Warentest: Ticket-Apps für den Nahverkehr sind nicht ausgereift
Viele Nahverkehrsbetriebe versuchen ihren Passagieren inzwischen die Möglichkeit zu geben, auch mit dem Mobiltelefon ein Ticket zu lösen. Die dafür bereitgestellten Apps sind aber noch nicht ausgereift, wie ein Test durch die Stiftung Warentest ergab.
Das Hauptproblem besteht im mangelhaften Angebot: Handytickets gibt es in der Regel nur für Gelegenheitsfahrer und bei weitem nicht für alle Tarife. Außerdem muss der Nutzer das günstigste Ticket selber suchen, womit die möglichen Vorteile eines solchen Systems schlicht nicht umgesetzt werden. Zu diesem Ergebnis kam die Stiftung Warentest bei einem Test von 14 Apps für den Ticketkauf im Nahverkehr von regionalen Verkehrsunternehmen sowie dem DB Navigator im Fernverkehr der Deutschen Bahn.
Positiv hervorzuheben ist dabei, dass der Ticketkauf in der Praxis oft recht gut funktioniert. Dies allein kann das bescheidene Angebot allerdings nicht kompensieren. So können Nutzer, die für ihre Heimatstadt gern auf die günstigeren Abo-Modelle zurückgreifen wollen, dies nicht mit ihrem Smartphone tun. Auch Mehrfachkarten, bei denen beispielsweise vier normale Fahrten zu einem günstigeren Preis gebucht werden können, sind über die Apps meist nicht erhältlich.
Ein Vorteil eines IT-gestützten Systems könnte es auch Touristen einfach machen, stets den günstigsten Tarif zu wählen, wenn sie lediglich Start- und Zielpunkt wählen und sich nicht durch die Tarifstrukturen einer fremden Stadt arbeiten wollen. Diese Möglichkeit gibt es aber nicht. Doch nicht nur das, auch die Qualität der Software überzeugt oft nicht. Die Installation der Programme ist teilweise umständlich, sie stürzen mitunter ab und die Abrechnungen haben durchweg deutliche Schwächen. "Alles in allem ein eher mittelmäßiger Service", urteilen die Tester.
Nicht viel besser sieht es bei der entsprechenden App der Deutschen Bahn aus. Diese bietet zwar umfangreiche Informationen, der Kauf von Bahntickets klappt aber nur "befriedigend". Mit "Touch&Travel", der App der Bahn zum ticketlosen Reisen, gibt es zwar noch eine Alternative, die ganz auf ein Ticket verzichtet, dem Reisenden aber eine sehr aufmerksame Nutzung des Smartphones beim An- und Abmelden abverlangt. In Sachen Datenschutz bereiten die getesteten Apps hingegen nur wenige Probleme. Bis sie Fahrkartenautomaten und Chipkarten ablösen können, wird aber wohl noch etwas Zeit vergehen.
Positiv hervorzuheben ist dabei, dass der Ticketkauf in der Praxis oft recht gut funktioniert. Dies allein kann das bescheidene Angebot allerdings nicht kompensieren. So können Nutzer, die für ihre Heimatstadt gern auf die günstigeren Abo-Modelle zurückgreifen wollen, dies nicht mit ihrem Smartphone tun. Auch Mehrfachkarten, bei denen beispielsweise vier normale Fahrten zu einem günstigeren Preis gebucht werden können, sind über die Apps meist nicht erhältlich.
Ein Vorteil eines IT-gestützten Systems könnte es auch Touristen einfach machen, stets den günstigsten Tarif zu wählen, wenn sie lediglich Start- und Zielpunkt wählen und sich nicht durch die Tarifstrukturen einer fremden Stadt arbeiten wollen. Diese Möglichkeit gibt es aber nicht. Doch nicht nur das, auch die Qualität der Software überzeugt oft nicht. Die Installation der Programme ist teilweise umständlich, sie stürzen mitunter ab und die Abrechnungen haben durchweg deutliche Schwächen. "Alles in allem ein eher mittelmäßiger Service", urteilen die Tester.
Nicht viel besser sieht es bei der entsprechenden App der Deutschen Bahn aus. Diese bietet zwar umfangreiche Informationen, der Kauf von Bahntickets klappt aber nur "befriedigend". Mit "Touch&Travel", der App der Bahn zum ticketlosen Reisen, gibt es zwar noch eine Alternative, die ganz auf ein Ticket verzichtet, dem Reisenden aber eine sehr aufmerksame Nutzung des Smartphones beim An- und Abmelden abverlangt. In Sachen Datenschutz bereiten die getesteten Apps hingegen nur wenige Probleme. Bis sie Fahrkartenautomaten und Chipkarten ablösen können, wird aber wohl noch etwas Zeit vergehen.
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Christian Kahle
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