega of America in einem Interview mit GamesIndustry.biz (via Polygon) erklärt: Denn vor dem Erscheinen der PlayStation stand Sony in Verhandlungen mit Sega, man wollte den Mega Drive-Macher von einer Kooperation überzeugen.
Die von Sega of America befürwortete Partnerschaft, bei der man sich mit Sony Entwicklungskosten sowie die für die erste Phase erwarteten Verluste teilen wollte, wurde der japanischen Konzernführung vorgelegt, doch dort lehnte man ab, was laut Kalinske "die dümmste Entscheidung aller Zeiten" gewesen sei.
Dass Sony überhaupt an Sega herangetreten ist, lag übrigens an einer Abfuhr, die man sich in Bezug auf eine ganz ähnliche Zusammenarbeit zuvor von Nintendo abgeholt hat. Doch auch Sega sagte Nein, man war überzeugt davon, dass man mit Saturn (1994) erfolgreich sein kann, was aber nur am Heimatmarkt auch der Fall war.
Sony: Na dann machen wir es alleine...
Sony ließ sich von diesen zwei gescheiterten Kooperationen aber nicht beirren und zog seine Konsole alleine durch - der Rest ist wie erwähnt Gaming-Geschichte. Sega scheiterte hingegen mit der Saturn-Konsole vor allem international, vor allem weil Neueinsteiger Sony die alten Konsolenmachtverhältnisse weltweit über den Haufen werfen konnte. Sega hat das Hardware-Geschäft nach der Dreamcast (1999) aufgegeben, als Software-Publisher werden die Erfolgsmeldungen von Jahr zu Jahr rarer.
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