Dropbox reagiert auf Kritik zu Condoleezza Rice
Dropbox hat auf die Kritik zur Nominierung von Ex-US-Außenministerin Condoleezza Rice für den Aufsichtsrat des Unternehmens reagiert. Mit einem offiziellen Blog-Eintrag versucht Gründer Drew Houston die Nutzer zu beruhigen.
Nachdem sich einige Nutzer gegen die Aufnahme von Condoleezza Rice ausgesprochen und im Forum des Cloudanbieters ihren Ärger zum Ausdruck gebracht hatten, gibt es nun ein offizielles Statement von Dropbox. Dabei geht Dropbox aber nicht auf Aktionen wie "DropDropbox" ein, die zum Boykott des Cloudanbieters aufrufen. Stattdessen unterstreicht das Unternehmen nur noch einmal die Entscheidung, die ehemalige Außenministerin engagiert zu haben.
Da aber Dr. Rice in ihrer politischen Zeit die NSA-Ausspähaktionen mit in Gang gesetzt hat, gegen die Dropbox im Namen der Nutzer jetzt ankämpft, klingen die Äußerungen sehr fragwürdig.
"Dr. Rice versteht unsere Haltung zu diesen Fragen und unterstützt unsere Verpflichtungen gegenüber unseren Nutzern voll", heißt es da zum Thema.
Zwischen "versteht" und einem echten Engagement gegen die Regierungsaktionen liegen aber Welten. Dropbox müsste jedoch viel tun, um verlorenes Vertrauen nach der NSA-Affäre wieder aufzubauen. Ob das mit der ehemaligen Außenmnisterin als Aushängeschild funktionieren kann, darf bezweifelt werden.
Dropbox selbst ist da sehr zuversichtlich. Man bräuchte genau jemanden wie Condoleezza Rice, um die Belange in Sachen Datenschutz und Datensicherheit voranzubringen, schreibt Houston. Bei ihm klingt es ein wenig so, als ob Dr. Rice mittlerweile von der Fürsprecherin zur Gegnerin von Prism, Tempora und Co, geworden sei. Davon konnte man aber bisher noch nicht einmal kleine Andeutungen erkennen.
Da aber Dr. Rice in ihrer politischen Zeit die NSA-Ausspähaktionen mit in Gang gesetzt hat, gegen die Dropbox im Namen der Nutzer jetzt ankämpft, klingen die Äußerungen sehr fragwürdig.
"Dr. Rice versteht unsere Haltung zu diesen Fragen und unterstützt unsere Verpflichtungen gegenüber unseren Nutzern voll", heißt es da zum Thema.
Zwischen "versteht" und einem echten Engagement gegen die Regierungsaktionen liegen aber Welten. Dropbox müsste jedoch viel tun, um verlorenes Vertrauen nach der NSA-Affäre wieder aufzubauen. Ob das mit der ehemaligen Außenmnisterin als Aushängeschild funktionieren kann, darf bezweifelt werden.
Dropbox selbst ist da sehr zuversichtlich. Man bräuchte genau jemanden wie Condoleezza Rice, um die Belange in Sachen Datenschutz und Datensicherheit voranzubringen, schreibt Houston. Bei ihm klingt es ein wenig so, als ob Dr. Rice mittlerweile von der Fürsprecherin zur Gegnerin von Prism, Tempora und Co, geworden sei. Davon konnte man aber bisher noch nicht einmal kleine Andeutungen erkennen.
Besser zurückrudern?
Auf die Erklärung im Blog kamen bislang auch nur weitere Kommentare, die sich gegen Dr. Rice aussprechen. Nutzer appellieren an das Moralverständnis der Dropbox-Verantwortlichen und könnten damit noch Erfolg haben. Denn nachdem die Protestaktion zuerst nur ein paar aufgebrachte Nutzer berührte, gibt es mittlerweile immer mehr Fürsprecher der Aktionen wie Drop Dropbox. Zahlreiche Medienberichte und erste Unternehmen, die Dropbox einsetzen, springen jetzt mit auf den Zug gegen Dr. Rice. Alle aktuellen Neuankündigungen des Cloudanbieters verpuffen zudem bei der ganzen Negativ-PR rund um Condoleezza Rice. Es wäre wohl besser gewesen, sie als stille Mitarbeiterin im Hintergrund zu belassen.
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