LTE Direct: Direktverbindungen ohne Mobilfunknetz über 500 Meter
Der Mobilfunk-Standard LTE soll um ein Feature erweitert werden, das es Mobiltelefonen erlauben soll, direkt miteinander zu kommunizieren und dabei auf den Weg über einen Sendemast zu verzichten. Die Weiterentwicklung könnte noch in diesem Jahr in die Spezifikationen aufgenommen werden.
"LTE Direct" heißt die Technologie, die einen Datenaustausch zwischen Geräten über Distanzen von bis zu 500 Metern erlauben soll. Damit könnten deutlich längere Strecken überbrückt werden, als mit WLAN oder Bluetooth. Sollten die Arbeiten an der Technik wie geplant verlaufen, wäre es bereits im kommenden Jahr möglich, diese in Smartphones unterzubringen.
Die wesentliche Arbeit an LTE Direct haben die Ingenieure von Qualcomm geleistet. Inzwischen unterstützen aber auch verschiedene andere Unternehmen die Entwicklung, darunter Facebook und Yahoo. Die Partner rechnen damit, dass LTE Direct in seiner geplanten Form ein breites Anwendungs-Spektrum eröffnen kann, berichtete das Magazin Technology Review.
Naheliegend ist dabei natürlich die Möglichkeit, dass zwei Smartphone-Nutzer, die nicht weit voneinander entfernt sind, miteinander Telefonieren oder Daten austauschen können, ohne auf das Mobilfunknetz zurückzugreifen. Das würde insbesondere in Gegenden, in denen viele Nutzer zusammenkommen, die Infrastruktur entlasten und auch die Kommunikation ermöglichen, wenn das Netz selbst überlastet ist. Hilfreich wäre dies beispielsweise, wenn sich zwei Menschen auf einer gut besuchten Veranstaltung finden wollen. Facebook experimentiert bereits mit einer Integration der Technik in seine Apps.
So ist es beispielsweise auch denkbar, dass Geschäfte und andere Einrichtungen in einer Umgebung über feste LTE Direct-Sender verfügen, die Nutzern in der Umgebung nach Bedarf Informationen zukommen lassen. Läden könnten so Kunden mit Sonderangeboten locken oder Flughafen-Terminals über Verspätungen informieren.
Bei Yahoo haben Entwickler außerdem eine App programmiert, mit der die Vorzüge von LTE Direct auf andere Art genutzt werden. Ein Anwender kann hier in einer fremden Umgebung angeben, wie viel Zeit ihm aktuell frei zur Verfügung steht. Abhängig davon, ob es nun zehn Minuten oder zwei Stunden sind, liefert die App eine Route an die verschiedenen interessanten Orte in der Umgebung, die - ausgestattet mit entsprechenden Sendemodulen - tiefergehende Informationen über sich an das Smartphone übermitteln. So entstünde ein sehr flexibler Touristen-Führer.
Der Nachteil gegenüber WLAN liegt bei LTE Direct darin, dass letztlich die Kontrolle über den Einsatz der Technik bei den Netzbetreibern liegt. Denn diese haben die Hoheit über die genutzten Frequenzspektren und können so entscheiden, ob sie den Geräten ihrer Nutzer die Verwendung erlauben. Da sie darauf aber beispielsweise auch ein Geschäftsmodell aufbauen können - etwa, indem sie für den Betrieb der LTE Direct-Sendestationen eine kleine Grundgebühr verlangen - rechnet man bei Qualcomm nicht mit allzu großen Widerständen.
Die wesentliche Arbeit an LTE Direct haben die Ingenieure von Qualcomm geleistet. Inzwischen unterstützen aber auch verschiedene andere Unternehmen die Entwicklung, darunter Facebook und Yahoo. Die Partner rechnen damit, dass LTE Direct in seiner geplanten Form ein breites Anwendungs-Spektrum eröffnen kann, berichtete das Magazin Technology Review.
Naheliegend ist dabei natürlich die Möglichkeit, dass zwei Smartphone-Nutzer, die nicht weit voneinander entfernt sind, miteinander Telefonieren oder Daten austauschen können, ohne auf das Mobilfunknetz zurückzugreifen. Das würde insbesondere in Gegenden, in denen viele Nutzer zusammenkommen, die Infrastruktur entlasten und auch die Kommunikation ermöglichen, wenn das Netz selbst überlastet ist. Hilfreich wäre dies beispielsweise, wenn sich zwei Menschen auf einer gut besuchten Veranstaltung finden wollen. Facebook experimentiert bereits mit einer Integration der Technik in seine Apps.
Ein zusätzlicher Sinn
LTE Direct wurde so gestaltet, dass ein entsprechend ausgestattetes Gerät ständig nach anderen Systemen in der Umgebung sucht und dabei trotzdem nur wenig Energie verbraucht wird. Mahesh Makhijani, der bei Qualcomm für das Technologie-Marketing zuständig ist, beschrieb es daher als eine Art zusätzlichen Sinn, über den ständig aktuelle Informationen aus der Umgebung aufgenommen werden.So ist es beispielsweise auch denkbar, dass Geschäfte und andere Einrichtungen in einer Umgebung über feste LTE Direct-Sender verfügen, die Nutzern in der Umgebung nach Bedarf Informationen zukommen lassen. Läden könnten so Kunden mit Sonderangeboten locken oder Flughafen-Terminals über Verspätungen informieren.
Bei Yahoo haben Entwickler außerdem eine App programmiert, mit der die Vorzüge von LTE Direct auf andere Art genutzt werden. Ein Anwender kann hier in einer fremden Umgebung angeben, wie viel Zeit ihm aktuell frei zur Verfügung steht. Abhängig davon, ob es nun zehn Minuten oder zwei Stunden sind, liefert die App eine Route an die verschiedenen interessanten Orte in der Umgebung, die - ausgestattet mit entsprechenden Sendemodulen - tiefergehende Informationen über sich an das Smartphone übermitteln. So entstünde ein sehr flexibler Touristen-Führer.
Der Nachteil gegenüber WLAN liegt bei LTE Direct darin, dass letztlich die Kontrolle über den Einsatz der Technik bei den Netzbetreibern liegt. Denn diese haben die Hoheit über die genutzten Frequenzspektren und können so entscheiden, ob sie den Geräten ihrer Nutzer die Verwendung erlauben. Da sie darauf aber beispielsweise auch ein Geschäftsmodell aufbauen können - etwa, indem sie für den Betrieb der LTE Direct-Sendestationen eine kleine Grundgebühr verlangen - rechnet man bei Qualcomm nicht mit allzu großen Widerständen.
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Christian Kahle
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