Datenschutzfeindlich: Snowden spricht Warnung vor Dropbox aus
Whistleblower Edward Snowden hat sich mit dem Guardian-Chefredakteur Alan Rusbridger in einem Moskauer Hotel getroffen, um ein ausführliches Interview zu geben. Eine der deutlichsten Warnungen in dem Gespräch geht in die Richtung von Dropbox-Nutzern: der Dienst sei datenschutzfeindlich, man sollte besser zu Alternativen mit einer Zero-Knowledge-Philosophie wechseln.
"Dropbox ist eine Gefahr für die Privatsphäre," unterstrich Snowden nun in einem neuen Interview. Der bei Kunden so beliebte und weit verbreitete Clouddienst habe immer wieder bewiesen, was er von Datenschutz halte, meinte Edward Snowden. Er erinnerte an einige Beweise, die er selbst enthüllt hatte - unter anderem die Bereitwilligkeit von Dropbox, bei PRISM mitzuhelfen. Für das große NSA-Ausspähprogramm soll Dropbox ein erwählter Partner der Behörden gewesen sein, und das Unternehmen hat sich nicht dagegen gewehrt.
"Nun haben sie Condoleezza Rice in ihren Verwaltungsrat aufgenommen -vermutlich das datenschutzfeindlichste Regierungsmitglied, das man sich vorstellen kann," erklärte Snowden weiter (wir berichteten). Rice hatte das NSA-Überwachungsprogramm mit dem Codenamen Stellar Wind in der Regierungszeit von George W. Bush mit auf den Weg gebracht und immer wieder die Wichtigkeit und Richtigkeit des Programms betont.
Als Beispiel für Folgen, die ohne solche Restriktionen auftauchen, nannte Snowden nochmals die Geheimdienst-Mitarbeiter, die sich im Zuge ihrer Arbeit gefundene Nacktaufnahmen untereinander weiterleiteten.
Eine Videozusammenfassung des Interviews gibt es beim Guardian.
"Nun haben sie Condoleezza Rice in ihren Verwaltungsrat aufgenommen -vermutlich das datenschutzfeindlichste Regierungsmitglied, das man sich vorstellen kann," erklärte Snowden weiter (wir berichteten). Rice hatte das NSA-Überwachungsprogramm mit dem Codenamen Stellar Wind in der Regierungszeit von George W. Bush mit auf den Weg gebracht und immer wieder die Wichtigkeit und Richtigkeit des Programms betont.
Geeigneter Ort für persönlichen Daten?
Somit, so Snowden, müsse man in Frage stellen, ob Dropbox ein geeigneter Ort sei, um seine persönlichen Daten dort abzulegen. Als Alternative nannte er das bereits seit 2006 operierende Unternehmen Spideroak, das sich voll auf die so genannte Zero-Knowledge-Philosophie stützt. Dass heißt, dass das Unternehmen selbst keinerlei Zugriff auf die Daten seiner Nutzer hat oder erlangen könnte. "Das ist der einzige Weg, den Kunden zu beweisen, dass ihre Informationen in sicheren Händen sind", sagt Snowden über Spideroak.Vertrauen verdienen
"Nur indem sie sich selbst die Fähigkeit verwehren, die Informationen zu lesen, sie praktisch ohne Zustimmung des Kunden zu analysieren und zu manipulieren, können sie den Kunden beweisen, dass sie das Vertrauen zur Verwaltung ihrer Informationen verdienen."Als Beispiel für Folgen, die ohne solche Restriktionen auftauchen, nannte Snowden nochmals die Geheimdienst-Mitarbeiter, die sich im Zuge ihrer Arbeit gefundene Nacktaufnahmen untereinander weiterleiteten.
Eine Videozusammenfassung des Interviews gibt es beim Guardian.
Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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