Netflix pumpt pro Sekunde mehrere Terabyte zu seinen Nutzern
Der Videostreaming-Dienst Netflix sorgt im Internet bekanntlich für einen signifikanten Teil des gesamten Traffics. Hochrechnungen zeigen nun, welchen Umfang der Datenverkehr, den das Unternehmen rund um die Uhr zu seinen Kunden pumpen muss, tatsächlich annehmen kann.
Offizielle Angaben gibt es seitens des Unternehmens nicht - und das dürfte seinen Grund haben. Die großen Netzbetreiber in den USA versuchen angesichts des hohen Netflix-Traffics seit einiger Zeit, die Netzneutralität zu untergraben und den Streaming-Anbieter zu Zahlungen zu bewegen. Doch das Magazin CordCuttersNews hat aufgrund der letzten Äußerungen des Managements eine Hochrechnung angestellt.
Als ein Fragesteller bei einer Telefonkonferenz seine Schätzung von zwei Stunden Nutzungszeit pro durchschnittlichem Nutzer in den Raum stellte, erklärte Netflix-Chef Reed Hastings, dass man dies nur in Spitzenzeiten erreiche. Allerdings sind 1,5 Stunden durchaus ein Wert, mit dem man sogar nach konservativer Schätzung gut fährt. Und dies bei 57,4 Millionen Abonnenten, die die Firma derzeit hat.
Die meisten Nutzer verwenden inzwischen die HD-Streams des Anbieters - insbesondere in den USA ist dieser schon einige Zeit fester Anlaufpunkt auf dem Fernseher. In einigen Fällen beschränken sich Nutzer auch auf SD-Auflösungen, was zum Teil aber wieder dadurch ausgeglichen wird, dass Netflix schon seit einem dreiviertel Jahr auch 4K-Übertragungen anbietet. Die Annahme, einer Datenmenge von 3 Gigabyte pro Stunde und Nutzer ist somit durchaus realistisch.
Auf Grundlage dieser Daten kommt man letztlich auf einen Traffic von rund 24 Millionen Terabyte im vergangenen Quartal. Monatlich liefert Netflix entsprechend rund 8 Millionen Terabyte Daten an seine Nutzer aus. Oder um es auf eine Maßeinheit herunterzurechnen, mit denen Internet-Nutzer eher regelmäßig zu tun haben: Im Durchschnitt musste die Netflix-Infrastruktur im vergangenen Quartal etwas mehr als 3 Terabyte pro Sekunde an die Nutzer ausliefern. Infografik: Zahl der weltweiten Netflix-Nutzer wächst
Und der Wert dürfte in der kommenden Zeit noch kräftig steigen. In einigen Ländern wie Deutschland ist der Dienst gerade erst gestartet und verzeichnet einen regen Zustrom an Nutzern. Weiterhin investiert Netflix massiv in Eigenproduktionen, die noch zusätzliche Abonnenten anlocken sollen. Bis 2017 soll die Expansion außerdem so weit vorangetrieben werden, dass Netflix nicht mehr - wie aktuell - in 50 Ländern aktiv ist, sondern in 200 beziehungsweise weltweit.
Zum Thema: Internet-Traffic: Netflix verbraucht in den USA satte 35 Prozent
Als ein Fragesteller bei einer Telefonkonferenz seine Schätzung von zwei Stunden Nutzungszeit pro durchschnittlichem Nutzer in den Raum stellte, erklärte Netflix-Chef Reed Hastings, dass man dies nur in Spitzenzeiten erreiche. Allerdings sind 1,5 Stunden durchaus ein Wert, mit dem man sogar nach konservativer Schätzung gut fährt. Und dies bei 57,4 Millionen Abonnenten, die die Firma derzeit hat.
Die meisten Nutzer verwenden inzwischen die HD-Streams des Anbieters - insbesondere in den USA ist dieser schon einige Zeit fester Anlaufpunkt auf dem Fernseher. In einigen Fällen beschränken sich Nutzer auch auf SD-Auflösungen, was zum Teil aber wieder dadurch ausgeglichen wird, dass Netflix schon seit einem dreiviertel Jahr auch 4K-Übertragungen anbietet. Die Annahme, einer Datenmenge von 3 Gigabyte pro Stunde und Nutzer ist somit durchaus realistisch.
Auf Grundlage dieser Daten kommt man letztlich auf einen Traffic von rund 24 Millionen Terabyte im vergangenen Quartal. Monatlich liefert Netflix entsprechend rund 8 Millionen Terabyte Daten an seine Nutzer aus. Oder um es auf eine Maßeinheit herunterzurechnen, mit denen Internet-Nutzer eher regelmäßig zu tun haben: Im Durchschnitt musste die Netflix-Infrastruktur im vergangenen Quartal etwas mehr als 3 Terabyte pro Sekunde an die Nutzer ausliefern. Infografik: Zahl der weltweiten Netflix-Nutzer wächst
Und der Wert dürfte in der kommenden Zeit noch kräftig steigen. In einigen Ländern wie Deutschland ist der Dienst gerade erst gestartet und verzeichnet einen regen Zustrom an Nutzern. Weiterhin investiert Netflix massiv in Eigenproduktionen, die noch zusätzliche Abonnenten anlocken sollen. Bis 2017 soll die Expansion außerdem so weit vorangetrieben werden, dass Netflix nicht mehr - wie aktuell - in 50 Ländern aktiv ist, sondern in 200 beziehungsweise weltweit.
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Christian Kahle
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