Drop Dropbox: Aktion gegen Condoleezza Rice
Der Cloud-Anbieter Dropbox hat gestern nicht nur eine Reihe Neuerungen und Verbesserungen angekündigt, sondern auch eine neue Personalie: die Ex-US-Außenministerin Condoleezza Rice wurde in den Aufsichtsrat des Unternehmens berufen.
"Wir sind stolz darauf, Dr. Condoleezza Rice in unserem Board of Directors begrüßen zu dürfen", erklärte gestern Dropbox-Mitgründer Drew Houston. Die Freude schlägt sich allerdings nicht bei den Nutzern wieder. Im Forum des Cloud-Dienstleisters mehrten sich schon kurz nach der Bekanntgabe die ersten kritischen Stimmen. Der politische Hintergrund von Rice ist dafür ausschlaggebend: es geht dabei nicht nur um die Verstrickungen der NSA-Affäre, die Rice nach den Anschlägen des 11. Septembers mit auf den Weg gebracht hatte, sondern auch um zahlreiche Entscheidungen, die Rice schon vor und während ihrer Amtszeit zu verantworten hatte.
Für einige Dropbox-Nutzer ist Rice die Verkörperung des Bösen. Im Forum standen neben Hitler-Vergleichen und Gewaltandrohungen vor allem eine tatsächliche Fassungslosigkeit der Nutzer. Condoleezza Rice ist ein extrem rotes Tuch für viele Amerikaner, die sich jetzt Luft machen. Daher regt sich der Protest:
"Tell Drew Houston: drop Condoleezza Rice or we will #DropDropbox"
Im Netz hat sich bereits eine Protestbewegung formiert. Unter der URL http://www.drop-dropbox.com wird ihre politische Karriere beschrieben und mit einigen drastischen Bildern versehen. Dort heißt es im Zusammenhang mit der Berufung in den Aufsichtsrat: "Dies ist zutiefst beunruhigend, und jeder - oder jedes Unternehmen - die Ethik-Werte hoch halten, sollten in Sorge sein."
Dem ganzen Ärger um die Berufung zum Vorstand ging allerdings schon ein langwieriges Geschäftsverhältnis voraus. Wie netzpolitik.org unterstrich, arbeitete die von Condoleezza Rice und dem Ex-US-Verteidigungsminister Robert Gates geführte Consulting-Firma RiceHadleyGates schon länger beratend für Dropbox.
Für einige Dropbox-Nutzer ist Rice die Verkörperung des Bösen. Im Forum standen neben Hitler-Vergleichen und Gewaltandrohungen vor allem eine tatsächliche Fassungslosigkeit der Nutzer. Condoleezza Rice ist ein extrem rotes Tuch für viele Amerikaner, die sich jetzt Luft machen. Daher regt sich der Protest:
"Tell Drew Houston: drop Condoleezza Rice or we will #DropDropbox"
Im Netz hat sich bereits eine Protestbewegung formiert. Unter der URL http://www.drop-dropbox.com wird ihre politische Karriere beschrieben und mit einigen drastischen Bildern versehen. Dort heißt es im Zusammenhang mit der Berufung in den Aufsichtsrat: "Dies ist zutiefst beunruhigend, und jeder - oder jedes Unternehmen - die Ethik-Werte hoch halten, sollten in Sorge sein."
Dem ganzen Ärger um die Berufung zum Vorstand ging allerdings schon ein langwieriges Geschäftsverhältnis voraus. Wie netzpolitik.org unterstrich, arbeitete die von Condoleezza Rice und dem Ex-US-Verteidigungsminister Robert Gates geführte Consulting-Firma RiceHadleyGates schon länger beratend für Dropbox.
Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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