Die Hälfte der Verbraucher zahlt keinen einzigen Cent für Software
Software-Entwickler haben das Problem, dass gerade einmal die Hälfte der Nutzer bereit ist, als Gegenleistung für ihre Arbeit auch etwas zu bezahlen. Immerhin 51 Prozent der Anwender geben schlicht kein zusätzliches Geld für Programme aus.
Die Einnahmen von Software-Unternehmen und unabhängigen Programmierern werden somit von rund 34 Millionen Menschen aufgebracht, die den verbleibenden Teil bilden. Diese stecken im Durchschnitt 38 Euro im Jahr in Spiele, Anti-Viren-Programme oder Bürosoftware. Das ergab eine Untersuchung von Bitkom Research in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Aris.
"Für den Rundfunkbeitrag zahlt jeder Haushalt pro Jahr über 200 Euro, für Mobilfunk, Festnetz und Internet sind es schnell 600 Euro, aber bei Software gibt es eine weit verbreitete Kostenlos-Mentalität", beklagte BITKOM-Experte Manuel Fischer. Allerdings erstreckte sich die Untersuchung auf die Gesamtheit aller Verbraucher, von denen 11 Prozent keinen Computer besitzen und für die es daher nicht besonders sinnvoll wäre, Geld in Software zu stecken.
Eine Reihe von Nutzern gibt auch deshalb kein Geld für Anwendungen aus, weil sie schlicht auf illegale Kopien zurückgreifen. Immerhin 25 Prozent der Verbraucher sind aber so konsequent, dass sie ihre Entscheidung, nicht für Software zu zahlen, so umsetzen, dass sie ausschließlich auf Freeware zurückgreifen. Als besonders problematisch sieht Fischer allerdings die Tatsache an, dass in Folge der mangelnden Zahlungsbereitschaft auch Virenscanner nicht aktuell gehalten werden. Infografik: App-Nutzung nimmt zu
Angesichts der starken Integration zentraler Download-Plattformen mit entsprechenden Zahlungsmöglichkeiten in die neueren mobilen Systeme könnte man annehmen, dass die Zahlungsbereitschaft hier höher ist. Das ist aber nicht der Fall. Lediglich 23 Prozent der Verbraucher laden sich hier auch kostenpflichtige Apps herunter und die Ausgaben liegen im Schnitt bei 9 Euro im Jahr. Dem stehen 43 Prozent entgegen, die ausschließlich kostenlose Apps verwenden.
"Für den Rundfunkbeitrag zahlt jeder Haushalt pro Jahr über 200 Euro, für Mobilfunk, Festnetz und Internet sind es schnell 600 Euro, aber bei Software gibt es eine weit verbreitete Kostenlos-Mentalität", beklagte BITKOM-Experte Manuel Fischer. Allerdings erstreckte sich die Untersuchung auf die Gesamtheit aller Verbraucher, von denen 11 Prozent keinen Computer besitzen und für die es daher nicht besonders sinnvoll wäre, Geld in Software zu stecken.
Eine Reihe von Nutzern gibt auch deshalb kein Geld für Anwendungen aus, weil sie schlicht auf illegale Kopien zurückgreifen. Immerhin 25 Prozent der Verbraucher sind aber so konsequent, dass sie ihre Entscheidung, nicht für Software zu zahlen, so umsetzen, dass sie ausschließlich auf Freeware zurückgreifen. Als besonders problematisch sieht Fischer allerdings die Tatsache an, dass in Folge der mangelnden Zahlungsbereitschaft auch Virenscanner nicht aktuell gehalten werden. Infografik: App-Nutzung nimmt zu
Angesichts der starken Integration zentraler Download-Plattformen mit entsprechenden Zahlungsmöglichkeiten in die neueren mobilen Systeme könnte man annehmen, dass die Zahlungsbereitschaft hier höher ist. Das ist aber nicht der Fall. Lediglich 23 Prozent der Verbraucher laden sich hier auch kostenpflichtige Apps herunter und die Ausgaben liegen im Schnitt bei 9 Euro im Jahr. Dem stehen 43 Prozent entgegen, die ausschließlich kostenlose Apps verwenden.
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Christian Kahle
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